Konzerte im Cafe Brazil
SIRIUS
Sirius wurde 1989 von Kürsat Celik als Instrumentalprojekt zur Begleitung literarischer Texte gegründet. Der Einstieg von Rachid Benachour als Percussionist, später verstärkt als Gitarrist und Sänger, gab dem Projekt eine neue Richtung. Die heutige Besetzung, die sich 2002 formierte, ermöglichte eine Öffnung in verschiedene musikalische Richtungen und entwickelte einen eigenen „Sound“.
Sirius spielt etwa 10 Auftritte im Jahr, regional (Ulm, Ehingen,
Langenau, Plochingen) und überregional (Ravensburg, Nürnberg, Berlin, Marseille), in kleineren Clubs (Cafe Wintergarten Ulm, Cafe d’Art Ulm...) sowie auf größere Bühnen (Paulus Kirche Ulm, Pfleghof Langenau, Gigelberghalle Halle Biberach...) und Kulturstätten (Zehntscheuer Ravensburg...). Wir veranstalten Konzerte und spielen zu Literaturlesungen.
Alle Sirius Musiker spielen mit der Ulmer Session-Band „Herr Gott Sax“, die u.a. alljährlich zur Kulturnacht in Ulm auftritt. Ein anderes Side Projekt war „Tilufa“: wir interpretierten mit einem weiteren algerischen Sänger die Stücke kabylischer Liedermacher.
Er ist der hellste Stern am Himmel. "Sirius" ist aber auch eine seit über zehn Jahren um den türkischen Saz-Spieler und Lyriker Kürsat Celik bestehende ulmer Formation. Die derzeitige Besetzung gibt seit Ende 2002 erfolgreiche Konzerte mit ihrem eigenkomponierten Programm, stets in einer faszinierenden Synthese von Orient und Okzident...
Rachid ist Kabyle aus Bgayeth (Bejaia) in Algerien, Kürsat ist ein schwäbischer Türke, Gerda ist mit dem Föhn über die Alpen geweht worden und Vincent kommt aus Marseille, der nördlichsten Stadt Afrikas...
Die Musik, die Sirius spielt, ist von vielfältigen Einflüssen geprägt, die im Mittelmeerraum beheimatet sind. Der kabylische Gesang und die typisch nordafrikanischen Klänge der Mandole, Rai und ein Schuss spanische Gitarre sind ein Gegenpol zu den weichem Klängen und orientalischen Melodien der Saz. Bass und Perkussion bringen afrokubanische Komponenten ins Spiel.
Angaben zu den mitwirkenden Musikern
1. Kürsat Celik, 40 Jahre, geboren 1966 in Ulm
1975 Schlagzeugunterricht
1985 Erste Schritte an der Saz
seit 1989 „Sirius“ (Weltmusik - Ulm): Saz, Gründungsmiglied
1991-92 „Gamsizlar“ (Türkische Musik): Saz & Aoud
1992 Förderpreis der Stadt Ulm im Bereich Literatur
seit 2001 „Hr Gott Sax“ (Sessionband – Ulm): Saz
2. Rachid Benachour, 37 Jahre, geboren 1969 in Bgayeth (Kabylei -
Algerien) als Jüngster einer Musikerfamilie
1972 trommelt auf Holzhockern
1977 erste Auftritte als Trommler
1979 baut seine erste Mandole (Blechdose, Dachlatte und Fahrradbremse)
und lernt mit seinem älteren Bruder
1979-85 zahlreiche Auftritte als Trommler, Mandolespieler und Sänger in
Algerien
1985 staatlich geprüfter Musiker und Komponist, erste professionelle
Aufnahme
mit eigener Gruppe „Thanakra“
1986 lernt in Europa die Gitarre kennen
1986-89 Jazzschule in Siena (Italien), spielt in verschieden Formationen
seit 1992 „Sirius“ (Weltmusik - Ulm): Gesang, Gitarre, Mandole, Perkussion
seit 2001 „Hr Gott Sax“ (Sessionband – Ulm): Gesang, Gitarre, Perkussion
seit 2003 Tilufa (Kabylische Lieder – Plochingen): Gesang, Mandole,
Perkussion
3. Vincent Vialard, 39 Jahre, geboren 1967 in Marseille (Frankreich)
1971-72 Klavierunterricht
1983 erste Griffe auf der Gitarre
1987 erste Schritte am Bass
1983-90 verschiedene Schüler und Stundenten-Bands
seit 1994 „Coup de Blues“ (Blues – Marseille Frankreich): Bass, Gesang
seit 1999 „Die Bakeliten“ (Jazz & more – Ulm): Bass, Gitarre
seit 2001 „Hr Gott Sax“ (Sessionband – Ulm): Bass, Gitarre, Perkussion,
Gesang
seit 2002 „Sirius“ (Weltmusik - Ulm): Bass
seit 2002 „The Blues Mothers“ (Blues – Ulm): Gitarre, Gesang
2003-05 „Tilufa“ (Kabylische Lieder – Plochingen): Bass, Perkussion, Gesang
seit 2004 „Tin Tin Bata“ (Trommeltrio – Ulm): Bata, Basstrommel
seit 2005 „Nazrat“ (Instrumental Eigenkomposition und Filmmusik - Ulm):
Bass, Gitarre
4. Gerda Rieder, 48 Jahre, geboren 1958 in Innsbruck (Österreich)
