Job-Mentoren - Ein starkes Team gegen Arbeitslosigkeit

Am 05. April trafen sich die Job-Mentoren wieder zum Erfahrungsaustausch. Diese Treffen finden in einem Turnus von sechs bis acht Wochen stattfindet. Die Paten haben dort die Möglichkeit, sich auszutauschen, sich Tipps bei den anderen Mentoren zu holen und Probleme zu besprechen bzw. gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten, wenn es mal wieder nicht weitergeht.
Günzburg. Es gibt im Landkreis Günzburg viele Menschen, die verzweifelt einen Job suchen. Das Ehrenamtsprojekt „Job-Mentoren - Paten für Langzeitarbeitslose“ des Freiwilligenzentrum STELLWERK bietet seit Juli 2014 diesen Menschen Begleitung durch ein Patenmodell an. Zu den Job-Mentoren zählen mittlerweile acht ehrenamtliche Paten, die aus ganz unterschiedlichen Berufen stammen. Sie beraten und unterstützen Menschen, die bereits längere Zeit arbeitslos sind. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel, nämlich ihre Schützlinge wieder in Arbeit zu bringen.

Michaela Hoch koordiniert beim STELLWERK das Projekt und ist Ansprechpartnerin für die ehrenamtlichen Job-Mentoren. Sie sorgt zunächst dafür, dass der passende Pate auf den richtigen Bewerber trifft. „Wir achten darauf, dass die Chemie zwischen den Paten und ihren Schützlingen stimmt, denn nur so kann die Patenschaft erfolgreich sein“, weiß Hoch. Am Projekt teilnehmen können die Menschen, die vom Kommuna-len Jobcenter, ausgewählt wurden.

Die Aufgaben der Paten sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Zu Beginn einer Patenschaft werden in der Regel zunächst die Bewerbungsunterlagen überarbeitet. „Oft sind die Lebensläufe lückenhaft oder das Bewerbungsfoto ist veraltet“, so Hoch. Im weiteren Verlauf wird dann gemeinsam festgelegt, in welche berufliche Richtung es gehen soll. Die Paten leisten jedoch nur Hilfe zur Selbsthilfe. Das heißt, es ist nicht Auf-gabe der Paten, bei den Unternehmen hausieren zu gehen. Meist ist es aber mit der beruflichen Orientierung und dem Schreiben von Bewerbungen alleine nicht getan. Den Arbeitssuchenden Mut zuzusprechen, ihnen ihre Stärken und Fähigkeiten bewusst zu machen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken sind ebenso wichtig wie das berufliche Coaching. Der Job-Mentor entscheidet selbst, wie viel Zeit er investiert und in welchen Bereichen er unterstützen möchte. Von einer Job-Patenschaft profitieren nicht nur die Arbeitssuchenden, sondern auch die Ehrenamtlichen. „ Eine solche Patenschaft ist eine win-win-Situation“, sagt Hoch. „Die Ehrenamtlichen können ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ein gesellschaftlich sinnvolles Projekt einbringen und sich für die einsetzen, die trotz hoher Motivation keine Arbeit finden. Zu sehen, dass ein Mensch wieder an sich und seine Fähigkeiten glaubt und sein Selbstvertrauen wieder-findet, vermittelt dem Ehrenamtlichen ein gutes Gefühl und macht auch stolz.“

Um möglichst vielen Arbeitssuchenden einen Paten an die Hand geben zu können, werden dringend weitere Mentoren gesucht. „Wer sich ehrenamtlich als Mentor(in) engagieren möchte, sollte gerne mit Menschen zusammenarbeiten, tolerant und einfühlsam sein. Die Paten sollten außerdem wissen, wie heutzutage eine Bewerbung auszusehen hat“, sagt Hoch. Der zeitliche Aufwand pro Monat beträgt etwa 3 bis 5 Stunden. Interessenten wenden sich bitte an Frau Michaela Hoch unter Tel. 08221 - 93 10 10 oder per Email hoch@fz-stellwerk.de.
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