Regeln für Bellos Herrchen

Brav neben dem Kotbeutelspender – so sollte es sein. Nur das mit der Leine sollten Maxl und Herrchen noch einmal üben. Welche Regeln Hundehalter und –führer sonst noch zu beachten haben, können Bürgerinnen und Bürger den Ortsvorschriften zum Führen von Hunden entnehmen. Foto: Laura Schmidt/ Stadtverwaltung Günzburg.

Stadtverwaltung nennt Verhaltenshinweise im Umgang mit Hunden



Günzburg. „Shit happens!“ sagt „Forrest Gump“ alias Tom Hanks im gleichnamigen Film von 1994 – und joggt weiter. Scheiße passiert. Man tritt rein, wischt es ab, was soll’s. Ganz so unbekümmert stecken viele Bewohner und Besucher die tierischen Hinterlassenschaften jedoch nicht weg, wenn sie mal in einen übel riechenden Hundehaufen getreten sind. Hundekot auf Straßen, Parks und Gehwegen gehören für manche Mitbürger zu den ärgsten Ärgernissen überhaupt.

In ihren Ortsvorschriften weist die Stadt Günzburg deshalb darauf hin, dass Halter beziehungsweise Führer eines Hundes dafür zu sorgen haben, dass das Tier seine Notdurft nicht auf Gehwegen, in Grün- oder Erholungsanlagen oder auf fremden Grundstücken verrichtet. Passiere das trotzdem, müsse der Hundekot unverzüglich beseitigt werden, wie die städtische Umweltschutzbeauftragte Christine Hengeler erklärt. Bei Zuwiderhandlung könne ein Bußgeld fällig werden.

Um die Kotbeseitigung für Herrchen und Frauchen zu erleichtern, hat die Stadt bereits vor einigen Jahren Kotbeutelstationen in der gesamten Innenstadt errichtet. Für Spaziergänge in den Randbereichen und außerhalb der Ortschaft empfiehlt die Stadt den Haltern, Plastikbeutel mitzuführen. „Stinkende Hinterlassenschaften von Hunden sind ein Ärgernis. Die Beutel leisten da einfache Abhilfe, aber ohne die Bereitschaft der Hundehalter geht es natürlich nicht“, sagt die Sprecherin der Stadt, Sabrina Schmidt.

Dazu gehöre auch, die Tiere im Bedarfsfall an die Leine zu nehmen. Ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern herrscht für sie innerhalb der geschlossenen Ortschaft Leinenzwang. Das gilt auch für Grünanlagen und Wege, die zwar nicht in der Ortschaft liegen, aber stark frequentiert werden. Dazu gehören etwa der Trimm-Dich-Pfad im Donauwald oder die Anlagen auf der Hagenweide (siehe Infokasten).

„Außerdem müssen die Hunde während der Vegetationszeit auch auf Wiesen und Feldern an die Leine genommen werden“, ergänzt Christine Hengeler. In Schutzgebieten dürfen Hunde die Wege grundsätzlich nicht verlassen. „Auch Kinderspielplätze, das Waldbad, Kindergärten, Schulen und Friedhöfe sind für Hunde tabu“, so Hengeler.

Immerhin gibt es in Günzburg seit letztem Jahr einen ausgewiesenen Badesee für Hunde. Im Nördlichen Mooswaldsee (Ost) können Herrchen und Frauchen gemeinsam mit ihren Vierbeinern nach Herzenslust planschen und toben. Allerdings gilt auch hier: Der Hund sollte am Strand an der Leine bleiben. „Außerdem möchten wir die Halter auch hier bitten, immer den Hundekot wegzuräumen“, so Christine Hengeler.

Ganz ohne Regeln gehe es leider nicht, bekennt die Umweltfachkraft. „Besonders in Parks kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Bürgern mit und ohne Hund.“ Hier sollen die Ortsvorschriften Abhilfe schaffen. „So sorgen wir für klare Verhältnisse – nicht nur während der Hundstage.“


Info:
• Hundebesitzer sind verpflichtet, den Kot ihres Hundes wegzuräumen.
• Es besteht Leinenpflicht ab 50 cm Schulterhöhe innerhalb der Ortschaft, auf Wiesen und Feldern während der Vegetationszeit, sowie in folgenden Grünanlagen: Anlagen auf der Hagenweide, Städtische Anlagen an der Dillinger und Reisensburger Straße, Reisensburger Kreuzberg, Waldlehrpfad im Birket, Trimm-Dich-Pfad im Donauwald, Nördliches Donau-Ufer zwischen Brücke Heidenheimer Straße und Brücke in Reisensburg
• In Schutzgebieten dürfen die Wege nicht verlassen werden, Hunde dürfen sich nicht aufhalten auf: Kinderspielplätzen, im Waldbad, in Kindergärten und Schulen, sowie Friedhöfen
• Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Günzburg www.guenzburg.de/ Bürger und Rathaus/ Rathaus/ Ortsvorschriften unter dem Themenblock „Hundehaltung“
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