heilig geist ensemble - 25 Jahre

Ds erste Konzert 1989
 
Ein Juwel, dessen Wert sich zur damaligen Zeit nur zu erahnen ließ, war das Mitwirken der jungen Diana Damrau im heilig geist ensemble.
Eine Erfolgsgeschichte, wie man sie sich nur wünschen kann, ist die des heilig geist ensembles.

Die Pflege der Kirchenmusik war und ist schon immer ein Herzensanliegen von Pfarrer Ulrich Däubler und so war es für den damaligen Organisten und Musikstudenten, Bernhard Löffler, ein Leichtes ihn von seiner Idee zu überzeugen, einen neuen Kirchenchor zu gründen und mit schönen und anspruchsvollen Werken der Kirchenmusik den Kirchenalltag zu beleben. Das heilig geist ensemble wurde schon bald zum Magneten für erstklassige Sängerinnen und Sänger aus dem Umkreis und trug bereits 1989 bei vielen Gottesdiensten zur musikalischen Gestaltung der Messe bei und gab zwei überaus erfolgreiche Konzerte. Im Mai 1990 schrieb die Günzburger Zeitung: „…es hätte niemand geglaubt, dass es Bernhard Löffler in relativ kurzer Zeit gelingen könnte, solch einen homogenen Klangkörper zu formen.“ Die Konzerte des Chores wurden schon bald fester Bestandteil des „Musikalischen Frühlings im Schwäbischen Barockwinkel“ und bereicherten das ganze Jahr über das Günzburger Kulturleben.

Im November 1990 wurde der Jugendchor gegründet und legte damit den Grundstein für eine äußerst erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Der Kinder-und Jugendchor war fester Bestandteil in den Gottesdiensten, hatte aber auch außerhalb der Kirche große Erfolge. Die Krönung war 2002 die Aufführung der Kinderoper „Brundibar“, mit denen die Nachwuchskünstler auf Gastspielreise gingen.

Eine wertvolle Unterstützung seiner Arbeit fand Bernhard Löffler in seiner Familie. Seine Eltern Gertrud und Johann halfen bei der Vorbereitung der Auftritte, seine Frau Ingrid Fraunholz brillierte bei den Konzerten als Sopranistin und kümmerte sich um die die Förderung der Kinder und Jugendlichen und die stimmliche Ausbildung der Sängerinnen und Sänger des Chores.

Unter der Schirmherrschaft von Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher wurden im Herbst 1996 die „Schwäbischen Orgeltage“ ins Leben gerufen, die sich von Anfang an zu einem glänzenden Erfolgsmuster entwickelten. Ebenfalls 1996 wurde der Förderverein Heilig Geist Ensemble gegründet mit dem Ziel, Projekte der Kinder- Jugend- und Erwachsenenarbeit zu fördern und zu unterstützen.

Eine schöne Bestätigung für alle Aktiven war, dass das Ensemble auch regelmäßig außerhalb der Heilig Geist Kirche zu Aufführungen und Konzerten im In-und Ausland eingeladen wurde.

Ein Juwel, dessen Wert sich zur damaligen Zeit nur zu erahnen ließ, war das Mitwirken der jungen Diana Damrau im heilig geist ensemble.

1998 wurden durch eine großzügige Spende von Franz Weishaupt und der Sparkasse die feuerfarbenen Seidentücher angeschafft, die jedes einzelne als Unikat passend zum Wandfresko gestaltet und zum Markenzeichen des Chores wurden.

Um diese gewaltigen Projekte stemmen zu können, reichten die finanziellen Mittel aus den bestehenden Quellen nicht aus und so wurde auf Anregung von Pfarrer Däubler 2001 die Kulturstiftung „Musica-Sacra-Fond“ ins Leben gerufen.

Nach 18 Jahren höchst erfolgreichem Engagement für die Gemeinde Heilig Geist und das Ensemble nahmen der inzwischen längst zum Musikdirektor ernannte Bernhard Löffler und seine Frau Ingrid Fraunholz 2004 Abschied von Günzburg und stellten sich neuen beruflichen Herausforderungen.

Mit Thomas Bodenmüller, der von 2006 bis zum Sommer 2014 das Ensemble leitete, blieb der Chor fester Bestandteil der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste an den hohen Feiertagen und hatte begeisternde Konzerte, die in diesem Frühjahr in der Aufführung des Magnifact von John Rutter ihren Höhepunkt fanden.

Einen fulminanten Einstand lieferte Wolfram Seitz am Kirchweihsonntag, als er mit Chor und Orchester die Schubert Messe in B-Dur als musikalische Begleitung des Gottesdienstes zur Aufführung brachte. Der junge Vollblutmusiker, der zurzeit am Salzburger Mozarteum sein Masterstudium in Kirchenmusik absolviert und seit Juli das Amt des Leiters der Kirchenmusik in Heilig Geist bekleidet, zeigte an diesem Sonntag, welch Potential in ihm steckt. Schöner und eindrucksvoller kann das Lob Gottes mit dieser faszinierenden Musik von Franz Schubert kaum präsentiert werden. Der sonst so bescheiden und zurückhaltend auftretende Musiker wuchs am Dirigentenpult über sich hinaus und spornte Chor und Orchester zu Höchstleistungen an. Spätestens beim Halleluja waren alle Gottesdienstbesucher ergriffen von dieser wunderbaren Musik zum Lobe Gottes.

Pfarrer Ulrich Däubler freut sich sehr darüber, dass das heilig geist ensemble eine solche Strahlkraft entwickelte und dankt allen Chormitgliedern ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement.
Die Pflege anspruchsvoller Kirchenmusik im Gotteshaus zur Ehre Gottes und zur Freude der Gemeinde – das war der große Wunsch von Pfarrer Däubler bei der Gründung des Chores – und dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2015
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