Günzburger Geschäftsmann veruntreut Eintrittsgelder aus dem Benefizkonzert von Angela Wiedl in Günzburg- Kindergarten bekommt keinen Cent – Eventbüro erstattet Strafanzeige

Angela Wiedl gab in Günzburg ein Benefizkonzert in gutem Glauben. Ein Günzburger Geschäftsmann hat das gesamte Geld behalten
  Es sollte ein Benefizkonzert für den Heilig-Geist-Kindergarten in Günzburg werden. Die Mitarbeiterinnen hatten im Dezember des vergangenen Jahres einen Günzburger Geschäftsmann bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung eines Adventskonzertes mit Angela Wiedl und Ensemble unterstützt. In guter Hoffnung. Doch diejenigen die mit einer Spende bedacht werden sollten, bekamen keinen Cent zu sehen. Ebenso erging es dem Volksmusikstar Angela Wiedl und deren Agentur.
Begonnen hatte alles mit einer Anfrage des Günzburgers bei Angela Wiedl, ob sie bereit wäre, ein Benefizkonzert für den Kindergarten zu geben. Spontan sagte sie im guten Glauben zu. Das Konzert wurde zu einem vollen Erfolg. Nicht nur musikalisch sondern auch finanziell. In der fast ausverkauften Kirche wurde dem Auditorium ein wunderschönes Konzert geboten..
Doch das Geld kam nie bei den versprochenen Empfängern an. „1000 Euro wurden im Vorfeld des Konzertes geleistet – wohl durchdacht und geplant, um zusätzliches Vertrauen zu gewinnen. Doch auf den Rest, ein höherer vierstelliger Betrag, der schriftlich mit uns vereinbart war, warten wir bis heute noch“, so Josef Kappes, der nebenberuflich mit seiner Frau eine Event-Agentur betreibt und Kirchenkonzerte in ganz Bayern und Baden Württemberg u. a. für Angela Wiedl organisiert. Die Vereinbarung beinhaltete einen Paketpreis, aus dem neben den Gagen des Ensembles auch die Kosten für Technik und Benzin bezahlt werden sollten.
Zudem war ein einheitlicher Eintrittspreis vereinbart. Daran hielt sich der Günzburger auch nicht. Er teilte die Plätze in drei Kategorien auf (was in einer Kirche wie der Heilig Geist Kirche fast nicht machbar ist). Und dementsprechend waren es auch drei verschiedene Preise, die teils deutlich über der Vereinbarung lagen. Viele Besucher bekamen nicht einmal die Kategorie zugeteilt, die sie bezahlt hatten.

NICHTS MIT DER HEILIG GEIST KIRCHENGEMEINDE ZU TUN



Kappes legt aber großen Wert darauf, dass dies mit der Heilig-Geist-Kirchengemeinde nichts zu tun habe: „Die hat nur den Veranstaltungsraum zur Verfügung gestellt. Auch das Geld, was nach Abzug aller Unkosten für den Kindergarten geplant war, hat der Mann nicht weitergegeben. Und das obwohl er bei einem Gespräch mit Elisabeth Kappes behauptete, der Kindergarten habe 2.000 Euro erhalten. Wir haben alles versucht, ihn telefonisch und schriftlich angemahnt, leider ohne Erfolg,“ so der Manager Josef Kappes.Familie Kappes musste das Geld für die Berufsmusiker und Sänger des Ensembles sowie der Technik aus eigener Tasche bezahlen. Elisabeth Kappes hat mehrmals versucht auf ihn einzuwirken. Doch dies bewirkte ebenso nichts - im Gegenteil: Es waren immer wieder neue Ausreden an der Tagesordnung des Günzburgers zu hören. Vor allem versuchte er über seine Krankheit Mitleid zu gewinnen. „Laut seiner schriftlichen Mitteilung an unser Eventbüro, hat er aus den Einnahmen rund 12.000 Euro für eine Krebstherapie bezahlt, die er als Privatpatient zu tragen hätte. Eine billigere Ausrede habe ich noch nie gehört“, so Josef Kappes, der die Einnahmen des Günzburgers auf rund 14.000 Euro schätzt, da er vor dem Konzert posaunte, dass er zusätzlich über 2.000 Euro an Spenden für das Benefizkonzert von heimischen Geschäftsleuten erhalten habe. Das Eventbüro vermutet, dass er von den Einnahmen anderweitige Schulden bezahlt hat sich deshalb nicht an die vertragliche Vereinbarung halten konnte.
Der frühere Hinweis der Agentur „an die Öffentlichkeit zu gehen“, zeigte zwar dahingehend Wirkung, dass er dann seinen eigenen Worten zu Folge in Günzburg ruiniert und erledigt sei, doch ein Umdenken erfolgte nicht.

JOSEF KAPPES:"WIR GEHEN BEWUSST AN DIE ÖFFENTLICHKEIT UM ANDERE ZU SCHÜTZEN"


Das Eventbüro Kappes ging jetzt bewusst an die Öffentlichkeit, um andere vor einem etwaigen Wiederholungsfall zu warnen. „Dem gehört das Handwerk gelegt, denn ein Benefizkonzert für eigene Zwecke zu missbrauchen, sprengt meine Vorstellungskraft“, so Josef Kappes, der den Mann mittlerweile sowohl strafrechtlich wegen Betrug in Form von Veruntreuung angezeigt und zivilrechtliche Schritte eingeleitet hat.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.