Landratsamt wird zur Kunstgalerie. Gelebte Inklusion: Kunst verbindet Behinderte und Nichtbehinderte

In den Räumen des Landratsamtes Günzburg werden in den nächsten Wochen Bilder und Holzstelen ausgestellt, die Behinderte der Albertus-Magnus-Werkstätten (AMW) Günzburg geschaffen haben.

Die Ausstellung wurde am Freitag, 13. Mai 2016, im Rahmen einer kleinen Vernissage von Landrat Hubert Hafner zusammen mit Jürgen Kühnl, dem Leiter der AMW, eröffnet. Anwesend waren auch Behinderte, die die Kunstwerke geschaffen haben, und Johannes Schropp, der Behindertenbeauftragte des Landkreises. Die Ausstellung zeigt 20 Bilder (Acryl auf Leinwand) und gestaltete Holzstelen.

Regelmäßig lädt die Betreuerin Sylva Kiechle Beschäftigte der Albertus-Magnus-Werkstätten Günzburg in die "Wunderkammer", den Kreativraum der AMW, ein. Dort entstehen vielfältige und farbenfrohe Werke, mit welchen die Künstler ihre Empfindungen zum Ausdruck bringen. Während des kreativen Prozesses, können gesammelt werden. Ohne Themenvorgabe, können die Teilnehmer mit verschiedenen Werkzeugen, ihre Kreativität ausprobieren und so wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Ergebnisse sind begeisternd. Beeindruckt von der farbenfrohen Kunst zeigte sich auch Landrat Hafner: „Es freut mich, dass wir im Landratsamt präsentieren können, was Beschäftigte der Albertus-Magnus-Werkstätten in der Wunderkammer mit ihrer Kreativität geschafft und geschaffen haben.“

Welches Potential, Menschen zu verbinden, Kunst hat, zeigte sich am anschließenden Austausch von Besuchern und Künstlern über die Werke; hier wurde nicht über Inklusion gesprochen, sondern einfach gelebt.

In den AMW arbeiten 190 Mitarbeiter in den Bereichen Blech- und Metallverarbeitung, Holzbearbeitung, Verpackung, Montage, Elektromontage, Papierverarbeitung, Wäscherei, Gebäudereinigung, Großküche, Gartenbau und Landschaftspflege. Die AMW sind dabei zuverlässiger und leistungsfähiger Zulieferer für verschiedene Unternehmen in der Region.

Interessierte und Besucher des Landratsamtes können sich während der Öffnungszeiten der Behörde zwischen dem 13. Mai und 31. Juli 2016 einen eigenen Eindruck von den Werken verschaffen, die dort im 2. Stock im Bereich der viel frequentierten Besprechungsräume am Übergang vom Alt- zum Neubau betrachtet werden können.
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