Sparkasse Günzburg-Krumbach zieht Bilanz: Gutes Wachstum im Kundengeschäft

Der Sparkassenvorstand zieht eine positive Bilanz

Wirtschaftskrise im Rekordtempo überwunden
Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft ist im Jahr 2010 einen großen Schritt vorangekommen. Dank höherer Exporte, Investitionen und Konsumausgaben stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,6 Prozent. Dies ist das höchste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung. Ein Großteil des 2009 erlittenen historischen Einbruchs von 4,7 Prozent wurde damit wieder aufgeholt. Die Erholung ist schneller und kräftiger eingetreten als noch vor Jahresfrist erwartet worden war.

Der rasante konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wurde vor allem von Exporten und Investitionen getragen. Unterstützt durch den von vielen staatlichen Konjunkturprogrammen flankierten Aufschwung der Weltwirtschaft wuchsen die Ausfuhren im Berichtsjahr um 14,2 Prozent.

In der zweiten Jahreshälfte haben sich die Wachstumskräfte zusehends zur Binnenwirtschaft verschoben. Die Exporterfolge zogen höhere Investitionen der Unternehmen nach sich, die 9,4 Prozent mehr in neue Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungsgüter steckten und ihre Ausgaben für Baumaßnahmen um 2,8 Prozent steigerten. Sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Löhne kurbelten außerdem den privaten Konsum an, der um 0,5 Prozent zulegte und damit zur dritten Säule des Aufschwungs wurde.

Eine Stütze der im Jahresverlauf gestiegenen Konsumfreude war mit Sicherheit die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Mit 40,5 Millionen Erwerbstätigen waren 2010 so viele Menschen in der deutschen Wirtschaft tätig wie noch nie zuvor. Auch die monatlichen Nettoverdienste je Arbeitnehmer stiegen mit durchschnittlich 3,4 Prozent so stark, wie seit 17 Jahren nicht. Dank der besseren Konjunktur und wieder höheren Steuereinnahmen musste die Bundesregierung 2010 deutlich weniger Schulden aufnehmen als geplant. Die Nettokreditaufnahme lag bei 44 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte die Regierung 2010 mit neuen Schulden von über 80 Milliarden Euro gerechnet. Dennoch hat sich 2010 mit 3,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts das höchste Defizit des Gesamtstaates in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ergeben.

Spannungen im Euroraum
In vielen Industrieländern verläuft die Erholung dagegen bisher sehr zaghaft. Die Länder, die mit aus dem Ruder gelaufenen Immobilienmärkten und einer zu hohen privaten und/oder öffentlichen Verschuldung in die Krise geraten sind, leiden noch immer unter dem Bereinigungsprozess dieser strukturellen Lasten. Portugal, Irland, Italien, Spanien und vor allem Griechenland haben in unterschiedlicher Gewichtung und Zusammensetzung mit Problemen wie hohe Staatsverschuldung, geringe Wettbewerbsfähigkeit, maroden Bankensystemen und geplatzten Immobilienblasen zu kämpfen. Die an den Kapitalmärkten geforderten Risikoprämien für die Finanzierung dieser Länder sind 2010 deutlich gestiegen. Mit dem Aufspannen eines Rettungsschirms und der Entwicklung eines langfristigen Stützungsmechanismushaben die Krisenländer im Euroraum Solidarität erfahren. Auch die Europäische Zentralbank hat eingegriffen und zwischen Mai und Dezember für über 70 Milliarden Euro Staatsanleihen gekauft mit der Zielsetzung, die Funktionsfähigkeit der Märkte zu erhalten. „Trotz oder teilweise wegen dieser umfangreichen Maßnahmen haben auch unsere Kunden Inflationsängste und fürchten um die Stabilität des Euros und damit um den Wert ihres Vermögens. Der Euro ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte, von der Deutschland gerade in der Krise besonders profitiert hat. Allerdings bedarf es bei allen Euro-Staaten einer noch stringenteren Sparpolitik“ so Walter Pache.

Konjunktur in Schwaben im klaren Aufwärtstrend
Die Wirtschaft in Schwaben und damit auch im Landkreis Günzburg befand sich 2010 insgesamt auf klarem Erholungskurs. Impulsgeber war auch hier zunächst das Exportgeschäft. In der zweiten Jahreshälfte ist dann auch die Binnennachfrage zunehmend in Fahrt gekommen. Zusätzlich zur Industrie hat sich auch die Konjunktur in anderen Branchen positiv entwickelt, allen voran die unternehmensnahen Dienstleistungsfirmen und der Handel.
„Es ist schon eine positive Überraschung, dass sich die Konjunktur nach dem tiefen Einbruch im Krisenjahr 2009 so schnell erholt hat. Begünstigt wurde die Entwicklung im Landkreis Günzburg nicht zuletzt durch die Unternehmensstruktur. Wir haben hier überwiegend Familienbetriebe, die trotz teilweiser internationaler Tätigkeit hier fest verwurzelt sind und hauptsächlich von unserer Sparkasse und anderen regionalen Kreditinstituten begleitet und finanziert werden“ erläutert der Vorstandsvorsitzende Walter Pache. So habe die Sparkasse laut Pache auch ihren Beitrag zur Stabilisierung des Wirtschaftsklimas im Landkreis geleistet - vor allem als Hausbank des Mittelstands und des Handwerks.

