Appell des Bayerischen Jagdverbands (BJV) zu Weihnachten: Keine Tiere schenken ohne vorher nachzudenken!
Weihnachten - da steht bei vielen Kindern ein kleiner Hund, eine Katze oder ein Meerschweinchen auf dem Wunschzettel. Häufig ebbt die anfängliche Freude über den neuen Spielkameraden aber schon kurz nach der Bescherung ab, weil in der ersten Euphorie völlig übersehen wurde, dass mit der Anschaffung eines Haustieres auch Pflichten verbunden sind.
„Grundsätzlich sind Haustiere eine Bereicherung“, sagt der Kreisgruppenvorsitzende von Günzburg Manfred Borchers. Kinder lernen mit Hilfe eines Tieres Verantwortung zu übernehmen und Rücksicht zu üben. Für viele alleinstehende Menschen sind Haustiere Partner, die sie in Schwung halten und ihnen ein Stück der Einsamkeit nehmen. Vor einer Entscheidung für ein Haustier empfiehlt es sich aber, sich über die Bedürfnisse des Tieres, seine artgerechte Haltung, Ernährung, Entwicklung und Erziehung sowie über die anfallenden Kosten während des ganzen Tierlebens intensiv zu informieren.
Jedes Jahr werden Tausende unüberlegt angeschaffte Tiere in Tierheimen abgegeben oder einfach an die frische Luft gesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Sie irren umher und sind den Gefahren des Straßenverkehrs und der Witterung schutzlos ausgeliefert. Kleine Haustiere fallen nicht selten Fressfeinden zum Opfer. „Ein Tier auszusetzen ist kein Kavaliersdelikt“, so Borchers. Er ist selbst Hundehalter und weiß, dass man mit der Anschaffung eines Tieres eine große Verantwortung übernimmt. Nach Paragraph 3 des Tierschutzgesetz (TierSchG) ist es bei Strafe verboten, „ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen“. Sie werden nicht selten zu einer Bedrohung für die einheimische Tierwelt.
Borchers: „Ausgesetzte Katzen und Hunde üben in der Natur einen enormen Räuberdruck auf Singvögel oder Kleinsäuger aber auch auf größere Wildtiere aus.“
Er schlägt deshalb vor: „Legen Sie doch statt eines lebenden Tieres ein Stofftier unter den Christbaum zusammen mit ein paar Büchern über das ausgewählte Wunschtier. Während der Feiertage ist dann Zeit, die Bücher zu lesen und passende Utensilien für den Neuankömmling auszusuchen. Nach den Feiertagen können Sie sich dann in aller Ruhe im Tierheim oder bei einem vertrauensvollen Züchter in Ihrer Umgebung ein für Sie passendes Tier aussuchen.“
Weitere Informationen und Ansprechpartner unter www.jjv-guenzburg.de


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