Pfarrfest in Heilig Geist in Günzburg wird zur großen Hilfsaktion für Maria Ward in Nepal

Über das überwältigende Ergebnis der Spendenaktion von Heilig Geist für Maria Ward in Nepal freuen sich (von links): die Oberstudienrätinnen Marlies Fock und Ortrud Herold Lurz, Schwester Cosima Kiesner, Pfarrer Ulrich Däubler, Schulleiter Christian Hörtrich, Maria Ward Gefährtin Martha Kempfle sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Jahn
7500 Euro Erlöse gehen als Hilfe für die bei den Erdbeben zerstörten Schulen von Maria Ward nach Nepal!

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlugen die Organisatoren des Pfarrfestes von Heilig Geist in diesem Jahr.

Ein Fest sollte gefeiert werden, um die Freude und Verbundenheit am gemeinsamen Glauben zum Ausdruck zu bringen und in froher Runde auch außerhalb des Gottesdienstes Gemeinschaft zu pflegen.
Mit dem Erlös des Festes kann auch viel Gutes getan werden. Der Hilferuf, den die Maria Ward Schwestern aus Nepal nach den verheerenden Erdbeben schickten, machte die Entscheidung für die Mitglieder des Pfarrgemeinderates leicht: die kompletten Überschüsse des Festes wurden dem Wiederaufbau der bei der Naturkatastrophe in Nepal zerstörten Schulen der Congregatio Jesu von Maria Ward zur Verfügung gestellt.
Bildung für Mädchen und Buben aus allen Bevölkerungsklassen ist bei uns in Europa eine Selbstverständlichkeit. In Nepal ist Bildung für viele Menschen kaum erschwinglich und wenn überhaupt, dann im Wesentlichen nur für die männlichen Nachkommen einer Familie.
Die knapp 40 Schwestern von Maria Ward gründeten 1955 die erste Schule für Mädchen und intensivierten vor allem in den letzten 30 Jahren ihre Arbeit. Seitdem unterrichten sie an 5 Schulen Schülerinnen vor allem aus armen Familien, die sich einen Schulbesuch nicht leisten können. Die Mädchen nehmen weite Wege in Kauf (teilweise bis zu 2 Stunden zu Fuß) um zur Schule zu kommen. Viele sind so arm, dass sie in der Schule mit dem Mittagessen die einzige warme Mahlzeit am Tag erhalten. Die Schwestern ermöglichen mit Ihrer Arbeit den Schülerinnen nicht nur eine gute Grundbildung, sondern auch eine Weiterbildung, die mit international anerkannten Abschlüssen eine berufliche Perspektive für die Mädchen darstellt.
Die beiden massiven Erdbeben im Frühjahr haben ein Schulgebäude komplett zerstört und die restlichen so stark beschädigt, dass ein Betreten der Obergeschosse nicht mehr möglich ist. Nachdem die Schulen für 4 Wochen komplett geschlossen werden mussten, kann mittlerweile ein provisorischer Unterricht in den Erdgeschossen der noch bestehenden Gebäude stattfinden, damit die Schülerinnen der Abschlussklassen auf ihre anstehenden Prüfungen vorbereitet werden können. Die erschwerten Bedingungen beim Unterrichten sowie die durch die traumatisierenden Erlebnisse notwendige intensive psychische Nachbetreuung der Schülerinnen sind eine große Herausforderung für die Lehrerinnen.
Es werden dringend Gelder benötigt, um die bestehenden Gebäude soweit provisorisch in Stand zu setzen, dass der Unterricht auch während des in Kürze beginnenden Monsunregens stattfinden kann. Weitere Reparaturarbeiten und der Wiederaufbau der zerstörten Schule werden durch eine immense Preisexplosion bei den Baustoffen bedingt durch eine allgemeine Materialknappheit zusätzlich erschwert.
Um der Hilfsaktion für die Schulen von Maria Ward in Nepal noch mehr Nachdruck zu verleihen, hatte sich Pfarrer Ulrich Däubler bereit erklärt, die gesamte Kollekte des Festgottesdienstes dem Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wurde vom Pfarrbüro ein Spendenkonto eingerichtet.
Die rund um das Pfarrfest von Heilig Geist stattgefunden Spendenaktionen für den Wiederaufbau der bei den Erdbeben im Frühjahr zerstörten Schulen von Maria Ward in Nepal brachten einen überwältigenden Erfolg.
So konnten Pfarrer Ulrich Däubler und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Heilig Geist Claudia Jahn am Mittwoch bei einer kleinen Feierstunde einen Scheck in Höhe von 7500 € an Schwester Cosima Kiesner, Congregatio Jesu in Augsburg, überreichen. Diese für deutsche Verhältnisse schon recht ansehnliche Summe hat einen immensen Stellenwert in Nepal, wenn man bedenkt, dass dort das durchschnittliche Tageseinkommen eines Arbeiters 2 Euro beträgt. Schwester Cosima nahm sehr dankbar und gerührt den Scheck entgegen und freute sich, diese Hilfe ihren Mitschwestern direkt übermitteln zu können.
Der Direktor des Maria-Ward-Gymnasiums in Günzburg, Christian Hörtrich, lobte den Einsatz seiner beiden Lehrkräfte Ortrud Herold-Lurz und Marlies Fock, die zusammen mit ihren Schülerinnen einen Stand am Pfarrfest organisierten und dort mit dem Verkauf von selbstgekochter Marmelade und Basteleien den stolzen Betrag von 760 Euro zur Gesamtspende beisteuerten.
So ein Festtag kann nur unter Mithilfe ganz vieler engagierter Helfer gelingen: „Das Pfarrfest in Heilig Geist ist immer eine sehr schöne Veranstaltung. In diesem Jahr lag ein ganz besonderer Segen über der Feier und ihrer Bestimmung – das war an diesem Tag zu spüren. Wir danken allen, die dazu beigetragen haben, dieses wunderschöne Ergebnis zu erzielen und freuen uns sehr, dass wir mit unserem Fest den Schwestern und ihren Schülerinnen an den Maria Ward Schulen in Nepal helfen können.“ Mit diesen Worten dankte Claudia Jahn allen, die sich in so vorbildlicher Weise an diesen intensiven und erlebnisreichen Tagen einbrachten.

Spendenkonto für die Nepalhilfe bei Heilig Geist
Konto 2400012930 bei Sparkasse Günzburg (72051840)
IBAN DE18 7205 1840 2400 0129 30
BIC BYLADEGZM1
Stichwort „Nepal“
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