Sparkasse weiter gewachsen
Vor dem Hintergrund deutlich verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen kann die Sparkasse Günzburg-Krumbach auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurückblicken, wie Walter Pache, zusammen mit seinen beiden Vorstandskollegen Uwe Leikert und Helmut Traut, bei der Präsentation der Bilanzzahlen für 2010 berichtet. „Wir haben unser Versprechen ‘Sparkasse. Gut für den Landkreis’ gelebt. Im Fokus all unseres Handelns stehen unsere Kunden mit ihren jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen. Das Geschäftsmodell Sparkasse hat sich in der Krise bewährt, es hat sich im Aufschwung bewährt und es wird sich auch in Zukunft unabhängig von konjunkturellen Schwankungen bewähren“, betont Pache.

Die Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 1.581 Mio. Euro gewachsen (im Vorjahr 1.545 Mio. Euro); das Geschäftsvolumen erreichte zum Jahresende einen Stand von 1.637 Mio. Euro (im Vorjahr 1.586 Mio. Euro). Das solide Wachstum wird gleichermaßen vom Einlagen und Kreditgeschäft getragen: Kundeneinlagen wuchsen um 3,1 Prozent und erreichten zum Bilanzstichtag ein Volumen von 1.297 Mio. Euro; das Kreditvolumen stieg um 3,5 Prozent auf 844 Mio. Euro. Als besonders stark erwiesen sich 2010 das Immobilien-, Bauspar- und Versicherungsgeschäft.

Das operative Ergebnis lag bei einem im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufigen Zinsüberschuss, der hauptsächlich durch die geringere Verzinsung der Eigenanlagen bedingt war, verbesserten ordentlichen Erträgen und gleichzeitig geringeren Personal- und Sachkosten leicht unter dem Vorjahresergebnis.

„Wir haben auch 2010 unsere maßgeblich auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik verfolgt. Dabei steht im Zentrum nicht das schnelle Einmalgeschäft oder eine kurzfristige Maximierung des Gewinns, sondern eine dauerhafte und verlässliche, auf die Bedürfnisse und Lebenslagen unserer Privat- und Firmenkunden ausgelegte Begleitung in allen Finanzangelegenheiten“, erklärt Sparkassenchef Walter Pache.

Die Sparkasse verfüge über ausreichend Eigenkapital und werde auch künftig die Region mit Krediten versorgen. „Trotzdem ist es auch für unsere Sparkasse eine enorme Herausforderung die neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III zu erfüllen. Zudem sollte hier viel stärker unterschieden werden zwischen stabilen Kreditinstituten und solchen, die durch ihre Größe oder Risikoneigung Stabilitätsrisiken auslösen können“ so der Vorstandsvorsitzende.

Erfreuliches Wachstum im Einlagengeschäft – Kurzfristige Anlagen bevorzugt
Das große Vertrauen der Kunden zur Sparkasse Günzburg-Krumbach spiegelt sich auch in der Entwicklung des Einlagengeschäfts wider. Trotz des anhaltend starken Wettbewerbs um Kundeneinlagen konnte die Sparkasse erneut ein erfreuliches Wachstum in dieser Geschäftssparte erzielen.

Die Wahl der Kunden fiel bevorzugt auf sichere Anlagen mit kurzen Laufzeiten. „In Erwartung steigender Zinsen waren unsere Kunden vielfach nicht bereit, sich längerfristig zu binden“, erläutert Vorstandsmitglied Uwe Leikert, der bei der Sparkasse für das Kundengeschäft zuständig ist. Gefragt waren daher in erster Linie Anlagen auf Geldmarktkonten, Termineinlagen und das Aktivsparen. Diese kurzfristigen und flexiblen Anlageformen profitierten wie schon im Vorjahr von teilweise massiven Umschichtungen aus Eigenemissionen der Sparkasse, deren Bestand deutlich abgebaut wurde. So wurden zum Beispiel zur Rückzahlung fällige Sparkassenbriefe mit längeren Laufzeiten vorwiegend kurzfristig angelegt oder als Zwischenanlage auf dem Termingeld- oder Geldmarktkonto „geparkt“.

Aber auch der Trend zum regelmäßigen Sparen setzte sich 2010 fort, was sich besonders beim Sparvertrag S-flexibel eindruckvoll zeigte. Allein in dieser Sparform wurden 6,6 Mio. Euro neu angelegt, womit das Sparergebnis des Vorjahres um mehr als die Hälfte übertroffen wurde. Insgesamt verzeichneten die Spareinlagen einen Zuwachs von 39,1 Mio. Euro oder 11,9 Prozent auf 367 Mio. Euro.

