Max Uthoff:" In Gersthofen darf man sich auf einen eloquenten charmanten gut aussehenden Mann auf der Bühne freuen- Ein Interview mit dem Kabarettisten vor dem Gersthofener Gastspiel

Gegendarstellung (Foto: M.Neumeister)
 
Gegendarstellung (Foto: M.Neumeister)
Zusammen mit Claus von Wagner ist er Gastgeber der " Anstalt" im ZDF. Max Uthoff. Am Donnerstag, den 20. Oktober kommt der gelernte Jurist und Kabarettist in die Stadthalle nach Gersthofen. Über die " Anstalt" und das Gastspiel in Gersthofen habe ich mit dem Kabarettisten ein Interview geführt.

Tickets für das Gastspiel gibt es HIER




Thomas Rank: Sie sind gelernter Jurist. Wie wird man zum Kabarettisten?


Max Uthoff:Ist ne lange Geschichte. Eine Mischung aus Familienbetrieb, Zufall und der Hoffnung auf Gage.


Thomas Rank: Sie sind als Anstaltsanwalt in „ Die Anstalt“ eingestiegen. Wie war der erste Auftritt?


Max Uthoff:Fulminant. Ich hatte einen veritablen Hänger und ich meine wir sprechen hier von einem klassischen Blackout. Pause. Lange Pause. Dann zurück zum letzten Satz stolpern und sich bis zum Ende durchhangeln. Im Abgang fluchen. Kurz: Sie mussten mich wieder einladen.


Thomas Rank: Sie haben zusammen mit Claus V. Wagner die Sendung von Urban Priol übernommen.
Hatten sie Respekt in Priols Fußstapfen zu treten?


Max Uthoff:Respekt? Im Grunde war es tollkühn. Die Fußstapfen waren ja auch noch die von Georg Schramm und Frank- Markus Barwasser. Fußstapfen die so groß waren, dass man die Ränder nicht gesehen hat. Das war beruhigend.


Thomas Rank: Können sie etwas über die Dreharbeiten zur Anstalt erzählen?


Max Uthoff:Wir haben im Grunde luxuriöse Bedingungen. Ein Tag kalte Proben, ein Tag mit Generalprobe vor ca. 300 Zuschauern und dann der Sendungstag inkl. Stellproben und komplettem Durchlauf. Das, was wir machen, ist auch nur mit genug Probenzeit zu stemmen und die wird uns zugestanden. Wir wollen auch nie den Spaß vergessen, den wir mit den Kollegen im backstage- Bereich haben. Der ist Teil des Lohns.


Thomas Rank:Auf welchem Weg sehen sie die deutsche Politik?


Max Uthoff:Ich bin sehr optimistisch. Und ich sage das, weil ich ein Land, in dem die Politik sich ausschließlich an den Interessen der Arbeitgeber, der Hedge-fonds und der Ratingagenturen richtet für eine dufte Sache halte.


Thomas Rank: Was sagen sie zur Flüchtlingspolitik der EU?


Max Uthoff:Welche Flüchtlingspolitik?


Thomas Rank:Mit ihrem Programm „ Gegendarstellung“ kommen sie nach Gersthofen. Wie lange haben sie an dem Programm gearbeitet?


Max Uthoff:Kann ich nicht sagen. Ich sammle im Laufe der Zeit Ideen, setzte mich dann, wenn der Premierentermin mir keine Flucht mehr erlaubt, ein paar Wochen an den Schreibtisch et voila!


Thomas Rank: Aktualisieren sie bei dem jeweiligen Gastspiel das Programm?


Max Uthoff:Nur für Gersthofen! Ganz ehrlich!!


Thomas Rank: Weshalb haben sie das Programm „ Gegendarstellung“ genannt?


Max Uthoff:Weil mir der Titel "Schnee von morgen" von Frank Lüdeke nicht früher eingefallen ist.



Thomas Rank: Auf was dürfen sich die Besucher freuen?


Max Uthoff:Auf einen eloquenten, charmanten, gut aussehenden Mann auf der Bühne. Und nach der Ansage des Veranstalters komme dann ich.



Thomas Rank: Bekommen sie Reaktionen vom Publikum?


Max Uthoff:Ja.



Thomas Rank: Wenn ja was für welche?


Max Uthoff:

Häufig werden am Ende der Vorstellung Hände rhythmisch zusammen geführt. Und danach fragen mich manche Zuschauer dann noch gerne, welche Partei sie denn jetzt nun wählen sollen.
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