Neue Räume für die Mittagsbetreuung

Gemeinsam mit Melanie Mück-Spengler, stellvertretende Vorsitzende des Kinderschutzbundes, (rechts) und Eva Elischer, Beisitzerin aus dem Vorstand des Kinderschutzbundes, nahm Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die neuen Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung in der Maria-Theresia-Mittelschule in Augenschein und spielte gemeinsam mit den Kindern eine Runde Tischfußball. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig besichtigt neue Räumlichkeiten in der Maria-Theresia-Mittelschule



Günzburg. Seit einigen Tagen basteln Leard und Moritz Eulen und Frösche aus buntem Pappkarton. Zum Bemalen fischen sie Stifte aus bunten Dosen, die mit Federn und glitzerndem Konfetti beklebt sind. Gemeinsam mit 16 anderen Schülern der Grundschule Süd-Ost besuchen sie seit Schuljahresanfang die neu eingerichtete Mittagsbetreuung in der Maria-Theresia-Mittelschule. Jetzt hat Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die neuen Räumlichkeiten in Augenschein genommen.

„Wir sind sehr froh, dass uns der zusätzliche Platz zur Verfügung steht“, erklärt Susanne Dorner, die gemeinsam mit Melanie Röhren die Mittagsbetreuung leitet. Im vergangenen Schuljahr hatte sich abgezeichnet, dass der Bedarf an Plätzen für die Mittagsbetreuung an der Grundschule sprunghaft ansteigen würde. Da eine Ausweitung der Mittagsbetreuung vor Ort aus Platzgründen nicht möglich war, entschied sich die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Stadtrat sowie der Schulleitung, einen Teil der Betreuung in die Mittelschule zu verlagern.

Jeden Tag nach der Schule laufen die Schüler nun in Begleitung eines Betreuers von der Grundschule Süd-Ost zur Nachmittagsbetreuung in die Maria-Theresia-Mittelschule, wo sie zwischen zwei und vier Stunden gemeinsam mit ihren Betreuerinnen basteln, malen und spielen. „Der Fußweg kann gut von den Kindern bewältigt werden“, so Dorothea Gimpert vom Kinderschutzbund Günzburg.

In den neuen Räumlichkeiten stehen den Schülern Tafeln, kindgerechte Möbel wie Tische und Stühle sowie allerlei Spiel- und Malzeug zur Verfügung. In den Nebenräumen sind eine Garderobe, Sanitäranlagen sowie eine Küche untergebracht. „Allerdings fehlt uns noch eine Backform“, sagt Susanne Dorner. Gerne würde sie mit den Kindern in der Vorweihnachtszeit Kuchen und Plätzchen backen. Bei der Besichtigung erklärte sich der Rathauschef spontan bereit, die fehlenden Küchenutensilien aus seinen Verfügungsmitteln zu finanzieren.

Der OB lobte das Engagement des Kinderschutzbundes, der seit vielen Jahren an den verschiedenen Schulen das Personal stellt und sich um den gesamten Ablauf einschließlich Mittagessen kümmert. „Es tut unserer Stadt sehr gut, dass wir die Mittagsbetreuung nahezu flächendeckend anbieten können“, so der OB. Der Rathauschef erklärte, dass an der Günzburger Grundschule vom Ende des stundenplanmäßigen Vormittagsunterrichts eine durchgehende Betreuungszeit bis 16 Uhr garantiert werde. „In dieser Zeit“, so der OB, „wird der Aufenthalt mit sozial- und freizeitpädagogischen Ansätzen gestaltet. Die Eltern können dabei wählen, ob sie die gesamte Zeit einschließlich Mittagessen, die kurze Mittagsbetreuung oder ausschließlich die Hausaufgabenbetreuung buchen.“ Damit, so Jauernig, habe man für die unterschiedlichen familiären Bedürfnisse passende Angebote parat.

„Mit dieser kostengünstigen Lösung haben wir wieder einen wichtigen Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht“, erklärte der Rathauschef bei der Besichtigung. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder in der Betreuungszeit wohlfühlen und sich in den Räumlichkeiten gerne aufhalten.“ Das finden auch Leard und Moritz. „Es ist so schön hier!“, sagt Moritz und holt sich einen weiteren Stift aus der bunten Dose. Die haben die Kinder vergangene Woche gebastelt.
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myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2014
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