Eine große Liebesgeschichte - Günzburger Bürger besuchen ihre Freunde in Lannion

Gute Laune, strahlende Gesichter bei den Teilnehmern der Komiteefahrt 2014.
 
Geschenk an Lannions Bürgermeister Christian Marquet von seinem Freund und Kollegen Gerhard Jauernig, Günzburgs Oberbürgermeister.
„Eine große Liebesgeschichte, die dauert und nachhaltig ist“ mit diesen Worten begrüßte Christian Marquet, Bürgermeister von Lannion, Anfang September 49 Günzburger Bürger mit ihren Gastfamilien beim Empfang der Stadt im Lannioner Rathaus. „In dieser schwierigen Zeit, in der sich Europa sucht, sind wir über die freundschaftliche Bindung der beiden Städte sehr glücklich“, freute sich Bürgermeister Marquet. Die Sprecherin des Partnerschaftskomitees Günzburg – Lannion, Lydia Wagner, dankte für den herzlichen Empfang, die liebevolle Gastfreundschaft der Lannioner Familien und überreichte Gastgeschenke der Stadt Günzburg, sowie des Komitees.

Die Busfahrt von Günzburg in das 1251 km entfernte Lannion in der Bretagne führte über die Picardie, nördlich von Paris, nach Caen. Dort fand im Juni 1944 die Landung der Allierten statt; die Reisegruppe besichtigte die Gedenkstätte „Memorial“. Bei schönem Sommerwetter wurden die Günzburger von ihren Gastfamilien in Lannion herzlich begrüßt. Ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm mit Bus, Schiff oder Eisenbahn führte die Gruppe durch die Bretagne.

Die Ziele:
Morlaix - Eine reizende mittelalterliche Stätte mit einem 58 m hohen, völlig aus Granit gebauten Viadukt.
Roscoff - Der auf einer zum Ärmelkanal hin offenen Halbinsel erbaute Ort Roscoff ist mit seinen hübschen, reich verzierten Reederhäusern und seiner Kirche im Flamboyant-Gotik-Stil sicherlich einen Umweg wert.
Insel Batz - Fünfzehn Minuten Überfahrt und schon ist man in einer anderen Welt!
Saint-Malo - Wie ein steinernes Schiff reckt Saint-Malo in der Rance-Mündung stolz seine Festungsmauern über seine Strände und den Hafen.
Dinan - Bezaubernde mittelalterliche Stadt zwischen Land und Meer. Diese bretonische Stadt ist von einem beeindruckenden Ring an Stadtmauern umgeben.
Carnac - Die Alignements gehören zu den beeindruckendsten Zeugen der Megalith-Kultur.
Pont Aven - Von der Stadt der Mühlen zur Stadt der Maler.
Trebeurden - Katamaransegeln.
Lannion - Markt und Empfang im Rathaus – Abschiedsabend.

Auf dem ganztägigen Wochenmarkt in Lannion konnten sich die Besucher von der Reichhaltigkeit der bretonischen Produkte überzeugen. Großes Interesse gab es bei der Besichtigung einer Whiskydestillerie in der Partnerstadt. Das schönste und sportlichste Erlebnis, vor allem für die jugendlichen Teilnehmer, war das Katamaransegeln vor der Bucht von Trebeurden. Beim gemeinsamen Abend, musikalisch umrahmt von der Jazzband des neuen Präsidenten des Lannioner Komitees, Daniel George, wurden bretonische Spezialitäten gereicht, wie Cidre, Galettes und Crêpes. Dieser Freundschaftsabend mit bretonischen Tänzen hat Gastgeber und Gäste noch enger zusammengefügt.

Die Rückreise führte in Frankreichs Hauptstadt Paris. Dort konnte jeder auf seine Art und Weise die Stadt der Liebe entdecken und erkunden.

Auf einem deutschen Soldatenfriedhof in der Nähe von Verdun gedachten Mitglieder des Komitees des Ausbruchs des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren und legten im Namen der Stadt Günzburg einen Kranz am Grab eines gefallenen Günzburger Soldaten nieder, stellvertretend für alle anderen gefallenen Günzburger.

Schönes Wetter, die herzliche Gastfreundschaft, gute Laune, strahlende Gesichter und vor allem die freundliche und kompetente Reiseleitung durch Jean-Yves Warin, stv. Sprecher des Günzburger Komitees, ergaben eine sehr gelungene Reise.

Das Komitee freut sich nun auf einen Gegenbesuch der Lannioner Freunde im April 2015. An Pfingsten 2016 gibt es ein festliches Wiedersehen in Lannion; dann feiern beide Städte 35 Jahre Städtepartnerschaft! Auch Lannions Bürgermeister Christian Marquet freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Freund und Kollegen Gerhard Jauernig, Günzburgs Oberbürgermeister.

Die Bretagne ist eine faszinierende und spektakuläre Ozeanlandschaft mit geschützten Sandstränden, rauen Felsküsten und intimen Buchten zwischen den Tälern. Entdecken Sie ungeahnte bretonische Schönheiten.

Die Gezeiten sowie die Winde verändern den Himmel mehrmals am Tag. Wolken und Licht bieten dabei ein schönes Schauspiel. Trotzdem ist die Bretagne nicht verregnet, wie oft gemeint wird. Einzigartige Kulturschätze, teilweise Zeugen einer frühen Kultur können hier bewundert werden.

Die Bretagne ist sicher mehr als nur eine Reise wert.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 18.10.2014
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