„Landwirtschaft ist out!“

Wolfgang in seinem Stall

Das wunderschönes Frühlingswetter habe ich genutzt, um bei meinem Arbeitskollege Wolfgang Baur ein paar Fotos zu schießen. Er führt mit seiner Familie in Gundelfingen einen kleinen Bauernhof. Das was ich dort gesehen habe, und was ich von ihm zum Thema Landwirtschaft erfahren habe, hat mich auf die Idee gebracht, das Ganze als kleine Reportage zu gestalten.

Wolfgang, kann man mit Rinderzucht heute noch Millionär werden?

Nein, ganz sicher nicht, denn die ständig sinkende Fleischpreise machen denn Rinderzüchtern ganz schön zu schaffen. Denn was man vor 15 Jahren für einen Bullen (Stier) bekommen hat, dafür muss man heutzutage zwei Bullen verkaufen. Aber auch solche Sachen wie Maul- und Klauenseuche kann heutzutage für einen kleinen Bauern das Aus bedeuten. Mit der Rinderzucht wird man garantiert nicht Millionär. Heutzutage sind Investitionen in Informationstechnik eher angesagt. Landwirtschaft ist langsam „out“!

Nach dem man kaum Unterwäsche in Deutschland herstellt, droht uns auch in Zukunft „Fleisch aus China“?

Mann muss ja nur in die Supermarkt reinschauen, wo das Fleisch an den Verbraucher gebracht wird! Den Kunden interessiert nicht, wo das Fleisch herkommt, sonder es muss billig sein. Aber auch durch die immer weniger werdenden Landwirte in Deutschland muss immer mehr aus dem Ausland gekauft werden, wie z.B. Fleisch. Darum droht uns Bauern schon sehr starke Konkurrenz aus dem Ausland.

Deine Meinung zur schon vergessener „Gammelfleisch-Affäre“?

Darüber möchte ich mich nicht äußern, alles ist schon in den Medien gesagt worden. Was aber auch zu beachten ist: Genmanipuliertes Lebensmittel. Heute gibt es viel Obst und Gemüse, das zwar schön aussieht, aber nicht so gut schmeckt. Es kann passieren, dass in wenigen Jahren kein Mensch mehr weiß, wie z.B. Rindfleisch wirklich schmeckt, bzw. schmecken sollte.

Hast du noch Zeit für Privates?

Zeit für Privates hat man nicht mehr viel. Denn durch meinen Beruf in einem Betrieb, in dem ich Dreischicht arbeiten muss und durch die Landwirtschaft daheim, bleibt einem nicht mehr viel Zeit für private Dinge. Ich bin auch bei der Feuerwehr und Musikkapelle tätig.

Letzte Frage: Was würdest du dir wünschen?

Dass unser Bauern mehr für ihre Produkte bekommen, und dass ihre Arbeit mehr geschätzt wird. Denn es sind schließlich die Bauern, die uns ernähren.

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5 Kommentare zum Beitrag
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Boris Braun aus Augsburg am 22.05.2007 um 14:46 Uhr  
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Matthias Möller aus München am 22.05.2007 um 16:17 Uhr  
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Jürgen Dippe aus Neusäß am 23.05.2007 um 11:36 Uhr  
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Radoslaw Polizio aus Günzburg am 24.05.2007 um 18:37 Uhr  
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Matthias Möller aus München am 24.05.2007 um 19:03 Uhr  
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