1974 erste Griffe auf der Gitarre
1975 a capella Quartett
1983 erster Perkussion und Afrikanischer Tanz Workshop
1989-1991 Latin Percussion School (München)
seit 1991 unterrichtet afrikanische und afrokubanische Perkussion
1992-93 „Poco Loco“ (Salsa – Ulm): Congas
seit 1992 „Zigauner“ (Welt-Folklore - Ulm): Perkussion
seit 1996 „Sirius“ (Weltmusik - Ulm): Perkussion, Gesang
seit 1999 „Die Bakeliten“ (Jazz & more – Ulm): Perkussion
2001-03 „Ole Guapa“ (Welt-Folklore – Ulm): Perkussion
seit 2001 „Hr Gott Sax“ (Sessionband – Ulm): Perkussion
seit 2002 „Planet Percussion“ (Perkussion Show mit traditionellen
Instrumenten
und alltäglichen Gegenständen – Ulm): Perkussion, Komposition
2003-05 „Tilufa“ (Kabylische Lieder – Plochingen): Gesang, Perkussion
seit 2004 „Tin Tin Bata“ (Trommeltrio – Ulm): Bata, Djembe
seit 2005 „Nazrat“ (Instrumental Eigenkomposition und Filmmusik - Ulm):
Perkussion
MESINKE
Mesinke bereichern seit 15 Jahren die Klezmer-Szene in Deutschland und spielten bei zahlreichen Festivals in Deutschland und Israel.
Spezialisiert sind die sechs Musiker im Vergleich zu anderen Ensembles, die nur Instrumentalmusik spielen, vor allem auf jiddische Lieder. Mit Klarinette, Sax, Gitarre, Akkordeon, Bass und Schlagzeug haben die Musiker die traditionellen Stücke modern bearbeitet und bringen so eine mitreißend
Mischung aus Folk, Jazz und Klassik auf die Bühne. Gast war das Ensemble auf namhaften Bühnen wie etwa dem Klezmerfestival in Sfad (Israel 1999), bei der
EXPO 2000 in Hannover oder dem ehemals größten nichtkommerziellen deutschen Pop-Festival "X-large" in Augsburg. 2007 gastierte Mesinke unter anderem beim Tollwood-Festival München, beim Worldfest Liberec in Tschechien und vor 3000 Besuchern beim Burg-Openair in Esslingen. Bekannt wurde Mesinke in der Region als Vorgruppe der renommierten Band "Klezgoyim" und mit rund einem Dutzend Gastspielen für die VHS Neu-Ulm und diversen Auftritten in Ulm, unter anderem im Einsteinhaus. Das Besondere beim Auftritt im Cafe Brazil: Mesinke werden einfach jüdische Kreistänze zur mitreißenden Klezmermusik anleiten.
Samstag, 26. April 2008 | 21h
Mesinke Biographie
Mitglieder der Gruppe Mesinke sind:
Martin Glogger (vocals, guitar, bass),
Jürgen Groß (vocals, guitar, accordeon, mandolin),
Thilo Jörgl (vocals, guitar, drums),
Nicole Hausmann (vocals, banjo, percussion),
Alexander Maier (vocals, clarinet, sax),
Erika Spielvogel (vocals, flute, percussion)
1991 gründete sich Mesinke (jiddisch: die jüngste Tochter) und widmet sich seither jiddischen Liedern und Klezmer-Musik. Ein Anliegen ist es, die lebendige, vielfältige musikalische Tradition der Jidden in Osteuropa wieder hörbar zu machen. Dort starb sie mit den Menschen in den Konzentrationslagern, Überlebende nahmen sie mit nach Israel und Amerika,
und dort lebt sie wieder auf. Seit den 70er Jahren spricht man gar von einem Klezmer-Revival. Die Vision von Mesinke: eine Musik für die Konzertbühne, tief in der jüdischen Tradition verwurzelt, intelligent und spannend wie klassische Musik, energetisch und spontan wie Jazz, die die konventionellen
Grenzen überschreitet und den Zuhörer durch intensives Zusammenspiel der Musiker anspricht. In Zeiten, in denen Neo-Nazis wieder unverschämt auftreten, will die Gruppe ein Zeichen gegen das Vergessen setzen.
Verbindende Texte vermitteln einen Einblick in den Inhalt der Liedtexte und stellen die Musik in den kulturellen Rahmen jiddischer Lebensweise.
1993 erschien von Mesinke eine von Kennern gelobte und beim Publikum
beliebte CD mit dem Titel ≥Mir lebn ejbig„.
1995 folge die zweite CD ≥Nischt ahin un nischt zurik„, die das
weitgespannte musikalische Repertoire der Gruppe dokumentiert. Neben
jiddischen Liedern im traditionellen Arrangement wie Di grine Kusine finden
sich auch a-cappella Versionen von alten jiddischen Songs (Tumbalalaika)
sowie reine Instrumentalstücke, die von der Klezmer-Klarinette dominiert
sind. Das bayerische Fernsehen (BR 3) sendete einen Beitrag über die Musik
der Gruppe.
