Kinderspielstadt und Ehrenamtsmesse – Neue Herausforderungen für den Kreisjugendring

Landkreis: Zur Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Günzburg (KJR) lud die ehrenamtliche Vorstandschaft des Kreisjugendrings ihre 26 Mitgliedsverbände mit insgesamt 48 Delegierten dieses Mal ins Kammeltal ein. 35 Delegierte folgten der Einladung und wurden von dem Vorsitzenden, Roland Grimm (Malteser Jugend) herzlich empfangen. Die im Frühjahr neu gewählte Vorstandschaft lud vorab zu einem „come together“, bei dem Delegierten und Gäste ins Gespräch kommen konnten um sich näher kennen zu lernen und auszutauschen. Dieses Angebot wurde, zur Freude des Vorstands, von fast allen Delegierten genutzt.
Nach den Grußworten des Bürgermeisters Matthias Kiermasz und Landrat Hubert Hafner konnte die Versammlung die Schützenjugend des Schützenvereins Alpenrose aus Gundremmingen als neues Mitglied der Bayerischen Schützenjugend im Landkreis Günzburg feststellen, was diese nun als Träger der freien Jugendhilfe auszeichnet. Philipp Hutter (Bayerisches Jugendrotkreuz) stellte das Jahresprogramm 2017 vor. Seminare für Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die zur Verlängerung der Juleica benötigt werden, stehen als erstes auf dem Programm. Die Fortbildungen reichen von Schulungen zu Recht- und Aufsichtspflicht über Lebensrettenden Sofortmaßnahmen bis hin zu einem Rhetorik-Seminar und Fadenspiele für die Gruppe. Wie in den vergangenen Jahren stehen wieder verschiedenste Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt des Jahresprogramms. Vor allem sollen auch 2017 wieder Inklusionsangebote in Kooperation mit der Offenen-Behinderten-Arbeit der Lebenshilfe Donau-Iller und des Dominikus-Ringeisen-Werkes stattfinden, die in diesem Jahr großen Anklang fanden.
Mit MINI-GÜNZBURG, einer Spielstadt extra für Kinder, findet das Jahresprogramm im nächsten Jahr einen neuen Höhepunkt. Hierzu informierten Merle Kuhnert, Kreisjugendpflegerin des Landkreises, und Markus Genau, pädagogischer Mitarbeiter des Kreisjugendrings, über die Idee und den Prozess der Entstehung und der Umsetzung. In der Kinderspielstadt wird es Kindern möglich sein, das Leben der Erwachsenen nachzuspielen. Beim Betreten der Stadt muss man z.B. zuerst ins Einwohnermeldeamt, in dem man einen Pass bekommt, um Bürger/in von MINI-GÜNZBURG zu werden. Anschließend geht man zum Jobcenter, um eine Arbeitsstelle antreten zu können und „Günzen“ zu verdienen. Das Spielgeld kann dann natürlich innerhalb der Stadt wieder für echte Waren oder Dienstleistungen ausgegeben werden.
Dabei leben, spielen, forschen, arbeiten und experimentieren sie als Bürgerinnen und Bürger in der Kinderspielstadt und lernen auf diese Weise, was es heißt, als Gemeinschaft in einer richtigen Stadt zusammen zu arbeiten. Soziales, informelles und ganzheitliches Lernen der Kinder, sowie deren Verantwortungsbewusstsein sollen auf diesem Wege gefördert werden.
Frau Kuhnert und Herr Genau riefen die Jugendverbände im Zuge ihres Vortrages auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Kinderspielstadt zu beteiligen, sei es mit Ideen, Materialspenden oder Arbeitskräften. Die Kinderspielstadt findet nächstes Jahr in den letzten beiden Sommerferienwochen (28.08. – 01.09.2017 und 04.09. – 08.09.2017) in Günzburg statt.
Bei dem Projekt „Ehrenamtsmesse“ das beim Freiwilligenzentrum Stellwerk angesiedelt ist, arbeitet der KJR Hand in Hand mit der Kommunale Jugendarbeit und zwei Ehrenamtlichen im Organisationsteam „Ehrenamtsmesse“ an der Planung und Durchführung der Ehrenamtsmesse. Diese wird am 24.09.2017, zum Abschluss der Woche des Ehrenamtlichen Engagements im Forum am Hofgarten stattfinden und eine Kombination aus Informationsveranstaltung und themenbezogenen Vorträgen rund um das Thema Ehrenamt sein. Die Vielfalt des freiwilligen Engagements im Landkreis wird hervorgehoben und die Attraktivität eines Ehrenamts dargestellt werden.
Der für die Umsetzung der Jahresplanung notwendige Haushaltsplan wird von Hedwig Feucht, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings vorgestellt. Nach über dreißig Jahren hat der Vorstand des KJR, nach Aufforderung durch den Bayerischen Jugendring, die Aufwandsentschädigung für Sitzungen von ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern geringfügig angepasst. Neu sind die für 2017 vom KJR bereitgestellte Haushaltsmittel zur Unterstützung von Jugendverbänden für die Teilhabe benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Die dafür notwendigen Zuschussrichtlinien sollen, gut durchdacht und praktikabel, in der Frühjahrsvollversammlung vorgelegt und beschlossen werden, sodass die Zuschüsse bereits 2017 abgerufen werden können.
Zum Abschluss stellte der Kreisjugendring seinen Verbänden verschiedene Förderungsmöglichkeiten für schulbezogene Jugendarbeit vor. Durch die Regierung von Schwaben und dem Fachprogramm für schulbezogene Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings können z.B. Projekte und Einzelmaßnahmen sowohl in der Gebundenen Ganztagsschule als auch in der Offenen Ganztagschule finanziert werden. Dadurch sollen die Verbände angeregt werden, schulbezogene Jugendarbeit in Zukunft weiter mehr zu forcieren und auszubauen.
Nähere Informationen zum Kreisjugendring Günzburg und zu MINI Günzburg finden Sie unter www.jugend-guenzburg.de
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