„Dieses Ergebnis zeigt sehr deutlich den Vertrauensbonus, den die Sparkasse bei ihren Kunden genießt. Die Sicherheit und Seriosität einer Anlage zählt doch mehr, als ein vielleicht verlockender höherer Zinssatz mit oft nicht kalkulierbaren Risiken“, erläutert Uwe Leikert. In der Kundenberatung praktiziert die Sparkasse schon seit einigen Jahren den ganzheitlichen Ansatz nach dem Sparkassen-Finanzkonzept. Im Rahmen eines umfassenden Finanzchecks, der auch die jeweilige Lebenssituation und individuelle Vorsorgeaspekte berücksichtigt, werden der konkrete Bedarf des Kunden ermittelt und darauf basierend dann entsprechende Vorschläge unterbreitet. „Dieses Vorgehen hat sich bewährt. Qualifizierte Beratung gehört für uns zum Geschäft. Der persönliche Kontakt und die Ortsnähe sind wichtige Kriterien, die uns als regionale Sparkasse von Internetbanken unterscheidet“, bekräftigt Leikert.

Insgesamt sind die bilanzwirksamen Einlagen von Kunden im Berichtsjahr um 38,5 Mio. Euro oder 3,1 Prozent gewachsen und erreichten zum Jahresende ein Volumen von 1.296,6 Mio. Euro.

Börsen im Zeichen des Aufschwungs
Der einsetzende Wirtschaftsaufschwung hat im Jahr 2010 auch die Entwicklung an den Börsen maßgeblich beeinflusst und Deutschlands Aktienindex DAX ein deutliches Plus von rund 16 Prozent beschert. Nach einem zunächst schwachen Start kam der Leitindex im zunehmenden Jahresverlauf in Fahrt und überwand im Dezember seit mehr als zweieinhalb Jahren erstmals wieder die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten. Zum Jahresende schloss der DAX mit 6.914,19 Punkten und hat damit die Erwartungen der Anleger klar übertroffen.
An den internationalen Rentenmärkten war die europäische Staatsschuldenkrise das beherrschende Thema im vergangenen Jahr. Einer nachlassenden Risikobereitschaft der Anleger stand über weite Strecken eine hohe Nachfrage nach sicher geltenden deutschen und amerikanischen Staatspapieren gegenüber.

Trotz der nach wie vor nicht voll ausgestandenen Finanzkrise, die sich 2010 von der Bankenkrise zu einer Euro-Krise der so genannten PIIGS-Staaten entwickelte, stiegen die Wertpapierumsätze von Kunden um 21,1 Prozent. In dieser Umsatzentwicklung spiegelt sich das Marktgeschehen wider: In schwierigen Börsensituationen wird viel häufiger gekauft und verkauft und umgeschichtet als sonst. Bei vielen Anlegern fehlt aufgrund der erlittenen schmerzlichen Verluste im Zuge der Finanzkrise noch das Vertrauen. Dies gilt in erster Linie für die Investmentsparer, bei denen die Wertpapierverkäufe deutlich überwogen. Etwas mutiger zeigten sich lediglich wieder die Aktienanleger, die durch den konjunkturellen Aufschwung von steigenden Kursen profitierten. Die Nettowertpapierersparnis, das sind Wertpapierkäufe abzüglich Wertpapierverkäufe, blieb jedoch mit 4,3 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis.

Der Gesamtbetrag der verwalteten Kundengelder – das sind bilanzwirksame Anlagen bei der Sparkasse sowie Wertpapieranlagen – belief sich zum Jahresende auf 1.605,8 Mio. Euro. Dies bedeutet ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 56,2 Mio. Euro oder 3,6 Prozent.

Riester-Sparplan nur noch für Kunden aus dem Landkreis Günzburg
Altersvorsorge ist eines der Themen, das viele Bürger auch emotional berührt und dem nach wie vor eine große Bedeutung beigemessen wird. Deshalb bietet die Sparkasse schon seit Jahren mit dem S-VorsorgePlus einen eigenen, recht attraktiven Riester-Sparplan an. Nachdem sie bei den bundesweit durchgeführten Vergleichstests des Verbrauchermagazins Finanztest drei mal in Folge Platz 1 belegte, sah sie sich einem Ansturm von Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet ausgesetzt. „Da der Riester-Sparplan S-VorsorgePlus ein schwieriges und erklärungsbedürftiges Produkt ist, verursacht er einen relativ hohen Verwaltungsaufwand. Dies hat uns letztlich dazu bewogen, dieses Produkt ab 1. Juli 2010 nur noch für unsere Kunden im Landkreis Günzburg anzubieten“, erklärt Uwe Leikert. Zum Bilanzstichtag führte die Sparkasse 23.729 Riester-Sparverträge (im Vorjahr 20.633) mit einem Sparvolumen von 73,5 Mio. Euro.

Daneben ist das Interesse der Kunden für den im November 2008 eingeführten Bausparvertrag mit Riester-Förderung kräftig gestiegen. Der „LBS-Wohn-Riester“ richtet sich an Kunden, die einen konkreten Immobilienwunsch haben, den sie sich kurz- oder mittelfristig erfüllen wollen. Zum Jahresende verwaltete die Sparkasse 1.337 Wohn-Riester-Verträge (im Vorjahr 756) mit einer Bausparsumme in Höhe von rund 53 Mio. Euro (2009: 28,7 Mio. Euro). „Wir bieten unseren Kunden das gesamte Spektrum der Altersvorsorgeberatung, das auch Versicherungen mit einschließt“, erklärt Vorstandsmitglied Uwe Leikert. Deshalb habe die Sparkasse im Jahr 2010 begonnen, einige Mitarbeiter zu speziellen Vorsorgeberatern auszubilden.