1997 spielte die Gruppe die CD ≥Kejn schwarzer tog in lebn„ ein. Diese
Platte enthält - neben den jiddischen Liedern - auch vertonte Texte des zu
Unrecht vergessenen jüdischen Lyrikers Theodor Kramer.
1998 Neben den Konzerten mit dem Programm Kejn schwarzer tog in lebn gab
Mesinke im Rahmen der von Gernot Römer zusammengestellten Wanderausstellung
≥Anne Franks schwäbische Geschwister„, die in den restaurierten Synagogen
Schwabens halt machte, einen Einblick in jiddische Lieder. Zudem trat die
Gruppe zusammen mit der New Yorker Band The Klezmatics beim
Safed-Benefizkonzert vor über 800 Zuhörern auf in Gersthofen auf.
1999 begleitete die Gruppe den Stummfilm ≥DER GOLEM - wie er in die Welt
kam„ (D, 1920) von Paul Wegener mit instrumentaler Klezmer-Musik beim Franz
Kafka Filmfestival in Augsburg. Nach dem großen Premierenerfolg führte die
Gruppe die über 15 Live-Vertonungen in zahlreichen Filmtheatern (u.a.
Hannover, Münster, Osnabrück, Mindelheim) auf. Im August 1999 wurde die
Gruppe zum renommierten 12th. International Klezmer-Festival in Safed
(Israel) eingeladen, wo sie zwei Konzerte gab und bei einer Klezmer-Sendung
des Israelischen Fernsehen mitwirkte.
2000-2002 arbeitete Mesinke mit dem jüdischen Geiger Juri Finkelberg
zusammen, mit dem die Gruppe ihr viertes Programm ≥Tanz Jiddele„
einstudierte. Am 10. Juni gastierte die Gruppe mit der Stummfilmvertonung im
Rahmen der EXPO in Hannover. Am 4. April 2001 erschien die vom bekannten
Jazz-Produzenten Wolfgang Lackerschmid aufgenommene CD ≥tanz jiddele„ auf
dem Label ≥randvoll records„ (Silvanus-Verlag).
2004/05 spielt die Band mit der Münchner Geigerin Johann Müller ein ≥best
of„-Programm. Im April 2004 tourte die Band gemeinsam mit ≥Klezgoyim„
(Bremen) in Süddeutschland. Im Jahr 2006 und 2007 präsentiert die Band ein
neues Programm mit chassidischen Liedern, die aus New York überliefert sind,
und traditioneller Klezmermusik.
Referenzen für Mesinke:
1993 Evangelischer Kirchentag München
1994 BR III Kultur(TV) Ichenhausen
1996 Netanya Netanya (Israel)
1997 (19.9.97) Musik-Festival (Radio BR) Krumbach
1998 (25.11.98) Safed Benefiz Konzert(mit The Klezmatics) Augsburg
1999 (12.3.99) Internationales Kafka Filmfestival Augsburg
1999 (11.8.99) 12th International Klezmer Festival Safed (Israel)
2000 Jüdische Woche München
2001 (25.11.01) Jüdische Kulturwoche(mit Kol Simcha) Ichenhausen
2003 (26.1.03) Radioaufnahmen für BR Krumbach
2004 (22.-26.4) Tour mit Klezgoyim Altenstadt, Augsburg etc.
2005 (12.2.)2005 Tsunami-Benefizkonzert Marktoberdorf
Mesinke gastierte unter anderem auf folgenden Bühnen: Hackesches Hoftheater
Berlin, Thaddäus Kaisheim, Fraunhofer München, AKW Würzburg, Künstlerhaus
Hannover, Kammerspiele Ansbach, Kresslesmühle Augsburg, Synagoge Erfurt.
Pressestimmen:
≥Wenn Mesinke ein Lied anstimmt, wird die Frage danach, wie die Krumbacher
Gruppe dazu kam, jiddische Musik zu spielen, zuächst zweitrangig. Denn
Mesinke zieht die Zuhörer sofort in ihren Bann mit Liedern aus einer fremden
und doch vertrauten Kultur.„ Süddeutsche Zeitung
Wörtliches Verstehen war schließlich ganz überflüssig bei den
Klezmer-Stücken (jiddische Instrumentalmusik). Mit seiner Klarinette bewies
hier vor allem Alexander Maier, wie es möglich ist, musikalisch Gefühl zu
zeigen.„ Mittelschwäbische Nachrichten.
Über die Stummfilmvertonung ≥Der Golem„:
≥Mit einer Instrumentenvielzahl unterstrichen sie nicht nur die einzelnen
Szenenaussagen des alten Sagenstoffes, sondern setzten ganz neue Akzente.
Durch die mitreißende Musik von ≥Mesinke„ wurde der Stummfilmklassiker zu
einem Kunstgenuß der besonderen Klasse.„ Illertisser Zeitung
Freitag, 11. April 2008 | 21h





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