Günzburger staunten nicht schlecht über die Überraschungsgäste aus Lannion bei der Eröffnung des Guntiafestes!
Am Samstag, 26.06.2010, pünktlich um 16:00 Uhr begrüßte Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die großen und kleinen Gäste aus Günzburg und Umgebung auf der Showbühne am Günzburger Marktplatz. Zum Abschluss seiner Begrüßung eröffnete er zusammen mit dem Bürgermeister der französischen Partnerstadt Lannion Christian Marquet das Guntiafest. Dies war der Höhepunkt einer Menge Programmpunkte die den Lannioner Bürgermeister Christian Marquet bei seinem ersten Besuch in Günzburg erwarteten.
Christian Marquet wurde Freitagabend am Frankfurter Flughafen von der ersten Sprecherin des Partnerschaftskomitees „Günzburg-Lannion“ Lydia Wagner und dem Fahrer von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig Armin Endres empfangen. Ebenfalls Freitagabend wurde Sonya Nicolas, französische Vorsitzende des Lannioner Partnerschaftskomitees, die mit dem TGV angereist war, am Ulmer Hauptbahnhof vom zweiten Sprecher Rudolf Gürtler in Empfang genommen. Für Christian Marquet, dem seit 2008 amtierenden Bürgermeister der Günzburger Partnerstadt Lannion war dies der erste Besuch in der Großen Kreisstadt Günzburg. Sonya Nicolas, seit 14 Jahren Vorsitzende des Lannioner Partnerschaftskomitees, besuchte erstmals das Guntiafest.
Der Samstag hielt für diverse Programmpunkte bereit, wobei die Eröffnung des Guntiafestes den Höhepunkt darstellte. Eingeleitet wurde das Programm mit einem morgendlichen Rundgang durch die Stadt. Christian Marquet lernte die interessanten und historischen Plätze von Günzburg kennen, fachkundig in französisch erläutert von Gisela Schüttler. Diese Besichtigung Günzburgs endete im Büro des Partnerschaftskomitees. Dort trug sich der Lannioner Bürgermeister in das Gästebuch des Komitees eintrug.
Vom Büro des Komitees ging Christian Marquet in Begleitung von Sonya Nicolas, Gisela Schüttler und der Komiteemitglieder Lydia Wagner, Heidi Schepanski und Rudolf Gürtler zum offiziellen Empfang ins Rathaus.
Die Begrüßung im Münzkabinett des Rathauses durch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig erfolgte in Anwesenheit der Dritten Bürgermeisterin Dr. Angelika Fischer, mehrerer Stadträte und den Mitgliedern des Partnerschaftskomitees. In seiner Begrüßungsrede ging OB Gerhard Jauernig neben der geschichtlichen Entwicklung der Völkerfreundschaft zwischen Franzosen und Deutschen auch auf die Geschichte des Münzkabinetts ein. Günzburg besaß als Münzstätte für Vorderösterreich das Prägerecht. Noch heute ist man stolz darauf, dass die bis heute in Wien geprägten Maria-Theresia-Taler immer noch das Günzburger Münzzeichen "SF“ (Initialen der Münzmeister Tobias Schöbl und Joseph Faby) tragen.
Schön wäre es, so OB Jauernig, wenn die auf dem Deckenbildnis des Münzkabinetts dargestellte Göttin Moneta (Beiname der römischen Göttin Juno) die dort abgebildeten Taler tatsächlich herab regnen lassen würde. Dem konnte Christian Marquet nur zustimmen. Er hat erfahren das Napoleon in Günzburg Schulden hinterlassen habe, da wäre so ein Geldregen nicht schlecht. Die Schulden hätte er beglichen. Sie seien aber bereits durch den ehemaligen französische Staatspräsident Francois Mitterrand der in Begleitung des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl bei einem Besuch in Günzburg beglichen worden. Alle Reden wurden simultan von Sonya Niclas übersetzt.
Danach trug sich der Lannioner Bürgermeister Christian Marquet in das Goldene Buch der Stadt Günzburg ein. OB Gerhard Jauernig überreichte als Erinnerungsgeschenk einen der heute in Wien geprägten Maria-Theresia-Taler.
Im Anschluss an den offiziellen Empfang traf man sich zum Weißwurstessen im sechsten Stockwerk des Stadtturms. Dem Rundgang über den noch nicht sehr belebten Marktplatz schloss sich eine Rundfahrt der beiden Bürgermeister durch die industriell genutzten Randgebiete Günzburgs und ein Abstecher ins Legoland an.
Christian Marquet sowie auch Sonya Nicolas genossen das besondere Flair bei der Eröffnung des Guntiafestes.



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