Erfolgreiche Bekämpfung der Bienenseuche

Jetzt sind alle Untersuchungen der in den Sperrbezirken gelegenen Bienenvölker und Bienenstände sowie die er-forderlichen Maßnahmen gegen die Bienenseuche abge-schlossen. Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass der Landkreis Günzburg wieder frei von Faulbrut ist.

Entsprechend den Vorgaben der Bienenseuchenverord-nung wurden erneut Proben vom Futterhonig genommen und am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsi-cherheit untersucht. Seuchenerreger konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Somit waren die aufwendigen Bekämpfungsmaßnahmen erfolgreich und die Sperrmaß-nahmen konnten in beiden Bezirken aufgehoben werden.

Großer Dank gilt dem engagierten Einsatz des Bienen-gesundheitswartes Hubert Hilble aus Ichenhausen, der das Veterinäramt durch seine Erfahrung, sein Fachwissen und Können bei den Maßnahmen erheblich unterstützt und damit maßgeblich zum Erfolg bei der Bekämpfung beigetragen hat.

Im Juli 2012 war in einem Bienenbestand im Bremental der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich fest-gestellt werden. Das Veterinäramt Günzburg richtete da-raufhin um den betroffenen Bienenstand einen Sperrbe-zirk ein.

Der Sperrbezirk umfasste Teile des Gemeindegebietes Jettingen - Scheppach. Zusätzlich musste im Mai 2013 auch im Kammeltal im Bereich der Ortsteile Behlingen, Ettenbeuren, Ried, Reifertsweiler wegen des Nachweises von Faulbruterregern ein weiterer Sperrbezirk eingerichtet werden.

Insgesamt wurden in beiden Sperrbezirken 187 Bienenvölker untersucht und Honigproben entnom-men. Bei 15 Völkern konnten Erreger der amerikanischen Faulbrut nachgewiesen werden, 172 Völker waren frei. Im laufenden Jahr wurden dann in 9 Bienenständen Sanie-rungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei mussten 8 Bie-nenvölker wegen geringer Aussicht auf Sanierungserfolg getötet werden, 17 Völker wurden durch das Kunst-schwarmverfahren auf neue Behausungen umgesetzt und saniert.

Die Amerikanische Faulbrut tritt in Deutschland in der letzten Zeit wieder häufiger auf. Das Veterinäramt weist alle Imker darauf hin, dass bei Anzeichen der Amerikani-schen Faulbrut sofort das Veterinäramt informiert werden muss.
Besondere Vorsicht gilt bei Zukäufen von Bienenvölkern. Stammen die Bienenvölker von außerhalb des Kreisge-bietes, ist immer eine amtstierärztliche Bescheinigung erforderlich.
Bei Bienenvölkern aus dem Kreisgebiet wird dringend empfohlen, eine vorherige Untersuchung durch einen Bienensachverständigen durchführen zu lassen oder die Vorlage einer Futterkranzuntersuchung einzufordern.

Für eine schnelle und wirksame Bekämpfung der Ameri-kanischen Faulbrut oder auch anderen Bienenseuchen und -krankheiten ist es wichtig, dass dem Veterinäramt alle im Kreisgebiet ansässigen Bienenhaltungen bekannt sind. Imker, die sich bisher noch nicht zur Registrierung gemeldet haben, müssen dies aufgrund der Bienenseu-chenverordnung umgehend nachholen.

Nähere Informationen dazu sind auch unter der Telefon-nummer 08221/95-723 des Veterinäramtes Günzburg zu erhalten.
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