Rekordergebnis beim Bausparen
Eine feste Größe im Bereich der regelmäßigen Sparleistungen ist traditionell das Bausparen. Mitentscheidend dafür, dass sich 2010 so viele Kunden für den Abschluss eines neuen Bausparvertrags entschlossen haben, waren nicht zuletzt die attraktiven Zinsen in der Ansparphase und der nach der Finanzkrise wieder gewachsene Wunsch nach privatem Wohneigentum. Aber Bausparverträge bieten auch eine Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit des Bauspardarlehens, was in Zeiten wieder steigender Zinssätze ein klarer Vorteil ist.

So konnte die Sparkasse im Jahr 2010 das Vermittlungsgeschäft für die LBS Bayerische Landesbausparkasse erfolgreich fortsetzen und mit einem vermittelten Bausparvolumen von 89,3 Mio. Euro das bisher beste Bausparergebnis aller Zeiten erzielen. Dies entspricht einer Steigerung um 27,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2.791 neue Bausparverträge (im Vorjahr 2.435) abgeschlossen. Gemessen an ihrer Größe belegt die Sparkasse Günzburg-Krumbach erneut Platz 1 im vermittelten Neugeschäft für die LBS unter den 73 bayerischen Sparkassen – und dies zum dritten Mal in Folge!

Im Versicherungsgeschäft arbeitet die Sparkasse traditionell eng mit der Versicherungskammer Bayern zusammen. Das Vermittlungsgeschäft für diesen Verbundpartner gestaltete sich auch 2010 recht erfolgreich. Das Volumen der neu abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge lag mit 24,2 Mio. Euro um 5,4 Mio. Euro über dem entsprechenden Vorjahreswert. Mit 5.281 Neuabschlüssen im Sachversicherungsgeschäft konnte die Sparkasse das Vorjahresergebnis erneut übertreffen und die bisher höchste Abschlussquote erreichen. Maßgeblichen Anteil hieran hatten die Vermittlungen von Rechtschutzversicherungen und Zusatzkrankenversicherungen.

Kreditgeschäft mit Firmenkunden im Zeichen des Aufschwungs
Der konjunkturelle Aufwärtstrend im Landkreis Günzburg und die gute Stimmung in der regionalen Wirtschaft veranlasste viele Unternehmen, ihre Investitionstätigkeit auszudehnen. Dies belebte das Kreditgeschäft der Sparkasse, das somit zur zweiten Säule des Wachstums im Geschäftsjahr 2010 wurde.
Allein an Unternehmen und Selbständige konnte die Sparkasse im Berichtsjahr 96 Mio. Euro Finanzierungsmittel neu zusagen. Gegenüber dem im Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 61,8 Prozent! „Angesichts dieser Zahlen kann bei unserer Sparkasse von keiner Kreditklemme gesprochen werden“, betont Sparkassendirektor Helmut Traut, kein sinnvolles Investitionsprojekt in der Region sei an der fehlenden Finanzierung durch die Sparkasse gescheitert.

Die Nachfrage konzentrierte sich dabei auf längerfristige Finanzierungsmittel für Investitionen zur Ersatzbeschaffung, zur Rationalisierung und Effizienzsteigerung sowie für energetische Maßnahmen. Bauliche Investitionen und Erweiterungsinvestitionen fehlten dagegen weitgehend.

Allerdings wurden nicht alle Unternehmen gleichermaßen von der wirtschaftlichen Erholung erfasst. „Manche Unternehmen stellten die Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs in Frage und hielten sich mit Investitionen zurück oder befanden sich gerade im beginnenden Aufschwung in einer schwierigen Phase, so dass hier die Sparkasse als verlässlicher Partner gefordert war. Einige Unternehmen verfügen durch gute Absatz- und Ertragszahlen über ausreichend liquide Mittel, so dass sie überhaupt nicht auf Bankkredite oder Fremdfinanzierungen angewiesen sind“, stellt Helmut Traut fest. Dies führte zu einer kräftigen Ausweitung der täglich fälligen Gelder bei der Sparkasse, da auf den Firmenkonten teilweise hohe Guthaben vorhanden waren.

Die Ausweitung des Kreditvolumens ist für die Sparkasse auch ein klares Bekenntnis zum Mittelstand in der Region. „Wir sehen es als eine unserer zentralsten Aufgaben an, für die mittelständische Wirtschaft ein leistungsfähiger und verlässlicher Partner zu sein – und das in jeder Konjunkturphase“, betont Sparkassendirektor Helmut Traut.

Das gilt auch für die 20 Existenzgründer, die mit Hilfe der Sparkasse 2010 den Schritt in die Selbständigkeit wagten (im Vorjahr 27). Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt nach wie vor bei den Neugründungen in der Dienstleistungsbranche. Der durchschnittliche Kapitalbedarf ist gegenüber dem Vorjahr um knapp 8 Prozent angestiegen. Mit den von der Sparkasse finanzierten Maßnahmen wurden insgesamt 56 Arbeitsplätze geschaffen.

