Florian Schroeder:"Es ist ein Kabarett Programm das sich mit dem Thema Entscheidungen in allen Lebensbereichen beschäftigt"- Ein Interview mit dem Kabarettisten zum Gastspiel in Burgau

Florian Schröder kommt im Mai nach Burgau. Ein Interview (Foto: Frank Eidel)
 
(Foto: Frank Eidel)
Florian Schroeder gehört mit zu den besten Kabarettisten in Deutschland. Es gibt kaum eine Bühne die er noch nicht bespielt hat. Am 7. Mai kommt Florian Schroeder mit seinem Programm " Entscheidet euch" in die Kapuzinerhalle nach Burgau. Über das Gastspiel und das Programm habe ich mit Florian Schroeder ein Interview geführt.

Thomas Rank: Sie sind mit dem Programm „ Entscheidet euch“ unter anderem in Burgau. Wie kamen sie auf den Programmnamen?

Florian Schroeder:Ich hatte das Thema Entscheidungen und habe lange um tausend Ecken gedacht, was den Titel angeht. Irgendwann dachte ich: bevor Du Dich in gewollt lustigen Wortspielen verlierst, machst Du es offensiv und klar mit appellativem Charakter. Das passt zur Show und zu ihrem Inhalt.

Thomas Rank: Was steckt hinter „ Entscheidet euch?

Florian Schroeder:Ein Kabarett-Programm, das sich mit dem Thema Entscheidungen in fast allen Lebensbereichen beschäftigt. Vom alltäglichen Einkaufen über Partnerschaft und Kindererziehung, bis hin zu angeblich alternativlosen politischen Entscheidungen und dem menschlichen Sterben.

Thomas Rank: Wie lange haben sie an dem Programm gearbeitet?

Florian Schroeder:Von der ersten Recherche bis zur Premiere ein gutes Jahr. Wobei es ab der Premiere ja erst richtig losgeht mit der Arbeit. Dann spricht jeden Abend der härteste Regisseur, den es gibt: Das Publikum.

Thomas Rank: Sie studierten Germanistik und Philosophie. Wie wird man da Kabarettist?

Florian Schroeder:Indem man einen Brotberuf braucht. Bei mir war es so: Ich hatte schon lange Radio, Schultheater und erste Kabarettschritte gemacht, wollte aber studieren. In der Schule hatte ich angefangen, mich für Literatur und Philosophie zu interessieren. Also lagen diese Studienfächer nahe. Außerdem waren sie nicht so verschult wie andere Disziplinen und ließen auf ausreichend Zeit für Tourneen spekulieren.

Thomas Rank: Sie sind nicht nur Kabarettist. Sie parodieren auch besonders die Kanzlerin. Wie lange haben sie geübt, bis sie das drauf hatten?

Florian Schroeder:Das ging recht schnell, zwei Tage, dann saß die Figur.
Frage: Wie viele verschiedene Charaktere werden in Ihrem Programm eine Rolle spielen? Zehn vielleicht, es wechselt ständig, da ich das Programm laufend aktualisiere.

Thomas Rank: Hatten sie mit den Prominenten die sie parodieren schon Kontakt?

Florian Schroeder:Ja, mit Otti Fischer, Beckmann, Jochen Busse und Günther Oettinger.

Thomas Rank: Wenn ja wie haben die reagiert?

Florian Schroeder:Das erzähle ich am Ende meiner Show ausführlich.

Thomas Rank: Was halten sie von der heutigen Regierung?

Florian Schroeder:Das lässt sich so pauschal nur schwer zu beantworten. Ich respektiere die Kanzlerin für ihre Haltung in der Flüchtlingsfrage, warte aber jeden Tag auf den Moment, in dem sie umkippt. Am spannendsten wird sein, wie sie das Umfallen rechtfertigen wird. Das wird schwieriger als Fukushima.

Frage: Sie sind auch Buchautor. Wird das Buch auch in Ihrem Programm eine Rolle spielen?

Florian Schroeder:Nein, das einzig verbindende zwischen Buch und Show ist das Thema Entscheidungen. Wer die Show gesehen hat, kann das Buch kaufen und noch mehr erfahren. Oder vorbereitend das Buch lesen, um dann ins Programm zu kommen.

Thomas Rank: Was bekommen die Besucher bei Ihrem Kabarettbesuch geboten?

Florian Schroeder:Zwei Stunden Quatsch und Satire. Ich hoffe, einen lustigen und nachdenklichen Abend, die ganze Klaviatur guter Unterhaltung, das wäre das Ziel.

Thomas Rank: Warum lohnt es sich sie Live zu erleben?

Florian Schroeder:Weil ich improvisiere, mit dem Publikum spiele. So passiert jeden Abend etwas, was nur an diesem einen Abend möglich ist.

Thomas Rank: Was möchten sie den Besuchern mit auf den Nachhause Weg geben?

Florian Schroeder:Werdet gelassener. Hört auf, allen Optionen hinterher zu jagen. Dann wird das Leben einfacher. Früher hieß es: Von der Wiege bis zur Bahre - Formulare, Formulare. heute heißt es: Von der Zeugung bis zur Leiche - Vergleiche, Vergleiche, Vergleiche.
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