Tag des offenen Denkmals

Auch die Friedenskapelle in Waldheim ist am Tag des offenen Denkmals von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
Am Sonntag, 14. September, können beim „Tag des offenen Denkmals“, der dieses Jahr unter dem Motto „Farbe“ steht, wieder Baudenkmäler unserer Heimat besichtigt und „erlebt“ werden - und zwar in Autenried, Günzburg, Ichenhausen, Stoffenried, Thannhausen, Ursberg und Waldheim.

Im Autenrieder Schloss ist das Ikonenmuseum von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Es ist das größte Museum dieser Art außerhalb orthodoxer Länder. In der Dauerausstellung erwarten die Besucher eine Auswahl der rund 2.000 Ikonen, Metallarbeiten, Holzschnitzereien, Elfenbeine, Stickereien und kirchliche Gewänder, die einen Eindruck von ostkirchlicher Kunst vermitteln.

Auch im Heimatsmuseum der Stadt Günzburg sind einige Aktionen geplant:
Um 10 Uhr stellt der Custos des Heimatmuseums, Rudolf Kombosch, an einigen Bauernschränken des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts die regionalen Besonderheiten von Ornamentik und Farbigkeit vor.
Um 11 Uhr beschäftigen sich Fachleute mit dem Thema „Farbe am Baudenkmal - der richtige Weg zur Entscheidung“. Es wird aufgezeigt, welche fachlich begründeten Argumente für die Wahl einer Farbentscheidung entscheidend sind, wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht oder sich in denkmalgeschützter Umgebung befindet.

In der Frauenkirche Günzburg erklärt Siegfried Ranz, Vorstand des Vereins zur Förderung der Frauenkirche, zuerst die im Chorgewölbe vorhandenen Fresken, in denen die „Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes“ bildnerisch festgehalten sind. Die anschließende Begehung des ansonsten nicht zugänglichen Chorumgangs ermöglicht auch die Betrachtung der dort dargestellten mariologischen Sinnbilder, die vom Fußboden des Chores aus nicht sichtbar sind (14 Uhr und 14:45 Uhr).

In der Katholischen Kirche im Bezirkskrankenhaus Günzburg (Zugang Reisensburger Straße) erläutert der Restaurator Richard Rau am Beispiel des gereinigten, konsolidierten und farbretuschierten Deckenfreskos die Geschichte, Technik und Vorgehensweise einer Freskomalerei ( 15 Uhr und 16 Uhr).

Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist von 13:30 bis 17 Uhr geöffnet mit Kurzvorträgen jeweils um 14, 15 und 16 Uhr. Außerdem wird die sog. Tonbildschau gezeigt und die Mikwe (rituelles Tauchbad) kann besichtigt werden. Die Archivarin der Stadt Ichenhausen, Frau Dr. Madel-Böhringer, bietet von 14 bis 15 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof an (Treffpunkt ist der Parkplatz bei der Freizeit- und Minigolfanlage am südlichen Stadtrand von Ichenhausen).

Die historische mechanische Werkstatt „Zum Alten Mayr“ in Ichenhausen öffnet am Tag des offenen Denkmals von 11 Uhr bis 16 Uhr seine Pforten. Passend zum Motto „Farbe“ wird es eine Fotoausstellung der mechanischen Werkstatt geben. Dabei wird die Werkstatt in unterschiedlichen Farben und im Spiel mit Licht und Schatten fotografisch dargestellt.

Die Kreisheimatstube in Stoffenried, bestehend aus einer „Sölde“, einem „Pfründhäusel“, einer Seilerbahn, dem sog. „Baders Stüble“ und dem Bauernhof „Beim Neher-Bader“, in dem auch die Historische Hausbrauerei untergebracht ist, gewährt von 14 bis 17 Uhr Einblicke in fast vergessene regionale Traditionen.
Außerdem kann die Sonderausstellung „Das Bauernjahr in Bildern“ mit Gemälden von Alfred Weindl aus Behlingen besichtigt werden. Zu sehen sind zwanzig sehr unterschiedliche Aquarell- und Ölgemälde mit Szenen aus dem bäuerlichen Arbeitsleben, die einen lebendigen Eindruck von der mühevollen Arbeit im vorigen Jahrhundert geben.

Die Stadionkapelle in Thannhausen ist von 13.00 – 17.00 Uhr zu besichtigen. Mitglieder des Heimatvereins Thannhausen werden die Fragen interessierter Besucher beantworten.

Auch das Klostermuseum mit Bibliothek in Ursberg lädt von 13:30 bis 17 Uhr zu einer Besichtigung ein. Das Museum enthält u.a. Holzplastiken des französischen Meisters Ferdinand Dietz. Weitere Schwerpunkte sind: Schnitzwerke, Gemälde, Klosterarbeiten, Möbel, Graphiken, Krippenfiguren, Keramik, Textilien, Glas und Zinn. Die Bibliothek im Stil des Klassizismus ließ 1796 Abt Aloys Högg von einem noch unbekannten Meister einrichten.

Die Friedenskapelle in Waldheim (Gemeinde Kammeltal), die im Jahre 1970 durch engagierte Bürger aus Dankbarkeit für die Heimkehr, aber auch zum Gedenken an die in der Fremde gebliebenen Kameraden des Zweiten Weltkrieges errichtet wurde, öffnet an diesem Gedenktag von 14 bis 16 Uhr ihr schmiedeeisernes Doppeltor, damit die Besucher die großzügige künstlerische Innenraumgestaltung aus der Nähe bewundern können. Die Rundkapelle liegt auf einem ehemaligen Bombenabwurf- Gelände mit elf Meter hohen Beobachtungstürmen, von denen einer heute als Glockenturm dient. Mit dem Vorsitzenden des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Behlingen-Ried, Herrn Josef Miller, steht auch ein Ansprechpartner zur Verfügung, der Fragen zur Geschichte des Areals und der Entstehung des Mahnmals beantworten kann.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.tag-des-offenen-denkmals.de
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