Närrisches Treiben im Rathaus

Wildes Treiben im Rathaus: Bis zum Aschermittwoch will die närrische Schar die Geschicke in Günzburg lenken. Foto: Walter Müller/ Stadt Günzburg.

Stadtbutzen stürmen Stadtverwaltung und entmachten Obrigkeit



Günzburg. In voller Kostümpracht und unter dem tossenden Getrommel der zahlreichen Guggemusiker haben die Günzburger Stadtbutzen gemeinsam mit den Fastnachtsvereinen der Umlandgemeinden auch in diesem Jahr den Sitzungssaal der Günzburger Stadtverwaltung gestürmt. Ein Großteil der Narren stürmte im Beisein zahlreicher Schaulustiger anschließend auch den Marktplatz.

Den nicht ganz ernst gemeinten „Übergriff“ der maskierten Narren nahm der Günzburger Stadtrat allerdings ganz gelassen. Routiniert schwenkte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig seine weiße Kapitulationsfahne, ehe er sich unter donnerndem Applaus der närrischen Schar ergab, die bis zum Aschermittwoch die Regierungsgeschäfte in Günzburg leiten will.

Auf dem Marktplatz bot Oberbürgermeister Gerhard Jauernig den Fastnachtsgestalten Paroli. „Guten Morgen, Stadtbutzen, ihr!/ Jetzt seid Ihr schon wieder hier!/ Wollt mich gleich in Ketten legen/ da bin ich eigentlich dagegen“, skandierte er. Zuvor war er – seines Amtes enthoben – gemeinsam mit seinen Stadtratskollegen in einer Seilschaft zum Brunnen geführt worden.

Trotz eisigen Temperaturen zeigten sich die teilnehmenden Fastnachtsvereine bestens gelaunt. Narrenzunftmeisterin Gabi Dolch führte mit einer launigen Rede durch das musikalische Rahmenprogramm, das mit der feierlichen Übergabe der Fastnachtsorden auf dem Günzburger Marktplatz sein Ende nahm.
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