Landratsamt hebt Badeverbot am Silbersee auf
Rund 150 freiwillige Helfer brachten in 8 Tagen den ganzen See auf Vordermann
„Das Badeverbot am Silbersee Remshart ist aufgehoben“ konnte am Freitag Peter Kaufmann vom Landratsamt Günzburg verkünden, nachdem er sich vor Ort mit den Organisatoren vom positiven Ergebnis der vorausgegangenen Säuberungsaktion überzeugen konnte.
In einer beispielhaften Gemeinschafts-Aktion hatten ca. 150 freiwillige Helfer unter Federführung von Dagmar Derck (Regionalmarketing Günzburg GbR) und unter örtlicher Leitung von Thomas Hildenbrand (Campingfreunde Silbersee e. V.) den beliebten Badesee in ca. 8 Tagen von wucherndem Wasserkraut befreit.
Johann Brandner vom THW hatte als Ergänzung zu dem Mähboot einer Spezialfirma drei THW-Boote bereitgestellt, die - jeweils mit drei Mann besetzt - das abgeschnittene Mähgut zusammenschoben. Die Rechen wurden eigens von der Fa. Landtechnik Fink konstruiert. Am Mittwoch liefen die Arbeiten - unter Flutlicht - sogar bis in die Nacht hinein. Für das THW war dies gleichzeitig eine willkommene Nachtübung. Am Ufer sammelte ein von der Fa. Gässler zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellter Bagger über 40 Tonnen Mähgut auf und lud es in von der Fa. Blaschke zum Selbstkostenpreis bereitgestellte Container.
Neben den über 40 Mann vom THW hatten sich auch rund Hundert Camper bereitwillig an den Arbeiten beteiligt. Alle Helfer wurden - ebenfalls zum Nulltarif - von der Autenrieder Brauerei mit Getränken und vom Verein der Campingfreunde Silbersee e.V. und dem Gasthaus „Silberseestuben“ mit Essen versorgt.
Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (Rettenbach), Dagmar Derck (Regionalmarketing) und Peter Kaufmann vom Landratsamt waren bei einer Abschlussbesprechung voll des Dankes und der Bewunderung für so viel Gemeinschaftsgeist aller Beteiligten. „Es ist schon fast unglaublich, dass ein so großer See in nur 8 Tagen flächendeckend gemäht werden kann“, so die Bürgermeisterin. Lob gab es auch, dass alle Maßnahmen so unbürokratisch koordiniert werden konnten und notwendige Genehmigungen vom Landratsamt umgehend erteilt wurden.
Zur langfristigen Eindämmung des Wasserkrauts sollen nun durch den Fischereiverein zusätzliche Graskarpfen eingesetzt werden. Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt bemühen sich darüber hinaus, nach Möglichkeiten zu suchen, die Wasserqualität langfristig zu sichern.
Alle Helfer hoffen nun, dass das Wetter noch viele Badetage ermöglicht.




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