Einrichtung von Familienstützpunkten vertraglich vereinbart

Landrat Hubert Hafner (stehend), v.l. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Günzburg, Bürgermeister Georg Schwarz, Thannhausen Bürgermeister Konrad Barm, Burgau Bürgermeister Robert Strobel, Ichenhausen Bürgermeister Hans Reichhart, Jettingen-Scheppach und stellv. Bürgermeister Robert Hieber, Offingen bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Landrat Hubert Hafner und die Bürgermeister von sechs Landkreiskommunen sind zur Vertragsunterzeichnung in Sachen Familienstützpunkte im Philipp-Melanchton-Haus in Jettingen-Scheppach zusammen gekommen. Mit dieser Vereinbarung sind nun die Weichen für die Familienstützpunkte in Günzburg, Burgau, Ichenhausen, Thannhausen, Jettingen-Scheppach und Offingen gestellt.

Die Stadt Krumbach wird im Jahr 2016 in das Projekt einsteigen und zu einem späteren Zeitpunkt die Vereinbarung unterzeichnen.

Der Familienstützpunkt Thannhausen ist bereits gestartet. In Günzburg, Burgau, Ichenhausen, Jettingen-Scheppach und Offingen nehmen die Familienstützpunkte ihre Arbeit im Oktober 2015 auf.

Mit dem Familienstützpunkt kommt die Unterstützung vor Ort, für alle Familien und nicht nur für benachteiligte Familien. Die Aufgaben sind eine niedrigschwellige Beratung, ein Elterntreff, Gesprächskreise, Bildungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung im Sozialraum u.a., je nach Bedürfnislage des Sozialraums. Dabei ist die Vielfalt von Familienwirklichkeiten zu berücksichtigen.

Dieses präventive Angebot wird von den Kommunen und dem Landkreis Günzburg gemeinsam getragen.

Der Landkreis bezuschusst die Personalkosten im Umfang von 15 Wochenstunden mit 75% und gibt für die Erstausstattung 2.000 €. Der Personalkostenanteil beträgt allein im Jahr über 100.000 €, die der Landkreis Günzburg in die präventive Arbeit investiert. Hinzu kommen die Personalkosten im Kreisjugendamt für die Koordinationsstelle und für die Projektarbeit. Die Kommunen übernehmen die verbleibenden Personalkosten sowie die gesamten Sachkosten, ebenfalls ein nicht unerheblicher Betrag.

Es gab im Landratsamt Günzburg schon länger Überlegungen, wie Familien in ihrer Erziehungsaufgabe präventiv unterstützt werden können. So fiel das Programm des Freistaates Bayern zur Förderung der strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und von Familienstützpunkten im Jahr 2013 auf fruchtbaren Boden. Im Oktober 2013 startete die zweijährige Vorbereitungsphase mit der Bestandsanalyse und Bedarfserhebung als wesentliche Grundlagen für das zu erstellende Familienbildungskonzept. Das Felsenweg-Institut aus Dresden und eine Steuerungsgruppe begleiteten diesen Prozess. Am 30. Juni 2015 wurde das Konzept vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration freigegeben. Damit verbunden ist eine finanzielle Zuwendung des Staatsministeriums in Höhe von 30 € jährlich pro Lebendgeburt, dies entspricht ca. 30.000 €. In der zweijährigen Modellphase von 2013 bis Mitte 2015 waren dies ca. 40.000 € jährlich.

Parallel dazu wurden für die neu einzurichtenden Familienstützpunkte die Rahmenbedingungen vom Kreistag am 23. Juli 2014 beschlossen. Anhand der Geburtenzahlen und des Belastungsindexes aus der Sozialraumanalyse ergaben sich dann sieben Standorte für Familienstützpunkte.
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