Museen öffnen am Internationalen Museumstag

Im Webereimuseum in Ziemetshausen wird es am Internationalen Museumstag laut, da sämtliche Maschinen laufen
 
Der Schmied Josef Schiegg in der Werkstatt der Hammerschmiede, dem man bei seiner schweren Arbeit über die Schulter schauen kann
Am Sonntag, 17. Mai 2015, ist "Internationaler Museumstag", an dem auch viele der mittlerweile über 20 Museen im Landkreis bei freiem Eintritt geöffnet haben:

Das Ikonenmuseum im Schloss Autenried, das größte Museum dieser Art außerhalb orthodoxer Länder, ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Brauereimuseum Autenried zeigen liebevoll restaurierte Exponate eindrucksvoll, wie Bier in früheren Zeiten gebraut wurde (geöffnet von 11 bis 17 Uhr).

Im Museum der Stadt Burgau kann von 14 bis 17:30 Uhr die Ausstellung „Frisch gezapft! Burgauer Bier- und Wirtschaftsgeschichte“ besichtigt werden. Außerdem wird das erste Burgauer Schlossbier ausgeschenkt, welches vor ein paar Wochen im Schloss eingebraut wurde.

Im Museum Besenwelten in Günzburg können die Gäste von 14 bis 17 Uhr eine einzigartige Besenreise um die ganze Welt machen. Zu vielen Besen gibt es natürlich eine spannende Geschichte. Faszinierend ist auch altes und neues Blechspielzeug, das man sogar selbst aufziehen darf.

Die historische Werkstatt „Zum Alten Mayr“ in Ichenhausen ist ab 13 Uhr geöffnet. Zum Thema "Technischer Fortschritt in den 30er Jahren" wird der Beruf des Schmieds und des Schlossers zur damaligen Zeit präsentiert. Um 14, 15 und 16 Uhr wird es jeweils eine 15-minütige Schmiedevorführung geben. Dabei werden auch die Maschinen, mit denen die Werkstücke vorbereitet und weiterbearbeitet wurden, erklärt. Bilder aus den 30er und 40er Jahren zeigen den "alten" Mayr Senior in seiner Werkstatt beim Arbeiten. Die Bilder aus dieser Zeit geben einen kleinen Einblick in das Leben und Arbeiten des damaligen Werkstattbesitzers.


Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist von 13:30 bis 17 Uhr geöffnet. Um 14, 15 und 16 Uhr werden Kurz-Vorträge über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde Ichenhausen angeboten. Eine Besichtigung der im Keller freigelegten und restaurierten Mikwe (rituelles Tauchbad) sowie der Dauerausstellung „Juden auf dem Lande“ ist ebenfalls möglich. Von 14 bis 15 Uhr findet eine Führung auf dem jüdischen Friedhof statt (südlicher Stadtrand von Ichenhausen, oberhalb der Minigolf-Anlage).

Im Bayerischen Schulmuseum Ichenhausen kann man von 10 bis 17 Uhr die Dauerausstellung „Schule von der Steinzeit bis zur Gegenwart“ sowie die Ausstellungen „Jüdische Schule in Bayern“ und „Stadtgeschichten - Schulgeschichten: Schulzeit in Ichenhausen“ besichtigen. Jeweils um 14 und 15 Uhr können die Besucher an einer Führung durch die Dauerausstellung oder an einem „Unterricht wie in Opas Schule“ (im historischen Klassenzimmer) teilnehmen. Um 11 Uhr wird zudem eine Führung durch die Ausstellung „Stadtgeschichten - Schulgeschichten: Schulzeit in Ichenhausen“ angeboten.

Im Mittelschwäbischen Heimatmuseum in Krumbach ist von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung „Meisterhaft“ zu sehen. Noch ist das Handwerk fest in der Gesellschaft positioniert. Ab wie wird das in Zukunft sein? Die Sonderschau zeigt ein Dutzend Lehr-, Gesellen- und Meisterstücke vom Perückenmacher bis zum Industriemechaniker aus der Region. Um 15 Uhr spielt das Theater KNUH für Kinder ab 3 Jahren „Rotkäppchen Teil 2“. Die Geschichte vom Rotkäppchen kennt jeder, aber wie ging es danach weiter? Rotkäppchen hat ein neues Abenteuer zu bestehen, aber dieses Mal kommen ihr Freund Peter und die Hasendame Frau Hoppel zu Hilfe (Eintritt 3 EUR).