Bei den Investitionen der Firmenkunden der Sparkasse wurde vielfach die flexible und das unternehmerische Eigenkapital schonende Finanzierungsalternative „Leasing“ eingesetzt. Die Summe der Leasing-Finanzierungen hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Sparkasse steht auch für Umweltbewusstsein und Klimaschutz
Viele Kredite und Darlehen, die die Sparkasse 2010 neu an Unternehmen und Private bewilligt hat, haben einen ökologischen Hintergrund: Es ging um Finanzierungsvorhaben für „erneuerbare Energien“, insbesondere für Photovoltaikanlagen und Biogasanlagen. Die Finanzierung solcher Projekte bildete einen bedeutenden Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2010. Dabei handelte es sich sowohl um Photovoltaikanlagen auf Dächern von Privathäusern als auch von verschiedenen Großanlagen, so genannten Solarparks. Bei diesen Vorhaben setzte die Sparkasse verstärkt auf die Einbindung öffentlicher Fördermittel. Außerdem konnte sie die hohe Beratungskompetenz ihrer Spezialisten in diesem Bereich zielgerichtet zum Einsatz bringen.
Auch für die Sparkasse als Investor haben Investitionen in erneuerbare Energien einen hohen Stellenwert, wie zum Beispiel die 2008 in Passivhaus-Bauweise errichtete neue Geschäftsstelle in Burgau, Photovoltaikanlagen auf den Dächern von vier Sparkassen-Geschäftsstellen im Landkreis oder Energie einsparende Maßnahmen bei aktuell in 2011 anstehenden Renovierungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen bei der Sparkassengeschäftsstelle in Krumbach. „Zieht man all diese Kriterien in Betracht, könnte man unsere Sparkasse im Landkreis gut und gerne als ‘Energie- bzw. Umweltsparkasse’ bezeichnen“, meint Sparkassendirektor Helmut Traut.

Kräftige Ausweitung bei Wohnbaufinanzierungen
Das Privatkundengeschäft der Sparkasse wird traditionell von den Finanzierungen „rund ums Haus“ geprägt, also von der Nachfrage nach Finanzierungsmitteln für den privaten Wohnungsbau. Die Unsicherheiten der Jahre 2008 und 2009 sowie die historisch niedrigen Zinsen haben im Berichtsjahr 2010 zahlreiche Kunden dazu angeregt, auf das Thema Immobilie zu setzen. „Wohneigentum wird als wertstabile und inflationssichere Investition angesehen“, meint Sparkassendirektor Helmut Traut. Außerdem zähle Wohneigentum zu den bevorzugten Möglichkeiten der Altersvorsorge. Die Neubewilligungen bei den Immobilienfinanzierungen erreichten mit 74 Mio. Euro (im Vorjahr 57 Mio. Euro) einen neuen Spitzenwert. Dies entspricht einer Steigerung um 29,9 Prozent!

Verwendet wurden die Gelder vorrangig für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, meist unter energetischen Gesichtspunkten, wovon das regionale Bauhandwerk stark profitierte, aber auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien und für Neubauvorhaben. Gerade die Neubautätigkeit hat 2010 deutlich zugenommen.

Weniger stark ausgeprägt war 2010 die Finanzierung von privaten Konsumausgaben. Während 2009 vor allem die „Abwrackprämie“ den Verkauf von Neuwagen begünstigte, fehlten im Berichtsjahr entsprechende Impulse. Die Konsumfinanzierungen der Sparkasse lagen sowohl nach der Stückzahl als auch nach dem Finanzierungsvolumen um 6,3 Prozent bzw. 4,5 Prozent unter den vergleichbaren Vorjahreswerten.

Kreditbestand bei kommunalen Kunden stabil
Da sich auch die Kommunen im Landkreis Günzburg zu einer sparsamen Haushaltsführung verpflichtet haben konnte der Kreditbestand „öffentliche Haushalte“ kaum ausgeweitet werden. Trotz Tilgungen hat sich der Gesamtbestand der Kredite an Kommunen auf dem Vorjahresniveau stabilisiert.

Gesamtkreditvolumen ausgeweitet
Insgesamt konnte die Sparkasse ihren Kunden im Berichtsjahr 188,8 Mio. Euro (im Vorjahr 148,1 Mio. Euro) an Krediten und Darlehen neu zusagen. Unter Berücksichtigung von Tilgungsrückflüssen und Sondertilgungen – Unternehmen verfügten teilweise über hohe Volumen von liquiden Mitteln – wuchs der Gesamtbestand der Forderungen an Kunden um 28,4 Mio. Euro oder 3,5 Prozent auf 844,3 Mio. Euro.

Hervorragendes Immobilien-Vermittlungsgeschäft
Die Sorgen über die Stabilität unserer Währung und das positive Wirtschaftsumfeld haben im Jahr 2010 die Nachfrage nach Immobilien kräftig angekurbelt. Aufgrund der Erfahrungen durch die Finanzkrise haben auch Kapitalanleger den Immobilienmarkt als Geldanlagemöglichkeit wieder entdeckt. Unter diesen Marktgegebenheiten entwickelte sich 2010 als „Superjahr“ für das Immobilienvermittlungsgeschäft der Sparkasse. Sie konnte die sich bietenden Chancen optimal nutzen und das Courtage-Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um fast 31 Prozent steigern. Die Sparkasse liegt damit deutlich über dem durchschnittlichen Zuwachs aller bayerischen Vermittlungsstellen von 18,84 Prozent und belegt mit diesem herausragenden Ergebnis Platz eins in Schwaben und – in Relation zu ihrer Größe – Platz 8 unter den insgesamt 73 bayerischen Sparkassen (im Vorjahr Platz 10). „Darüber hinaus konnten wir Marktanteile hinzugewinnen und unsere Stellung als größter Makler im Landkreis weiter ausbauen“, resümiert Vorstandsmitglied Helmut Traut.

