Nachfolgend ein Gedicht (copyright by M. Enderle):
An meiner Küchentür
kriecht eine Schnecke.
Sie ist so lang wie mein Daumen.
Wahrscheinlich riecht sie die Pflaumen,
die in der Küche duften.
Meine Frau holt ein Tuch
und macht den Versuch,
die Schnecke zu fassen.
Dann beginnt sie zu rasen,
hinaus zum Balkon.
Dort wirft sie sie runter.
Jetzt braucht sie ein Wunder,
die arme Schnecke,
um nicht zu verrecken
durch den tiefen Fall.
Ich hör keinen Knall.
Sie hat keine Knochen,
ist schlaff wie ein Rochen,
bleibt also am Stück
und hat noch mal Glück.
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Er ist's von Eduard Mörike (1804-1875)
Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen...
Gedanke zum "Wachsen"
Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwachen, das nun länger nicht mehr zögern mag.
(Matthias...
Zum bevorstehenden Neumond
Wenn der Mond neu worden,so merke diesen Orden;Scheint er weiß so ist das Wetter schön und rein.
Scheint er rot,so ist er Windes Bot.
Scheint er...
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