Im Heimat- und Bauernkriegsmuseum „Blaue Ente“ in Leipheim ist neben den Dauerausstellungen zur Stadtgeschichte, zur Haus- und Brauereigeschichte und dem Bauernkrieg die Sonderausstellung „Die Siedler von Leipheim“ zu sehen, die einen einzigartigen Einblick in das Leben vor 3.000 Jahren gibt. Die Mitglieder des Historischen Arbeitskreises der Stadt Leipheim erwarten die Gäste ab 9 Uhr in der Mühle (Im Weinhof, Leipheim) mit selbst gebrautem Enten-Bier, Most und kulinarischen Schmankerln - Vorführungen des historischen Mahlwerks und fachkundige Führungen inklusive. In der Grund- und Mittelschule Leipheim ist von 13 bis 17 Uhr die „Steinesammlung“ geöffnet. Unter dem Motto „Ein Stück URWELT in der Schule“ gibt es einen geführten Rundgang für Jung und Alt. Für Kinder lockt die kostenlose Schatzsuche in einer Schatzkiste.

In der Hammerschmiede und Stockerhof Naichen kann man ab 13 Uhr einem Schmid bei seiner schweißtreibenden Arbeit an Esse und Amboss zuschauen und beobachten, wie er mit geschickten Hammerschlägen das glühende Eisen in Form bringt. Um 15 Uhr gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung "Siegt, spendet, schreibt an die Front - Plakate aus dem Ersten Weltkrieg". Die Ausstellung präsentiert rund 70 Plakate zum Thema aus der Sammlung von Karl Wilhelm Beck, einem 1881 in Dornstadt (Ries) geborenen Lehrer. Die Botschaften der Plakate sollten bei der Bevölkerung den Glauben an den Sieg, die Loyalität mit dem Militär, die Opferbereitschaft und den Durchhaltewillen erzeugen und stärken. Eine kreative Mit-mach-Aktion für Kinder zum Thema „Wassertropfen“ sowie eine Bewirtung im Stockerhof runden den Nachmittag ab.

Im Heimatmuseum Rettenbach im Rettenbacher Schlößle kann von 14 bis 18 Uhr die Ausstellung „70 Jahre Kriegsende in unserer Gemeinde“ besichtigt werden. Außerdem findet im Hof beim Schlößle ein „Bulldog-Oldtimer-Treffen“ (ab Baujahr 1963 und älter) mit Segnung statt. Der Carnevalsclub Harthausen versorgt die Gäste mit Getränken, Kaffee und Kuchen.

In der Kreisheimatstube Stoffenried werden von 14 bis 18 Uhr alte Handwerkstechniken - Weißsticken, Wolle spinnen und filzen, Korbflechten, Drechseln mit der Wippdrechselbank, Schnitzen auf der Schnitzelbank, Blumenkränze binden - gezeigt. Für Kinder sind Mitmachaktionen wie z.B. Singen und Tanzen, Stelzen laufen, Seilspringen, Geschicklichkeitsspiele, usw. vorbereitet. Verschiedene Gruppen werden den Nachmittag musikalisch gestalten und zum Mitsingen einladen. Zur Stärkung wird natürlich Bier aus der Historischen Hausbrauerei ausgeschenkt und Most aus dem Museumskeller, aber auch Kaffee, Saft und Schwäbische Kuchen werden angeboten.

Im Klostermuseum mit Bibliothek in Ursberg kann von 13:30 bis 17 Uhr neben der ganzjährigen Ausstellung die Sonderausstellung „Verzierte Ostereier“ besichtigt werden.

Auch in Ziemetshausen ist von 14 bis 17 Uhr einiges geboten: Im Webereimuseum laufen sämtliche Maschinen , so dass die Besucher die Herstellung eines Stoffes vom Garnspulen bis zum fertigen Gewebe verfolgen können. Man kann der Entstehung von Flecklesteppichen an mehreren Handwebstühlen zusehen und einer Schneidermeisterin bei der Arbeit über die Schulter schauen. In der Spinnstube wird Schafwolle gesponnen. Buben und Mädchen dürfen unter fachkundiger Anleitung Posamentenknöpfe wickeln.
Im Stegmannhaus wird in der Schusterwerkstatt gearbeitet und in der „guten Stube“ zeigen Weißstickerinnen ihre Arbeiten und ihr Können. Das Sägegatter in der „alten Säge“ ist in Betrieb und der interessierte Besucher erhält gerne fachmännische Auskunft über die historischen Holzbearbeitungsmaschinen.
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