Gefragt waren bei Kapitalanlegern hauptsächlich Reihenhäuser sowie Seniorenwohnungen bzw. altersgerechtes Wohnungen. Bei Eigennutzern standen in erster Linie Neubauobjekte von Einfamilienhäusern im Vordergrund.
Die steigende Nachfrage nach Wohnimmobilien führt bei einem insgesamt begrenzten Angebot vielfach zu steigenden Preisen, was wiederum Kapitalanlegern eine interessante Perspektive bietet.

Mit insgesamt 201 verkauften Objekten konnte das Vorjahresergebnis um über 70 Prozent übertroffen werden!

Ertragslage
Der Zinsüberschuss der Sparkasse, die wichtigste Kompo­nente auf der Einnahmenseite, konnte in Relation zur Durch­schnittsbilanzsumme nicht ganz auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Gründe hierfür waren der höhere Zinsaufwand, ein etwas geringer Zinsertrag sowie die Eigenanlangen. Hier spürten auch wir die veränderte Zinsstruktur. Bisher höherverzinsliche Anlagen konnten nur zu wesentlich niedrigeren Zinssätzen verlängert werden. Der gestiegene Provi­sionsüberschuss glich jedoch erfreulicherweise die im Zinsüberschuss entstandene Lücke teilweise aus. Auch auf der Ausgabenseite konnte durch ein stringentes und konsequentes Kostenmanagement ein Anstieg der Betriebsausgaben erneut eingedämmt werden. Dabei ist es ge­lungen, bei den Sachkosten – wieder in Relation zur DBS - gegenüber dem Vorjahr nochmals Einsparun­gen zu realisieren, dies hat sich auch bei den Personalkosten fortgesetzt. Per Saldo bleibt ein Betriebsergebnis vor Bewertung von rund 16 Mio. Euro
(0,97 % der Durchschnittsbilanzsumme. Im Vorjahr waren es rund 16,2 Mio. € bzw. 1,03 % der DBS.

„Im Hinblick auf die gegenwärtige Zinssituation ist dies ein solides Ergebnis, mit dem wir zu­frieden sein können“, resümiert Sparkassenchef Walter Pache.

Verbessert hat sich infolge der wirtschaftlichen Erholung in unserer Region die Risikosituation im Kreditge­schäft. Hier konnte die Risikovorsorge im Vergleich zum Vorjahr wesentlich reduziert werden. Befürchtungen, im Nachlauf zur Krise käme es zu erhöhten Kreditausfällen, habe sich damit nicht bestätigt. Der schnelle Aufschwung auch in unserer Region hat dies verhindert.
Der verbleibende Jahresüberschuss wird wieder das Vorjahresergebnis erreichen und damit eine angemessene Dotierung des Eigenkapitals ermöglichen. Damit schafft die Sparkasse die Voraussetzungen für künftiges Wachs­tum und ist sowohl für unvorhergesehene Risiken also auch für die neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) gut ge­rüstet.





Sparkasse Günzburg-Krumbach – Mehr als ein Finanzdienstleister
Das insgesamt gute Geschäftsergebnis schafft die Grundlage, dass die Sparkasse auch künftig ihr nachhalti­ges Engagement für die Menschen im Landkreis Günz­burg fortsetzen kann. „Das pure Streben nach Rendite und Profit war und ist niemals unser Ziel. Daher haben wir unsere Geschäftstrategie überarbeitet und genau diese Punkte wie Nachhaltigkeit, langfristige Kundenbindung und Kundenzufriedenheit noch genauer definiert und eindeutig und klar in den Mittelpunkt unseres wirt­schaftlichen Handelns gestellt. Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, dass wir nicht bei jedem Konkurrenzangebot auf dem Markt mithalten. Wir sind ein Qualitätsanbieter und kein Preisanbieter“, betont Walter Pache

Um ganz individuell auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können, hat die Sparkasse im vergangen Herbst die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Günzburg-Krumbach ins Leben gerufen. Mit dieser Plattform können Kunden, die etwas für das Gemeinwohl tun wollen, eine eigene Stiftung, auf Wunsch auch auf ihren eigenen Namen gründen. „Auch wenn diese Art der Geldanlage nur für wenige Kunden in Frage kommt, freuen wir uns, dass bereits zwei solcher Kundenstiftungen gegründet worden sind“, so Vorstandsvorsitzender Walter Pache.

