Anbau an Kindergarten eingeweiht

Schlüsselübergabe mit gebackenen Schließwerkzeugen: (von links) Kindergartenleiterin Elke Glassenhart, Krippenleiterin Bianca Gottwalz, Pfarrer Heribert Singer, Prälat Konrad Hölzl, Architekt Georg Linder, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig und Stadtpfarrer Ulrich Däubler bei der Einweihungsfeier im Reisensburger Kindergarten St. Elisabeth. Foto: Sabrina Schmidt/ Stadt Günzburg.

15 neue Krippenplätze für Kindergarten St. Elisabeth in Reisensburg



Günzburg. Zu einer Einweihungsfeier nach Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten gehört die symbolische Schlüsselübergabe. Daran hielt sich auch Architekt Georg Linder, der bei der offiziellen Einweihung des erweiterten Kindergartens St. Elisabeth in Reisensburg zwar nicht den obligatorischen Holzschlüssel, dafür aber essbare Schlüssel aus süßem Backwerk überreichte.

Zahlreiche Vertreter des Stadtrats und der Stadtverwaltung sowie der katholischen Kirchstiftung St. Sixtus hatten sich in den neuen Räumlichkeiten in der Nornheimer Straße eingefunden, um mit einem Dankgottesdienst den Krippenanbau am bestehenden Kindergarten feierlich einzuweihen. Eingerahmt war der Festakt von Liedern und Tänzen der anwesenden Kindergartenkinder. Prälat Konrad Hölzl dankte den Verantwortlichen für den reibungslosen Bauablauf und die zügige Fertigstellung der Krippe. „Ihr könnt stolz sein, so einen schönen Kindergarten zu haben“, wandte er sich an die Kinder. Prälat Hölzl hatte als Stadtpfarrer von Heilig Geist 1977 den katholischen Kindergarten gebaut.

Auch Pfarrer Heribert Singer lobte die Baumaßnahme. „Der Architekt hat sich hier mit viel Herzblut eingesetzt“, sagte er. Die Übergänge zwischen den alten und neuen Gebäudeelementen verliefen nahtlos. „Man bekommt den Eindruck, der Kindergarten hätte nie anders ausgesehen.“ Durch das Engagement von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig habe die Stadtverwaltung Mittel aus dem Konjunkturpaket II abschöpfen können. „Mit diesen Geldern und dem Eigenanteil der Kirchenstiftung konnten wir die Einrichtung thermisch sanieren. Danach nahmen wir den dringend benötigten Neubau der Kinderkrippe in Angriff“, erklärte Singer. Im gleichen Zug konnte ein neuer Speiseraum errichtet werden. Zusammen mit dem Prälat Konrad Hölzl bat er um Gottes Segen für das Bauwerk, zu dessen feierlicher Einweihung im großen Gruppenraum auch zahlreiche Kinder mit ihren Eltern gekommen waren.

Rund 575.000 Euro hat der Krippenanbau gekostet, der Speiseraum noch weitere 60.000 Euro. Davon übernahm die Stadtverwaltung 517.500 Euro. Die restliche Summe steuerte das Bistum Augsburg und die örtliche Pfarrkirchenstiftung bei. „Jeder Cent ist in unsere Kinder und unsere Zukunft gut investiert“, so Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. Der Erweiterungsbau unter der Bauleitung des Günzburger Architekten Georg Linder wurde innerhalb eines Jahres errichtet. Auf den 210 Quadratmetern sind ein Gruppenraum, ein Nebenraum, ein Ruheraum, ein Waschraum sowie ein großer Speiseraum entstanden. Künftig werden hier fünfzehn Mädchen und Jungen im Alter von ein bis drei Jahren von den Erzieherinnen umsorgt. Schon jetzt, also kurz nach der Fertigstellung, sind alle verfügbaren Krippenplätze belegt.

Bereits Ende 2009 hatten die Trägerin der Einrichtung, die katholische Kirchstiftung St. Sixtus, und die Günzburger Stadtverwaltung überlegt, ob im Kindergarten St. Elisabeth künftig auch Krippenkinder betreut werden könnten. Eine entsprechende Bedarfsanerkennung von 15 Plätzen für unter Dreijährige sprach die Stadt Günzburg dann Ende 2010 aus. Zur gleichen Zeit legte der Günzburger Architekt Georg Linder erste Planungen vor, die jedoch nach Gesprächen mit der förderzuständigen Regierung von Schwaben komplett überarbeitet werden mussten. Hatten die Planer zunächst beabsichtigt, eine Kindergartengruppe in das Obergeschoss zu verlegen, um im Erdgeschoss Platz für eine Krippengruppe zu machen, ist nun eine Krippe als Anbau im Nordosten des Gebäudes entstanden.

Im Kindergarten St. Elisabeth werden nun in fünf Gruppen 115 Kinder betreut. Die Baumaßnahme im Kindergarten im Stadtteil Reisensburg steht im Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem Kindergartenjahr 2013/2014 von Eltern, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Mit dem zügigen Ausbau der Betreuungsplätze leiste die Stadt einen wichtigen Beitrag, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch kommunales Engagement vor Ort zu begleiten, so der Rathauschef.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin günzburger | Erschienen am 14.12.2013
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