Breites Spektrum bei den Gartenbauvereinen

Urkunde für herausragende Verdienste in ihren Gartenbauvereinen und für das Grün in ihren Kommunen erhielten vom Kreisvorsitzenden Hans Joas (ganz links) und Landrat Hubert Hafner (zweiter von rechts) Sylvest König (Waltenhausen), Franz und Johanna Scheer (Kissendorf), Josef Schmidt (Niederraunau), Ernst Eberle (Goldbach-Hartberg) und Peter Hartmann (Günzburg). Ganz rechts Karl-Heinz Pietsch (stv. Direktor der gastgebenden AOK).
Bericht von der Kreisversammlung

Nahtlos an die Eröffnung der Wanderausstellung „Altes Streuobst neu entdecken“ schloss sich im großen Sitzungssaal der AOK in Günzburg die Jahresversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. Erster Vorsitzender Hans Joas schritt in seinem Rückblick eilig nochmals durch das abgelaufene Gartenjahr. Für Kreisfachberater Josef Stocker war es kein Problem die Arbeitsgruppen für die Pflegearbeiten und den kommenden Gartentag am dritten Sonntag im Juli eines jeden Jahres zusammen zu stellen. Schatzmeisterin Clementine Brunner berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt trotz mächtiger Investitionen in eine Photovoltaikanlage auf dem Schulungsgebäude im Kreislehrgarten. Schließlich zeichnete Landrat Hubert Hafner verdiente Gartler mit einer Urkunde des Regierungspräsidenten aus.

Dass das Hauptamt durch die Kreisfachberatung im Landratsamt und die Ehrenamtlichen in den 51 Gartenbauvereinen im Landkreis gedeihlich Hand in Hand zusammenarbeiten, ist für Hans Joas eines von mehreren Erfolgsrezepten. Dazu kommt eine beispielgebende Jugendarbeit. Seit fünf Jahren organisiert diese Anni Eschenbach aus Kissendorf. Sie hat das JUmBi-(JugendUmweltBildung)Team um sich geschart und bietet zwischenzeitlich 26-28 Jugendbeauftragten aus den Ortsvereinen jedes Jahr ein aktuelles Programm. Beim Gartentag gibt es nicht nur für die Kinder und Jugendliche ein eigenes Jugendzelt sondern für die ganze Familie ein Mitmachprogramm. Der Kreisvorsitzende appellierte an die Vereinsvertreter, wenn auch die digitalen Medien im Vormarsch sind, die Öffentlichkeitsarbeit in der Lokalpresse und den örtlichen Amts- und Mitteilungsblättern nicht zu vernachlässigen.

Als Hauptziel für das anstehende Gartenjahr und darüber hinaus wurden eine Obstbaumpflegerfortbildung und der Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ gesehen. Qualifizierte Obstbaumpfleger würden einem fachgerechten, naturangepassten und dennoch baumschonenden Umgang mit dem Kulturgut „Streuobst“ garantieren. Da die Friedhöfe nicht nur Oasen der Ruhe für die Verstorbenen sondern auch Lebensraum für Flora und Fauna sowie eine Begegnungsstätte für die Lebenden sind, sollen sich auch die Gartenbauvereine sich hier einbringen. „Wir stehen vor großen Veränderungen in unserer Gesellschaft, auch in der Friedhofskultur“, so Joas. Jede Gemeinde bzw. jeder Friedhofsträger sollte zu runden Tischen einladen und erkunden: Was brauchen wir, was wollen wir, wohin soll es gehen?

Beim dringend erforderlichen Mitnehmen der Bevölkerung müssen auch die Gartenbauvereine mit dabei sein. Der Friedhof wäre dabei immer als Gesamtes zu sein. So werden bei der Bewertung von Lage und Erschließung, Einfriedung und Eingrünung, die Gliederung und funktionelle Einrichtungen des Friedhofes auch die Zukunftskonzepte betrachtet werden. Neben der hauptamtlichen Fachkraft für Naturschutz, der Kreisheimatpfleger, ein Steinmetz und kommunaler Vertreter, wird auch ein kirchlicher Vertreter mit bewerten.
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