Stete Mahner für den Frieden- Gedenkfeiern in Leipheim und Riedheim auch im Zeichen von Paris

Gedenken am alten Friedhof in Leipheim: Gerhard Oßwald (Evang. Kirche Leipheim), Rainer Kreibich (2. Bürgermeister), Christian Konrad (1. Bürgermeister), Hansjörg Reiff (3. Bürgermeister), Johannes Rauch (Katholische Gemeinde Leipheim) (Foto: Stadt Leipheim)
Am 15. November wurde in Leipheim und Riedheim
Gedenkfeiern zum Volkstrauertag abgehalten, unter Mitwirkung der Feuerwehren, der Stadtkapelle, der Chorgemeinschaft und Vertretern verschiedener Vereine. Die Ereignisse in Paris fanden auch hier ihren Niederschlag.
Als Bürgermeister Christian Konrad seine Rede zum diesjährigen Volkstrauertag vorbereitete und die Worte „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Denken Sie nur an die Brennpunkte im Nahen Osten, in Syrien und Afghanistan“ niederschrieb, hatte er noch keine Ahnung, dass zwei Tage vor
der jährlichen Gedenkfeier der Terror aus eben diesen Staaten das Herz Europas treffen würde. Die Anschläge in Paris machten den 1952 eingeführten Gedenktag, an dem in Deutschland den Kriegstoten und Opfern der Gewaltherrschaft aus allen Nationen gedacht wird, erschreckend
aktuell. Und so gedachte man in Riedheim und Leipheim nicht nur den gefallenen Soldaten und den zivilen Opfern aus zwei Weltkriegen, sondern auch jenen, die am Freitagabend mitten aus
dem Leben gerissen wurden. Pfarrer Johannes Rauch erinnerte an die Toten von Paris, aber bat in seiner Ansprache auch, „nicht zu vermischen. Die Flüchtlinge, die hier ankommen, fliehen gerade vor diesem Terror.“
Christian Konrad wiederum erinnerte ganz im Sinn des Volkstrauertages daran, dass „wenn wir die Toten sprechen lassen wollen, wir uns an unsere Vergangenheit erinnern und die Geschichte lebendig
werden lassen müssen“. Die Toten seien stete Mahner, sich für den Frieden in Deutschland und der Welt einzusetzen: „Wir müssen mit wachen Sinnen die aktuellen Geschehnissen verfolgen und rechtzeitig gegensteuern, wenn sichdie Geschichte zu wiederholen droht. Nicht die, die am lautesten
schreien haben immer recht.“
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