Bedarfsermittlung für die Gesundheitsregion

Zufriedenheit der befragten Besucher der KRU mit der Gesundheitsversorgung im Landkreis.
 
Zwei Besucher der KRU, die am Stand der Gesundheitsregionplus an einer Befragung teilnehmen.
Die meisten Projekte der Gesundheitsregionplus im Landkreis Günzburg laufen bereits. Derzeit stehe die Bedarfsermittlung im Vordergrund, wie auch die Geschäftsstelle am Landratsamt berichtet.

Einer der Ansprüche der Gesundheitsregionplus ist es, Daten zu sammeln, um spezifische Lösungen für die Region zu finden. Eine erste Bedarfserhebung gab es bereits Ende Juli des vergangenen Jahres unter den Mitgliedern des Gesundheitsforums. Daraus haben sich dann die Arbeitsgruppen und Vorhaben entwickelt, die derzeit umgesetzt werden. Julia Zahren, Leiterin der Geschäftsstelle, sorgt für die Kommunikation zwischen den Arbeitsgruppen. "Die meisten Arbeitsgruppen sind schon sehr weit,“ erklärt sie, „einiges wird derzeit konkretisiert“.
Ein gutes Beispiel sei der Bereich Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen. Hier sei die Entwicklung schon sehr fortgeschritten. "Bevor wir mit Maßnahmen richtig starten können, brauchen wir zuerst eine Ist-Analyse", so die Organsiatorin. Zu diesem Zweck hat die Projektgruppe bereits einen Fragebogen erstellt und an sämtliche Schulen, Kinderhorte und Kindergärten im Landkreis geschickt. Das Interesse seitens der Einrichtungen ist groß, bisher haben schon über 70 Institutionen geantwortet. Abgefragt wird, welchen Handlungsbedarf die Einrichtungen sehen, welche Gesundheitsangebote sie bereits durchführen und in welchen Bereichen Unterstützung gewünscht und benötigt wird.
Neben den Fachkräften kommt auch die Bevölkerung in der Gesundheitsregionplus zu Wort. Dr. Roland Schmid - Leiter des Gesundheitsamts - betont, „es ist nicht nur wichtig, die Nöte und Bedürfnisse der Bevölkerung genau zu kennen, sondern auch alles, was die Bürger des Landkreises gut finden und schätzen.“
Auf der KRU 2015 wurden deshalb die Besucherinnen und Besucher nach ihrer Lebensqualität und Zufriedenheit gefragt. Insgesamt füllten 821 einen Fragebogen aus. Die Ergebnisse zeigen, dass von den 821 auf der KRU Befragten 59,7% zufrieden und 29,5% sehr zufrieden mit der Lebensqualität im Landkreis sind. Fast jeder neunte befragte Besucher ist somit zufrieden oder sehr zufrieden mit der Lebensqualität. Außerdem wurden die Besucher nach ihrer Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung gefragt. Demnach ist der Großteil zufrieden (51,8%) oder sehr zufrieden (18,4%) mit der Gesundheitsversorgung. Es gaben aber auch 22,7% der befragten Besucherinnen und Besucher der KRU an, dass sie nur teils/teils zufrieden (22,7%) oder unzufrieden (3,4%) oder sehr unzufrieden (1,1%) mit der Gesundheitsversorgung sind. Um an den Themen zu arbeiten, wurden zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, die sich A) mit dem medizinischen Versorgungsnetz und dem Ärztenachwuchs und B) mit der Versorgung psychisch kranker Menschen beschäftigen.

Die Gesundheitsregionplus wird nicht nur im Landkreis Günzburg sehr gut angenommen. Das Förderprogramm des Ministeriums stößt bayernweit auf großes Interesse. Während der Landkreis Günzburg zu den ersten 24 geförderten Regionen gehört, sollen dieses Jahr noch weitere
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