Die Sparkasse Günzburg-Krumbach sieht ihre Aufgabe in ihrem Geschäftsgebiet nicht nur auf ihre Funktion als moderner und leistungsstarker Finanzdienstleister beschränkt. Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist die Sparkasse dem Gemeinwohl verpflichtet. Mit breit angelegten Spen­den- und Sponsoringmaßnahmen unterstützt sie soziale, karitative, kulturelle und sportliche Institutionen, Organisa­tionen und Vereine im Landkreis Günzburg. Im vergange­nen Jahr umfassten diese Spenden und Unterstützungs­maßnahmen ein Volumen von über 322.000 Euro – ein beacht­licher Betrag, der in der Region erwirtschaftet wurde und der Region wieder zugute kommt.

Die Sparkasse ist ferner mit über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Günzburg. Sie ist ebenfalls ein großer Ausbildungsbetrieb und beschäftigt derzeit 38 Auszubil­dende. Im letzten Jahr wurden wieder 12 neue Auszubil­dende eingestellt. Für ihre familienbewusste Personalpolitik erhielt die Sparkasse im Jahr 2010 das Zertifikat „audit beruf und familie“ der Hertie-Stiftung.

Die Sparkasse ist außerdem ein bedeutender Steuerzah­ler für die Kommunen – allein in 2010 wurden über 2,6 Mio. Euro an Körperschaft- und Gewerbesteuern gezahlt. Außerdem ist sie mit ihren Investitionen ein wichtiger Auf­traggeber für die heimischen Firmen.

In vielfältiger Weise steht die Sparkasse mit den Men­schen in der Region in Kontakt und ermöglicht ihnen den Zugang zu qualitativ hochwertigen Finanzdienstleistungen an Standorten, für die sich andere Banken aus Rendite­überlegungen nie interessieren würden. Dennoch gewinnen die modernen Medien wie das Internet oder Banking über Smartphones immer mehr an Bedeutung. Daher steht die Sparkasse auch den sogenannten „Social Media“-Maßnahmen aufgeschlossen gegenüber und ist seit September 2010 mit einer eigenen Seite bei „Facebook“ vertreten. Der Kunde kann jedoch frei wählen, wie er mit der Sparkasse in Kontakt treten, oder wie er welche Geschäft mit „seiner“ Sparkasse erledigen möchte. Gerade deswegen wissen die Kunden den Wert ihrer Sparkasse für die Region zu schätzen.
Die Sparkasse Günzburg-Krumbach bedankt sich bei allen Kunden für das im Jahr 2010 entgegengebrachte Ver­trauen und die Treue zur Sparkasse.

10 Jahre Sparkasse Günzburg-Krumbach

Am 1. Juli 2011 kann die Sparkasse ein kleines Jubiläum feiern. An diesem Tag jährt sich zum Zehnten Mal die Fusion der beiden ehemals selbständigen Kreis- und Stadtsparkassen Günzburg und Krumbach zur Sparkasse Günzburg-Krumbach. „Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass sich diese Fusion für alle Beteiligten gelohnt hat. Auch wenn dies mit rein betriebswirtschaftlichen Zahlen nicht belegt werden kann, da keiner weiß, wie sich die beiden Institute getrennt entwickelt hätten“, so Walter Pache. Jedoch war dies eine gute und sinnvolle Entscheidung innerhalb eines Landkreises als eine Sparkasse aufzutreten. Aufgrund der immer umfangreicheren gesetzlichen Bestimmungen im Hinblick auf Verbraucherschutz, Eigenkapitalausstattung und der zahlreichen Mindestanforderungen an Kreditinstitute, wäre es aus heutiger Sicht nahezu unmöglich zwei getrennte Sparkassen in einem Landkreis zu betreiben, waren sich die beiden damaligen Chefs Walter Pache, aus Günzburger und Uwe Leikert aus Krumbacher Sicht, einig.
Auch für die kommunalen Träger hat sich die Sparkassenfusion gelohnt, was die Gewerbesteuerzahlungen seit der Fusion belegen. Von 2001 bis 2010 flossen insgesamt 13 Mio. Euro und die Kommunen im Landkreis.

Ausblick 2011

Für das Jahr 2011 rechnen führende Experten vom Sachverständigenrat, der Bundesbank und den Wirtschaftsinstituten nicht mehr mit einem so rasanten Anstieg der deutschen Volkswirtschaft. Nach der Steigerung von 3,6 % in 2010 gehen die Experten für 2011 von einem Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von rund 2,1 % aus. Allerdings wird befürchtet, dass dieses Wachstum teilweise zu Lasten der Preisstabilität geht. Hier wird von einer Steigerung bei den Verbraucherpreisen von 1,9 % ausgegangen, im Vergleich zu 2010 war es nur 1,1 %. Inwieweit die verheerende Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan mit schwerwiegenden Folgen auf die Atomindustrie, Einfluss auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abgeschätzt werden.

Sollte sich – wie erwartet – der wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2011 fortsetzen, wird davon auch die Wirtschaft im Landkreis Günzburg profitieren. „Unsere gute Eigenkapitalausstattung und stabile Entwicklung sind eine ausgezeichnete Grundlage dafür, unsere Firmen und Privatkunden bei geplanten Investitionen als fairer Partner aktiv zu begleiten“, stellt Sparkassenchef Walter Pache fest.

