Burgau, Premiere am KramerHofTheater.
Tschechow-Abend begeistert die Zuschauer.
Mit einem jubelnden Applaus bedankte sich am Do. den 24. April das Publikum für die Premiere des Tschechow –Abends „Echt russisch“. Die beiden Einakter „Der Bär“ und „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ von Anton Tschechow wurden von der Regisseurin Dörte Trauzeddel geschickt zu einer Geschichte verknüpft. Im ersten Einakter „Der Bär“ wird die junge Witwe Jelena (Yasemin Kont) in ihrer Trauerstimmung durch den Besuch des vermeintlichen Frauenhassers Grigori (Wini Gropper) gestört. Er stürzt wie ein Elefant im Porzellanladen auf die Bühne und fordert von der trauernden Witwe beharrlich die Schulden ihres verstorbenen Mannes zurück. Die Witwe fühlt sich durch sein flegelhaftes Benehmen gekränkt und verweigert die Zahlung. Daraufhin beschließt Grigori, so lange im Haus zu bleiben bis er sein Geld erhält. Zwischen den beiden entfacht ein heftiger Streit, der im Kampf der Geschlechter endet. Der Diener Luka (Jànos Balog) versucht vergeblich die Situation nicht eskalieren zu lassen. Dank der hervorragenden Darsteller erlebt der Zuschauer mitreißend ein Wechselbad der Gefühle. Die Überleitung zum zweiten Einakter lässt schon vermuten, dass der frühere Macho Grigori ein mitleiderregender Waschlappen geworden ist. Und so schreitet oder besser gesagt schleicht ein von seiner Frau gedemütigter Ehemann auf die Bühne. Er, selbst Raucher, sollte für einen wohltätigen Zweck eine Rede „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ halten. Diese Gelegenheit nutzt er jedoch um seinem Frust freien Lauf zu lassen. Mit abwechslungsreicher Mimik und Gestik verkörpert Gastschauspieler Wini Gropper in überzeugendster Weise den gebrochenen Ehemann. Kein Wunder, dass sich der ein oder andere Zuschauer vor Lachen nur so krümmt. Alles in Allem eine gelungene Vorstellung, an die man sich noch lange erinnern wird.
Weitere Vorstellungen am 1./2./8./9./10./15./16./17./29./30. Mai und 1. Juni
Karten können unter 0172-4722204 reserviert werden.


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