Ach du Schreck der Stadtbutz ist geweckt....
Ist der Butz erstaunt
ruft er gut gelaunt
an fast jedem Eck
Stadtbutz – jaa Verreck.
Seit der Gründung 1984 gestaltet der Günzburg Stadtbutz das örtliche Fasnachtsgeschehen. Wie jedes Jahr, so auch heuer, ist der Auftakt des närrischen Treibens das immer am 7. Januar stattfindende Spektakel des Fasnachtsweckens gewesen. Um den Fasnachtsanschreier und die Günzburger Stadtbutzen zu wecken ziehen die Günzburger in weißen Nachthemden (Hemadlenza) und mit Lärminstrumenten, meist Trillerpfeifen und Ratschen, zum Unteren Turm. Dem Zug voran schreitet der Nachtwächter, der mit wuchtigen Schlägen an die Tür des Turmes die Butzen wecken will. Doch das Wecken gelingt nur mit Hilfe des Fanfarenzuges und der anwesenden Günzburger Hemadlenza, die mit ihren Instrumenten so viel Lärm machen, dass auch der am tiefsten schlafende Butz wach wird. Eine alte Weisheit sagt
„Wird der Stadtbutz nicht geweckt
die Fasnacht sich versteckt!“
Die Fasnacht 2008 versteckt sich nicht, sie ist in vollem Gange!
Am 19. Januar konnte man den Stadtbutz wieder auf allen Straßen und Plätzen Günzburgs sehen. Dieser Tag war, bedingt durch die diesjährige kurze Fasnacht (07.01 – 05.02) mit Ereignissen gespickt.
10:30 Uhr, Sturm des Rathauses.
In diesem Jahr waren beim Rathaussturm keine Schüler anwesend, dafür aber befreundete Narrenzünfte. OB Gerhard Jauernig und die Stadträte wurden „entmachtet und festgenommen“. Zum Zeichen der Kapitulation schwenkte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die weiße Fahne und übergab den Rathausschlüssel an die Zunftmeisterin Gabi Dolch. Anschließend wurden der Oberbürgermeister und die anwesenden, etwa ein Dutzend, Stadträte „gefesselt“ und zum Marktplatz geführt.
11:00 Uhr, Stellen des Narrenbaums mit kleinem Programm und verschiedenen Ehrungen.
Das Aufstellen des Narrenbaumes wurde in diesem Jahr von der Trachtengruppe Edelweiß unter Begleitung von Trommelwirbeln des Fanfarenzuges professionell durchgeführt. Zunftmeisterin Gabi Dolch verlieh Jahresorden an die die Fastnachtsaktivitäten der Stadtbutzen unterstützenden Organisationen wie Feuerwehr, Ordnungsamt, etc. und die anwesenden Narrenzünfte. Zum Abschluss verlas der stellvertretende Zunftmeister Peter Dreithaler die Gedanken des Narrenbaumes, die dieser ihm zugeflüstert hatte.
Der wie immer sehr schön anzusehende Narrenbaum wurde kräftig gelobt. Für die vom Loben trockenen Kehlen hatte unser OB Gerhard Jauernig ein Fass Bier gestiftet, was allseits großen Anklang fand.
Man weiß, steht der Narr am Baum, steht der Narrenbaum. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser mal am Günzburger Narrenbaum stehen streicheln Sie ihn. Das Streicheln des Narrenbaumes soll dem der streichelt Glück und langes Leben bringen.
14:00 Uhr Kinderball in der Jahnhalle
Von 14.00 – 17.00 Uhr wurden unseren kleinen Fasnachtsfreunden wieder lustige Spiele geboten. Die Speisen und Getränke gab es zu familienfreundlichen Preisen. Bei freiem Eintritt haben viele Eltern bzw. Großeltern mit ihren Kindern bzw. Enkelkindern ein paar ausgelassene Stunden mit den Stadtbutzen und dem Fanfarenzug verbracht. Eine besondere Überraschung war der einleitende Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe des CCH Harthausen.
Auch im Februar ist der Stadtbutz, allerdings nur noch kurz, aktiv.
Am 05.02. Narrenbaumfällen.
17:00 Uhr Abmarsch vom Dossenbergerhof über Bgm.-Landmann-Platz, Kapuzinergasse, Hofgasse, Pfluggasse, Marktplatz zum Guntia-Brunnen.
Der Narrenbaum wird gefällt. Mit dem Fällen des Narrenbaumes erfolgt die Rückgabe des Rathausschlüssels an den Oberbürgermeister. Zum Abschluss waschen die Butzen ihre leeren Geldbeutel!
Der Zug begibt sich zum Stadttor. Der Fasnachtsanschreier und die Stadtbutzen legen sich schlafen.
Den krönenden Abschluss der Fasnacht bildet am 10.02. ab 18.30 Uhr das Funkenfeuer auf dem Schopfeler, wo unter Trommelschlägen des Fanfarenzuges die Fasnachtshexe mit viel Gezische dem Scheiterhaufen übergeben wird.
Bilder der meisten Veranstaltungen mit Stadtbutzteilnahme stehen im Internet unter
http://www.brauchtumsverein-guenzburg.de/
Stadtbutz --> Bilder.




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