Gundremmingen: Ausstellung "Auswanderer und Neubürger" im Heimatmuseum

Ausstellungseröffnung „Auswanderer und Neubürger“

Gemeinde und Heimatverein Gundremmingen laden die Bürgerinnen und Bürger zur Eröffnung der diesjährigen Sonderausstellung am Freitag, 27.11.2009 um 19.00 Uhr ins Heimatmuseum ein. Die Präsentation ist darüber hinaus geöffnet zum Nikolausmarkt am 28.11.2009 von 16.00 – 20.00 Uhr und vom 29.11.2009 bis 10.01.2010 immer sonntags von 14 – 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Beginnend im Jahr 1820 mit Pfarrer Lindl und seinen Anhängern die eine Einladung des Fürsten Galizyn nach Russland annahmen, über die Auswanderer in die USA in den Jahren nach 1850, 1920 und 1950 werden Wanderbewegungen an einzelnen Personen aufgezeigt. Dazu kommen Lebensgeschichten von Mägden (Peppi Demeter), Dienstmädchen (Fanny Hartmann) und Missionaren (Pallottinerpater Franz Schneider).
Vom „Flüchtling“ zum Neubürger lautet ein weiterer Schwerpunkt. Nach Gundremmingen kamen Baltendeutsche, Sudeten- und Ungarndeutsche. Für einige war es nur ein Zwischenstopp. Gastarbeitern aus Italien und Griechenland fanden hier eine zweite Heimat. Schließlich änderte sich die Struktur unseres Dorfes durch den Zuzug von Mitarbeitern des Kernkraftwerkes.
Ziel der Ausstellung soll es ein, der jüngeren Generation wie auch allen Nachkommen einen Einblick in die damaligen Verhältnisse zu liefern. Das gemeindliche Archiv ist lückenhaft, Akten wurden vernichtet. Es gibt auch nicht mehr viel Zeitzeugen. Wir möchten aus Erzählungen persönlicher Verhältnisse und Erlebnisse die noch vorhandenen Unterlagen vervollständigen. Erst so können diese auch mit Leben erfüllt werden.
Beim Aufruf um alte Koffer zur Präsentation der von Jürgen Schmid konzipierten Ausstellung wurden erfreulicherweise Erinnerungen geweckt und uns zwischenzeitlich zusätzliche Informationen angeboten. Diese konnten in diese Ausstellung jetzt leider keinen Eingang mehr finden. Sie sollten aber ebenfalls dokumentiert werden. Und wenn vorhanden, diese mit Bildern unterbaut werden. "Schreiben Sie es auf bzw. erzählen Sie es uns. Es sollte der Nachwelt erhalten werden", appelliert Hans Joas als 1. Vorsitzender des Gundremminger Heimatvereins an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger.

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