40 Jahre Heilig Geist

Prälat Konrad Hölzl erinnert in seiner Predigt an die Anfangsjahre der Gemeinde
 
Der Altar als Zentrum der Feier
Erhebender Festgottesdienst zum 40-jährigen Jubiläum von Heilig Geist


In Heilig Geist gab es schon viele schöne und bewegende Gottesdienste. Eine der ganz besonderen Stunden war mit Sicherheit diese Jubiläumsfeier in der voll besetzten Kirche.

Alle, die mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung der Gemeinde zu tun hatten und haben, scheuten keinen noch so weiten Anfahrtsweg um bei diesem Fest dabei zu sein. Entsprechend groß war die Wiedersehensfreude bei allen Beteiligten, die sich zum Teil sehr viele Jahre nicht gesehen hatten und entsprechend intensiv waren dann auch die Gespräche, die sich im Anschluss an den Gottesdienst beim Empfang im Foyer entwickelten.

Doch das eigentlich Entscheidende an diesem Tag war der Gottesdienst, der von Prälat Konrad Hölzl, Pfarrer Hans Gündele und Pfarrer Ulrich Däubler zelebriert wurde, assistiert von den beiden Diakonen Upali Fernando und Peter Trapp sowie einer großen Schar von Ministranten. Wie Pfarrer Däubler am Ende der Feier sagte, war in dieser Stunde der Geist Gottes spürbar.

Prälat Hölzl erinnerte in seiner Predit an die Anfangszeiten der Gemeinde, an den ersten Gottesdienst auf der Baustelle ohne Fenster und Boden, an das erste Weihnachtsfest auf der Baustelle ohne Heizung, dafür mit Stallcharakter wie einst in Bethlehem.
Er führte aus, dass er es als seine Aufgabe gesehen hatte, die Kirche zusammen mit der Gemeinde nicht nur zu errichten, sondern vor allem sie mit Leben zu erfüllen. Die Liturgie bilde die Quelle und den Höhepunkt des Handelns der Kirche, sie solle aber nicht ausschließlich Sache der Kleriker bleiben, sondern von der Gemeinde getragen sein. Aus diesem Grunde ist der Altar auch bewusst im Zentrum des Kirchenraumes eingeplant worden. Der Bau sollte eine echte Begegnungsstätte werden: Begegnung der Gemeindemitglieder beim gemeinsamen Mahl und vor allem als Zentrum und Strahlungspunkt der Verkündigung; ein Ort für die Begegnung mit Gott.
Er unterstrich nochmals in aller Deutlichkeit, dass das Essentielle einer lebendigen Gemeinde die Gemeinschaft der Gemeindemitglieder ist.
Sein großer Traum sei eine Kirche, die frei von allen bürokratischen Hemmschwellen und persönlichen Berührungsängsten ein irdischer Wegbereiter ist für das große Ziel: die Gemeinschaft mit Gott und untereinander.

In einem in gewohnter Manier sehr kurzweiligen Grußwort erklärte am Ende des Gottesdienstes Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig seine hohe emotionale Verbundenheit mit Prälat Hölzl, bei dem er Erstkommunion feierte und als Ministrant im Gottesdienst diente und so seine spirituellen Wurzeln in dieser Gemeinde fand.

Eine absolute Glanzleistung war die musikalische Gestaltung der Jubiläumsfeier durch das Heilig Geist Ensemble und dem Orchester. Die Krönungsmesse von Mozart ist ein Meisterwerk der Kirchenmusik. Und meisterlich war das, was die Sänger und Musiker daraus machten. Stimmgewaltig und mit einer wunderbaren Brillanz trugen sie sehr zur festlichen Stimmung in diesem Gottesdienst bei.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 16.11.2013
myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2014
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