Für mehr Barrierefreiheit in Günzburg

Auf den Tag genau seit 11 Jahren setzt sich eine Arbeitsgruppe für barrierefreie Zugangsmöglichkeiten in der Innenstadt ein. Stadtbaumeister Georg Dietze (links) präsentierte den Teilnehmern den neuen barrierefreien Aufgang zum Turniergarten. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

Arbeitsgruppe arbeitet seit 11 Jahren für Belange von Menschen mit Behinderungen



Günzburg. Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag häufig auf Probleme: im Bus, in Cafés, in Kinos und im Straßenverkehr. Bordsteinkanten sind für Rollstuhlfahrer unüberwindbare Barrieren, Ampelanlagen ohne akustisches Signal für Sehbehinderte besonders gefährlich.

Die Große Kreisstadt bemüht sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen um die Verbesserung der Barrierefreiheit in Günzburg. Dazu gehören bauliche Maßnahmen wie etwa der barrierefreie Aufgang im Turniergarten, der im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde. Außerdem berät eine unabhängige Arbeitsgruppe die Stadtverwaltung bei Fragen der Barrierefreiheit – und das fast auf den Tag genau seit 11 Jahren.

Am 12. März 2003 hatte die von der Stadtverwaltung ins Leben gerufene Arbeitsgruppe zur Beseitigung von Problemen behinderter Menschen ihr erstes Treffen im Günzburger Rathaus; seitdem finden in unregelmäßigen Abständen Besprechungen statt. Ziel dieser Treffen ist es, die Barrierefreiheit zu verbessern und so die Integration von Menschen mit Behinderung zu fördern. Vorsitzender ist der zweite Bürgermeister Anton Gollmitzer, der bei den Besprechungen ganz genau hinhört, was Menschen mit Behinderung und ihre Familien wirklich wollen. Diskutiert werden Themen wie Behindertenparkplätze und bauliche Barrieren im Stadtgebiet.

„Als wir die Arbeitsgruppe vor elf Jahren gründeten, wollten wir die Menschen mit ins Boot holen, die direkt betroffen sind“, erzählt Anton Gollmitzer. „Viele Dinge des täglichen Lebens sind für Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität keine Selbstverständlichkeit. Es braucht ihren Blick, um Barrieren im Stadtgebieten erkennen und dann auch beseitigen zu können.“

So wurden auf Anregung der Gruppe an verschiedenen Stellen in der Innenstadt Bordsteinabsenkungen vorgenommen, Ampelanlagen umgerüstet und Gehwege an Bushaltestellen erhöht, um Fahrgästen das Einsteigen in den Bus zu erleichtern. Außerdem befassen sich die Mitglieder mit Fragen rund um die Begehbarkeit des Marktplatzes, die Erreichbarkeit der Stadtmitte von der Unterstadt aus und den barrierefreien Zugang zu Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.

Barrierefreiheit sei kein Luxus, sondern eine Investition zugunsten der gesamten Gesellschaft, so Gollmitzer. „Sie dient nicht nur Behinderten, sondern auch älteren Menschen, Verletzten oder Personen mit Kinderwagen“, betont der zweite Bürgermeister. Zum Jubiläum der Arbeitsgruppe wünscht sich der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, „dass sich die Bedingungen in Günzburg weiter verbessern.“ Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel sei es wichtig, das Thema Barrierefreiheit nicht ins aus den Augen zu verlieren.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 07.01.2015
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.03.2014 | 03:50  
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