Das Jahr bei den Günzburger Stadtbutzen...

Narrenzunft Günzburger Stadtbutz

Das Jahr bei den Günzburger Stadtbutzen

Der Verein zur Pflege des Brauchtums Günzburg e.V. wurde am 05. April 1984 gegründet. Sein „erstes Kind“, die Narrenzunft Günzburger Stadtbutz, konnte in der darauffolgenden Saison bereits „laufen“ und nimmt seitdem an etlichen Narrensprüngen im gesamten süddeutschen Raum teil. Die Mitgliedschaft im BSF und später auch im ADR verhalf uns zu vielen neuen Kontakten.
Der Stadtbutz zählt derzeit 60 aktive Mitglieder in allen Altersgruppen. Durch die Teilnahme an der Häskontrolle erhält jeder Stadtbutz mit Verleihung des bunten Jahresordens durch die Häsmeisterin den „Aktivstatus“ für die bevorstehende Saison. Und die beginnt in Günzburg immer am 7. Januar. Dann marschieren der Anschreier, die „Hemadlenze“ in ihren weißen Nachthemden mit viel Lärm und musikalischer Begleitung zum Unteren Tor, um den schlafenden Stadtbutz zu wecken. Fasnachtsanschreier und Nachtwächter pochen solange an die Türe, bis der Butz einsieht, dass es mit der Ruhe vorbei ist. Nachdem der Schlaf aus den Augen gerieben ist, gibt es eine heiße Narrensuppe, um sich für die bevor stehende, turbulente Zeit, zu stärken.
Jetzt geht es in die Vollen und auch 2010 standen neben den vielen Narrensprüngen über Alb, Allgäu, Bodensee und Elsässer Grenze eine Menge Termine in Günzburg und Umgebung an. Wenn sich am Fasnachtsdienstag der Stadtbutz wieder ins Untere Tor begibt, geht zwar sein Häs für lange Zeit „schlafen“, jedoch nicht der „Narr“, der in ihm steckt...
Neben den monatlichen Stammtischen ist für allerhand Kurzweil gesorgt. Einladungen benachbarter Zünfte stehen genauso auf dem Plan wie Grillfest, Gaudi-Turniere, Zeltlager, Hüttenwochenende oder unsere, alle 2 Jahre stattfindende, Narrentaufe der neuen Stadtbutzen. Diese müssen sich einem, seit nunmehr 25 jährigen, Ritual unterziehen. Das offizielle Probejahr haben sie mit Bravour bestanden. Jetzt fehlt nur noch der Gang ins kühle Nass um dann stolz sagen zu können:“ ich bin ein getaufter Narr.“ Dieses mal war das Wasser allerdings mit Algen und sonstigem Zeug, was normalerweise nur im See rumschwimmt, „kontaminiert“! Alle Täuflinge waren, wie immer, tapfer, und haben die Prozedur geduldig über sich ergehen lassen.
Und so schwinden die Monate dahin und plötzlich findet man sich auf der Weihnachtsfeier wieder, was uns ganz unmissverständlich sagt:“ ja isch denn scho wied’r soweit – gad se scho a, die närrische Zeit...?“ Und dann heißt es am 7. Januar voller Freude: auf ein Neues!!!
Es grüßt euch alle ganz närrisch die Narrenzunft Günzburger Stadtbutz

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 03.12.2010
myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 17.12.2010
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