Günzburg setzt auf Sonnenenergie - Stadt will mit Photovoltaik-Anlagen Energiekosten sparen

In schwindelnde Höhen haben sich (von links) Stadtwerkevorstand Johann Stelzle, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, ESS-Geschäftsführerin Bettina Kempfle und Kulturamtsleiter Peter Bannwarth begeben, um die neuen Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach des Forums am Hofgarten zu begutachten. „Eine Win-win-Situation“ nennt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die Installation der Anlagen, die er als weiteren Schritt auf dem Weg zur energieautarken Stadt sieht. (Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg)
Günzburg. Die Stadt Günzburg hat einen weiteren Schritt in Richtung energieautarke Stadt unternommen: Auf den Dächern des Forums am Hofgarten sowie dem Kinderhaus Auf der Hagenweide wird mit großflächigen Photovoltaik-Anlagen Sonnenstrom erzeugt. Die Anlagen hat die Leipheimer Firma ESS Kempfle GmbH (Energie Service Schwaben) installiert, das Kommunalunternehmen Stadtwerke Günzburg hat die Kosten für die Installation übernommen und ist damit Eigentümer und Betreiber der Anlagen. Weil sie die Flächen zur Verfügung stellt, bekommt die Stadt Günzburg den Strom nun deutlich günstiger.

Die Stadt Günzburg ist neben Leipheim die zweite Stadt im Landkreis, die Flächen für die Photovoltaik-Anlagen von ESS Kempfle zur Verfügung stellt. Die Idee dahinter: Die Anlagen werden auf Dächern kommunaler Gebäude installiert. Im Gegenzug bekommen die Städte und Gemeinden den Strom billiger. Mit dem erzeugten Sonnenstrom kann die Stadt Günzburg mehr als die Hälfte des Strom-Eigenverbrauchs der beiden Einrichtungen abdecken. Der darüber hinaus erzeugte Strom wird in der an das Forum angrenzenden Tiefgarage verbraucht. „Also eine optimale Nutzung des erzeugten Stroms“, erklärt Stelzle, der Vorstand der Stadtwerke Günzburg.

„Wir bekommen den Strom vom Dach zur Eigennutzung zu einem Preis, der rund 20 Prozent unter dem Einkaufspreis des Vorjahres liegt“, erklärt OB Jauernig. „Dadurch können wir in den nächsten 20 Jahren erhebliche Energiekosten einsparen.“ Auch die Geldgeber profitieren: „Die Investoren, in diesem Fall die Stadtwerke, bekommen eine deutlich höhere Rendite als bei einem Sparbuch“, erklärt Geschäftsführerin Bettina Kempfle. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Investition in zehn bis zwölf Jahren amortisiert haben wird, rechnet Kempfle vor.

Mit den Photovoltaik-Anlagen will die Stadt an ihr Konzept der energieautarken Stadt anschließen. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ist von der Geschäftsidee überzeugt: „Für mich ist das eine echte Win-win-Situation. Ich bewundere den Unternehmergeist der Firma, die mit diesem innovativen, cleveren Konzept neue Wege bei der Energiewende beschreitet.“

Die Stadtverwaltung verfolge seit vielen Jahren das Ziel, den Energieverbrauch der eigenen städtischen Gebäude zu reduzieren. Dies soll untere anderem durch eine kontinuierliche Sanierung und Modernisierung gelingen. „Die Photovoltaikanlagen sind ein weiterer Baustein unseres nachhaltigen Energiemanagements“, erklärt der Rathauschef.

Sollte die Testphase in Leipheim und Günzburg erfolgreich verlaufen, will die Firma in Serie gehen. Dann sollen in anderen Gemeinden des Landkreises weitere Dächer dazukommen. Bei einer entsprechenden Informationsveranstaltung am 15. Mai im Rahmen der „Energie-Unabhängigkeits-Tage 2015“ können sich Kommunen über das Energiekonzept informieren. Weitere Informationen unter:
www.ess-kempfle.de.
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