Projekt „Job-Mentoren“ zieht erste positive Bilanz

„Die positive Nachricht über die Job-Zusage hat mich sehr gefreut und mich in meiner Tätigkeit als Projektkoordinatorin bestärkt“, sagt Michaela Hoch, die das Projekt „Job-Mentoren“ im Freiwilligenzentrum STELLWERK koordiniert. „Es ist für mich eine unglaubliche Freude zu sehen, wie Menschen, die angesichts zahlreicher Rückschläge und Absagen von starken Selbstzweifeln geplagt sind, plötzlich wieder eine Perspektive haben. Man kann mit einem offenen Ohr und ein paar Stunden Zeit so viel bewirken“, sagt Hoch.

Das Projekt „Job-Mentoren“ wurde im Juli letzten Jahres ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Job-Mentoren unterstützen arbeitslose Menschen auf dem Weg zurück in die Arbeitswelt. Seit Projektstart konnten vier Paten gewonnen wer-den, die einen oder mehrere Arbeitssuchende betreuen. Es werden noch weite-re Mentoren gesucht, um möglichst vielen Menschen ohne Arbeit, unter denen sich auch viele alleinerziehende Mütter befinden, Unterstützung und eine indi-viduelle und intensive Betreuung anbieten zu können.

Trotz hoher Motivation haben einige Arbeitslose sehr geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Eine bereits lang andauernde Arbeitslosigkeit, eine geringe Aus-bildung, aber auch die Tatsache, alleinerziehend zu sein, sind einige der Gründe, die es diesen Menschen so schwer machen, wieder einen Job zu finden. Die Job-Mentoren können den Arbeitssuchenden jedoch Türen öffnen, die ihnen sonst verschlossen blieben. So war es auch in einem aktuellen Fall. „Mit dem Projekt im Rücken bekam die alleinerziehende Mutter mit Migrationshintergrund und ohne Berufsausbildung eine Einladung zum Vorstellungsgespräch und letztendlich auch eine Zusage. Ohne die Teilnahme am Projekt hätte die Bewerberin keine Chance gehabt“, weiß Hoch.

Die Aufgaben der Mentoren sind sehr vielfältig und variieren von Fall zu Fall. Gemeinsam die Bewerbungsunterlagen auf Schwachstellen hin zu überprüfen und nach passenden Arbeits- und Praktikumsstellen zu suchen, gehören zu den Aufgaben von Job-Mentoren. Viel wichtiger ist jedoch, dass sich die Mentoren Zeit für den Arbeitssuchenden nehmen, ihm zuhören und sein Selbstwertgefühl stärken. "Hilfe zur Selbsthilfe - eigenverantwortliches Handeln" lautet das Credo des Projekts. Es ist nicht Aufgabe der Mentoren, für die Arbeitssuchenden die Bewerbungen zu schreiben und mögliche Arbeitgeber abzuklopfen. Der Bewerber muss stets der aktive Part bleiben.

Um Mentor/-in zu werden, ist keine besondere Ausbildung oder spezielle beruf-liche Qualifikation erforderlich. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass man be-reit ist, Zeit (ca. 2 Stunden pro Woche) zu investieren und den Menschen in seiner Lage ernst zu nehmen. Sowohl Berufstätige aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern als auch Personen im Ruhestand können sich als Mentor/-in en-gagieren.

Potenzielle Job-Mentoren, die sich für dieses attraktive Ehrenamt interessieren, können sich im Freiwilligenzentrum STELLWERK bei Michaela Hoch, Tel. 08221 – 930 13 26 oder per Email hoch@fz-stellwerk.de melden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fz-stellwerk.de.
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