Spatenstich für das Zentrum für Auslandslogistik
Mainz – 26. Oktober. Der Grundstein für das Zentrum für Auslandslogistik (ZAL) des Technischen Hilfswerks (THW) ist gelegt. „Durch das ZAL kann das THW seine Auslandseinsätze künftig noch effizienter gestalten“, sagte THW-Vizepräsident Rainer Schwierczinski anlässlich des Spatenstichs heute in Mainz. Ab dem 1. Juni 2010 soll das ZAL zum Drehkreuz für THW-Auslandseinsätze werden. An den Feierlichkeiten nahm neben Mitgliedern des Bundes- und Landtages auch Peter Büttgen, der für das THW zuständige Referatsleiter im Bundesministerium des Inneren, teil.
Das ZAL soll vor allem die zeitkritische “Anlaufphase“ eines Einsatzes verkürzen und damit dazu beitragen, dass die Einheiten in Zukunft noch schneller in Katastrophengebiete aufbrechen können. „Gerade in Zeiten von Klimawandel und der damit einhergehenden wachsenden Anzahl von Naturkatastrophen ist es besonders wichtig die Leistungsfähigkeit des THW weiterzuentwickeln“, sagte Schwierczinski. „Mit dem Bau des ZAL, als Teil des THW-Logistikzentrums, können wir die Abläufe der Einsatzvorbereitung weiter optimieren“.
Derzeit wird bei Bedarf die Ausrüstung in Rüsselsheim zusammengezogen. Seit Mitte der 80er Jahre werden so die Auslandseinheiten SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland) und SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland) innerhalb weniger Stunden in das Katastrophengebiet entsandt. Künftig kann in Mainz von Trinkwasseraufbereitungsanlagen bis hin zu Campausrüstung alles zentral vorgehalten und im Ernstfall noch schneller an den Einsatzort befördert werden. Damit verringert sich neben den Transportwegen und –kosten auch die Dauer der Einsatzvorbereitungen.
Als Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz wird das THW zu 99 Prozent von ehrenamtlichen Kräften getragen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind. Es ist in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how in Deutschland und rund um den Erdball tätig. In den vergangenen sechs Jahrzehnten war das THW weltweit in mehr als 120 Ländern bei humanitärer Soforthilfe, Projekten und Hilfsgütertransporten im Einsatz.


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