Der Schatz des Königs - Kriegsbeute als Herrschaftsinstrument im frühen Mittelalter
Günzburg: Haus der Bildung | Die vhs Günzburg überträgt fachübergreifende akademische Vorträge aus dem Studium Generale der vhs Böblingen-Sindelfingen live nach Günzburg. Es handelt sich um vorrangig geschichtliche und kulturgeschichtliche Themen; als Referenten sind durchweg Professoren und Privatdozenten verschiedener Universitäten verpflichtet.
Dank moderner Technik kann ein großer Interessentenkreis online und damit live per Internet dabei sein.
Vorherige Anmeldung ist notwendig, da die Teilnehmerzahl auf 35 beschränkt ist.
Sie können die insgesamt fünf Vorlesungen als Block zu einem Preis von 35,00 € buchen oder jeweils einzeln zu 9,00 € pro Vorlesung.
Der Schatz des Königs
Kriegsbeute als Herrschaftsinstrument im frühen Mittelalter
Während der Völkerwanderungszeit und im frühen Mittelalter verfügten Könige und Fürsten über Schatzkammern voller Gold, Silber, Edelsteine, als Rohmaterial oder in bearbeiteter Form als Münzen, Schmuck, Tafelgeschirr oder Insignien wie Kronen und besondere Waffen. Diese Schätze waren ein Herrschaftsinstrument, denn sie dienten neben der königlichen Repräsentation auch dem Gabentausch und der Aussendung von Geschenken, durch die in der archaischen Gesellschaft intergentile ebenso wie persönliche Verbindungen bestimmt wurden.
Viele der in den königlichen Schätzen enthaltenen Gegenstände und Materialien stammten aus Kriegsbeute, die immer wieder dafür sorgte, dass der königliche Goldreichtum nicht nachließ. Dies hatte jedoch auch zur Konsequenz, dass der siegreiche Krieg gegen nähere oder fernere Nachbarn in der Zeit zwischen dem 4. und dem 9. Jahrhundert eine der Grundvoraussetzungen erfolgreicher Königs- und Fürstenherrschaft wurde. Im Vortrag wird anhand ausgewählter Beispiele dem Zusammenhang von königlicher Herrschaftspraxis und Beuteunternehmungen nachgegangen.
Dr. Matthias Hardt M.A., Universität Leipzig

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