Friedensweg der Religionen - Sonntag, 8. März 2015

Die Geistlichen Herren der christlichen und muslimischen Gemeinden in Günzburg rufen zum gemeinsamen Friedensweg auf: Stadtpfarrer Ulrich Däubler von Heilig Geist in Günzburg, Imam Durmus Celik vom Kultur- und Bildungsverein e.V. Günzburg, Emin Ülker, Vorbeter von DITIP der Günzburger Moschee, Stadtpfarrer Christoph Wasserrab von Sankt Martin in Günzburg. (Pfarrer Heribert Singer aus Reisensburg und Pfarrer Alexander Bauer von der evangelisch- lutherischen Kirchengemeinde sind nicht auf dem Bild).
 
Ein Zeichen für die Gemeinsamkeit im Glauben wurde vor über 40 Jahren schon in der Heilig Geist Kirche gesetzt, als Professor Nagel, der mit der künstlerischen Gestaltung der Kirche beauftragt war, seine ägyptische Mitarbeiterin bat, die 189. Sure aus dem Koran unter eines der Schöpfungsbilder in der Kirche zu schreiben: „Allah yerin ve göğün yaratıcısıdır“ - „Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde“
Günzburg: Marktplatz | Friedensweg der Religionen


Gläubige Menschen, egal welcher Religion,
dürfen es nicht zulassen, dass die Religion
von Extremisten und Terroristen missbraucht wird!
Die christlichen und muslimischen Gemeinden
Günzburgs setzen deshalb gemeinsam ein Zeichen mit dem Friedensweg der Religionen.
Sonntag um 17.00 Uhr auf dem Marktplatz in Günzburg

Am Sonntag, den 8. März werden gläubige Christen und Muslime um 17.00 Uhr gemeinsam auf dem Marktplatz für Frieden beten und ein gutes Miteinander erbitten.
Sie treffen sich um 16.30 Uhr vor ihren jeweiligen Gotteshäusern bzw. den angegebenen Treffpunkten und ziehen von dort sternförmig zum Marktplatz.

Nach den Schreckensmeldungen in den letzten Wochen und Monaten und auch der allgemeinen Verunsicherung im Umgang miteinander soll hiermit ein Zeichen gesetzt werden. Die Menschen verbindet nicht nur ihre gemeinsame Heimatstadt Günzburg, sondern vor allem grundsätzliche ideelle Werte. Der Wunsch nach Frieden, sowie der respektvolle und verständnisvolle Umgang mit dem Nächsten sind die großen Eckpfeiler, die die Menschen neben ihrem Glauben an Gott vereint.

Die Betroffenheit, die die jüngsten Vorkommnisse auf allen Seiten ausgelöst haben, kann der Anfang einer neuen Verbundenheit sein. Mit diesem Friedensweg soll der erste Schritt getan werden in eine Kooperation, die über die Gotteshäuser hinaus in das tägliche Leben getragen werden und Verständnis füreinander erwecken soll. Eine Kooperation, die Vorbild ist und eine Basis schafft für eine glückliche und friedliche gemeinsame Zukunft der nächsten Generationen.

Der große Wunsch des interreligiösen Planungsteams ist, durch aktives Zugehen aufeinander nicht nur Verständnis füreinander zu schaffen, sondern auch durch gegenseitiges Kennenlernen eine Transparenz zu erzeugen, die eine neue Offenheit im Umgang miteinander mit sich bringt. Ein erster Schritt in diese Richtung war die spontane Einladung von Imam Emin Ülker zu einem Informationsgespräch mit Jugendlichen seiner Gemeinde, die Stadtpfarrer Ulrich Däubler gerne wahrnahm, und die der Anfang eines gegenseitigen Austausches auf religiöser Ebene sein soll.

Ein Zeichen für die Gemeinsamkeit im Glauben wurde vor über 40 Jahren schon in der Heilig Geist Kirche gesetzt, als Professor Nagel, der mit der künstlerischen Gestaltung der Kirche beauftragt war, seine ägyptische Mitarbeiterin bat, die 189. Sure aus dem Koran unter eines der Schöpfungsbilder in der Kirche zu schreiben:
„Allah yerin ve göğün yaratıcısıdır“ -
„Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde“

Die Treffpunkte für den Friedensweg der Religionen sind jeweils um 16:30 Uhr vor Heilig Geist,
Sankt Martin, der evangelischen Kirche und den Moscheen in der Webergasse,
am BKH-Eingang an der Reisensburger Straße und am Parkplatz des Dänischen Bettenlagers.
An den Zugangspunkten zum Marktplatz verteilen Vertreter der einzelnen Gemeinden Luftballone. Diese lassen die Teilnehmer am Ende des gemeinsamen Gebetes als Zeichen der Verbundenheit, aber auch der Vielfalt der Kulturen, zum Himmel steigen.
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