Erweiterungsbau ist abgeschlossen

Die Umbaumaßnahmen am evangelischen Kindergarten sind abgeschlossen. Darüber freuten sich (von links) Stadtrat Günter Treutlein, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Pfarrer-Ehepaar Stefan und Ulrike Berlin, Architekt Martin Endhardt, Kindergartenleiterin Martina Dittmayer, Stadträtin Simone Riemenschneider-Blatter, Stadtrat und ausführende Zimmermann Erhard Uhl sowie Stadtrat Berthold Feil. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

Neue Plätze für evangelischen Kindergarten – OB: „Maßnahme zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“



Günzburg. Mit der Einweihung des evangelischen Kindergartens in der Feuchtmayerstraße in Günzburg hatten die Kleinsten am vergangenen Freitag ihren ganz großen Tag. Dass ihre Darbietungen beim Festgottesdienst den breiten Raum einnahmen, war kein Zufall. „Wir feiern, dass die Kinder in unserer Stadt willkommen sind“, hatte das Pfarrer-Ehepaar Stefan und Ulrike Berlin zu Beginn als Devise ausgegeben.

Gemeinsam mit Mitgliedern des Günzburger Stadtrats, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sowie Eltern, Nachbarn, Handwerkern und am Bau Beteiligten hatten sie sich in den neuen Räumlichkeiten eingefunden, um mit einem Dankgottesdienst den Krippenanbau am bestehenden Kindergarten feierlich zu eröffnen. Eingerahmt war der Festakt von Liedern der anwesenden Kindergartenkinder.

Den Leitsatz „Hier kann ich groß werden“ stellte Pfarrerin Ulrike Berlin in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. In einem Kindergarten ginge es um mehr, als nur darum, einige Zentimeter zu wachsen, sagte Berlin. Wichtig sei vor allem, innerlich zu wachsen. „Die Kinder sollen in ihrem Kindergarten einen Ort vorfinden, wo sie beachtet und geachtet werden“, so die evangelische Pfarrerin.

Schlüsselübergabe der süßen Art

Ausdrücklich lobte Berlin die Erzieherinnen, die trotz der Einschränkungen durch die Bauarbeiten „einen tollen Job gemacht“ hätten. Pfarrer Stefan Berlin dankte den Verantwortlichen für den reibungslosen Bauablauf und die gute Zusammenarbeit mit der Kindergartenleitung. Auch die Bauarbeiter hätten sich den Kindern gegenüber rührend verhalten. „Da sind dicke Freundschaften entstanden“, so Berlin. Mit Kindergartenleiterin Martina Dittmayer nahm Oberbürgermeister Gerhard Jauernig schließlich von Architekt Martin Endhardt symbolisch einen gebackenen Schokoladenschlüssel zum erweiterten Kindergarten entgegen.

Wohlfühlatmosphäre

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten ist ein fast kompletter Neubau entstanden. Das bestehende Gebäude wurde teilweise abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt. Der Altbestand wurde generalsaniert. Durch die Erweiterungsmaßnahme sind im Erdgeschoss ein großzügiger Foyerbereich mit offener Küche, verschiedene Spielzimmer mit Spiellandschaften, ein modernes Büro mit Personalküche sowie kindgerechte Sanitäranlagen geschaffen worden. Grasgrüne Akzente sorgen in den hellen Räumen für Wohlfühlatmosphäre. Im ausgebauten Dach wurde ein Bewegungsraum mit Gymnastikmatten untergebracht. Zudem wurde mit einem barrierefreien Aufgang eine neue Eingangssituation geschaffen.

Durch die Erweiterungsmaßnahme stehen in dem Kindergarten, den die evangelische Kirchengemeinde als Träger betreibt, 12 zusätzliche Krippenplätze zur Verfügung. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig lobte das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde, die mit dem Ausbau des Kindergartens zeitnah auf den gestiegenen Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige reagiert habe. „Indem wir diesen Bedarf decken, leisten wir auch einen Beitrag zu mehr Familienfreundlichkeit in Günzburg“, so der Rathauschef.

Die Stadt beteiligt sich mit 819.000 Euro an den Baukosten. Sie erhält ihrerseits 239.000 Euro vom Freistaat Bayern aus dem Programm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008-2014“ sowie 189.000 Euro aus Finanzausgleichsmitteln. Insgesamt 5 Millionen Euro hat die Stadt in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Kleinkinderbetreuung investiert. Mit dem Umbau des Kindergartens in der Feuchtmayerstraße stehen für die Stadt Günzburg insgesamt 89 Krippenplätze zur Verfügung. „Wir schaffen damit sehr gute Voraussetzungen, damit jedes Kind unter drei Jahren einen Platz erhält“, so der OB.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2015
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