Die Sparkassen haben sich schon immer, aber ganz besonders seit der Wirtschafts- und Fi­nanzmarktkrise als ein zentraler Stabilitätsanker des deut­schen Bankensystems erwiesen. Die Werte der Sparkas­sen – fair, menschlich, nah – haben in der Krise an Be­deutung und Anziehungskraft gewonnen und das Ver­trauen der Bürger zu den Sparkassen gestärkt.

Die Sparkasse Günzburg-Krumbach will dieses Vertrauen rechtfertigen und stellt die Menschen, die hier leben, wei­terhin in den Mittelpunkt ihres Handelns. Wir werden
un­seren Beitrag dazu leisten, dass unsere Kunden die Chancen, die ihnen der Markt bietet, auch ergreifen kön­nen.

Für das Jahr 2011 strebt die Sparkasse ein moderates Wachstum in allen Geschäftsfeldern an. In der Kundenbe­ratung steht weiterhin bei allen Kundengruppen die ganzheitliche Kundenberatung nach dem S-Finanzkonzept im Vordergrund, die sich bereits in der Ver­gangenheit bestens bewährt hat. Im Rahmen eines per­sönlichen Finanzchecks wird die individuelle Finanzsitua­tion des Kunden durchleuchtet und – abgestellt auf sein jeweiliges Anlageziel – das passende Anlageprodukt aus­gesucht.

„Für uns steht diese hochwertige und qualifizierte Kundenberatung immer schon im Mittelpunkt, daher legen wir stets sehr großen Wert auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter“, so Walter Pache. Neben der Ausbildung zum Bankkaufmann bietet die Sparkasse ihren über 120 Beraterinnen und Beratern vielschichtige und individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten an. Vom Sparkassenfach- und -betriebswirt über den Bachelor oder den Diplom- Bankbetriebswirt bis hin zum Master stehen den Mitarbeitern nahezu alle Qualifizierungsmöglichkeiten offen. „Warum jedoch vom Gesetzgeber vorgesehen ist, dass künftig pauschal alle Berater bundesweit zentral registriert werden sollen, ist gerade gegenüber unseren gut ausgebildeten Mitarbeitern sehr schwierig zu vermitteln“, so Walter Pache.

Darüber hinaus soll nach den Vorstellungen des Verbrau­cherministeriums ein brancheneinheitlicher „Beipackzettel“ zum 1.Juli 2011 eingeführt werden, aus dem die wesentlichen Produkt­merkmale sowie insbesondere die Risiken des Produkts deutlich werden. Schon bisher ist es uns erklärtes Zielset­zung ein besonders hohes Qualitätsniveau in der Be­ratung sicherzustellen. Jedoch wird hier aus dem Verbraucherschutz oft eine Verbraucherbevormundung.
Um das hohe Qualitätsniveau auch messbar zu machen, wird die Sparkasse neben Testkäufen auch ihre Kunden regelmäßig zu deren Zufriedenheit befragen. „Jedoch bedarf es hier keinem zusätzlichen staatlichen verordneten Bürokratismus. Hier bekommen unsere Kunden Beratungsprotokolle aufgedrängt, die nicht zu mehr Klarheit und Übersichtlichkeit führen. Wir sind selbst an einer Qualitätsmessung unserer Beratung interessiert sind“, so Sparkassenchef Walter Pache, und sehen daher den Einsatzes von„verdeckten Ermittlern“ wie er aus Sicht der Verbraucherschutzes geplant ist, für nicht notwendig an.“

An der geschäftspolitischen Ausrichtung der Sparkasse wird sich nichts ändern. „Wir werden weiter versuchen, im Vertrieb die sich bietenden Ertragspotenziale zu nutzen und an unserem stringenten Kostenmanagement festhal­ten, um den Bestand unserer Sparkasse nachhaltig zu sichern“, erläutert Pache.

Die Nähe der Sparkasse zu ihren Kunden ist der Spar­kasse sehr wichtig. Daher wird sie ihre Finanzdienstleis­tungen sowohl in den Geschäftsstellen und KompetenzCentern flächendeckend im ganzen Landkreis anbieten als auch alle Möglichkeiten des Internet-Bankings offensiv anbieten. Um die Nähe zum Kunden noch mehr zu verbessern hat die Sparkasse zum Beginn des Jahres ihre Geschäftsstellen in 8 Teilmärkte gegliedert. Dadurch sind noch schnellere und kürze Entscheidungswege zum Vorteil des Kunden gewährleistet.
Daneben werden in dem intern angelegten Projekt „Sparkasse 2012“ alle wichtigen Prozesse untersucht. „Auch hier steht der Kunde ganz klar im Mittelpunkt unseres Handelns“, so Walter Pache, „Der Kunde soll von schlankeren Prozessen, weniger Kontrollen und dem Abbau von Formalitäten profitieren, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zulässig ist, betont Pache.

Im Bewusstsein, dass die Kreditwirtschaft in 2011 von vielen Unwägbarkeiten begleitet werden wird, blickt der Vorstand dennoch mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. „Die Sparkasse wird sich auch künftig an den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft in unserer Region ausrichten und ein verlässlicher und stabiler Partner sein. Diese Geschäfts­philosophie hat unsere Sparkasse seit über 176 Jahren erfolg­reich gemacht.
Und daran wollen wir auch in Zukunft fest­halten“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Walter Pache.

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