Jugendgruppen von THW und Feuerwehr üben gemeinsam
Günzburg: Feuerwehr | Die Jugendfeuerwehr des Günzburger Stadtteils veranstaltete wieder Ihren Berufsfeuerwehrtag. Bei dieser 24-Stunden-Übung wird den Angehörigen der Jugendfeuerwehr ein spannendes und abwechslungsreiches Programm geboten. Außer einem großem Freizeitangebot, praktischen Übungseinheiten und gemeinsamem Essen wurden die Jugendlichen immer wieder durch von den Ausbildern simulierte Einsätze gefordert.
Erstmalig wurde vom Jugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehr Wasserburg, Daniel Mayer, und den Jugendbetreuern der THW Jugend Günzburg, Thomas Sigmund und Thomas Brenner, eine gemeinsame, organisationsübergreifende Übung organisiert. Die Jugendlichen sollten über ihren eigenen „Tellerrand“ blicken, die Möglichkeiten und Aufgaben der jeweils anderen Organisation kennen lernen und natürlich viel Spaß haben.
Am Samstagnachmittag ging es kurz nach 17 Uhr los, als über Funk die jugendlichen Hilfskräfte zu einem eingestürzten Haus nach einem angenommenen Erdbeben alarmiert wurden. Fast zeitgleich erreichten die Einsatzfahrzeuge der Organisationen das Übungsgelände, auf dem die Betreuer der beiden Jugendgruppen bereits einiges Vorbereitet hatten: In einer eingestürzten Halle, war ein Anfangs unbekannte Anzahl an „Personen“ verschüttet, die es zu retten galt.
Da die Einsatzstelle mit den schweren Geräten augrund eines davorliegenden Baches nicht erreichbar war, erstellten die Jugendlichen eine dauerhafte Behelfsbrücke über das Hindernis. Die Jugendlichen der Feuerwehr erkundeten mit einem ersten Suchtrupp unter simuliertem Atemschutz die eingestützte Hall und kümmerten sich darum dass der Rauch aus dem Gebäude verschwinden konnte.
Gemischte blaue und rote Trupps konnten im Anschluss mit der Personenrettung beginnen. Anhand von simulierten Verletzungen an Puppen oder auch an Einsatzkräften wurde dafür gesorgt, dass die Kinder und Jugendlichen im Bereich der Ersten Hilfe ihr Können zu intensivieren. Nach rund zwei Stunden war auch die letzte Übungspuppe aus den Trümmern gerettet und die Übung damit beendet.
Beim gemeinsamen Abendessen im Gerätehaus der Feuerwehr konnten sich jeder über die Aufgaben und Möglichkeiten, sowie die Gerätschaft der jeweils anderen Hilfsorganisation informieren. Während dem gemeinsamen Austausch der Jugendlichen ertönte aus den Lautsprechern eine erneute Alarmierung und riss die Jugendgruppen aus Ihren Gesprächen. Gemeinsam rückten die Fahrzeuge dann nochmals zum Sportplatz in Wasserburg aus und sorgten innerhalb von 25 min. für ein ordnungsgemäß ausgeleuchteten Hubschrauberlandeplatz.
Alles in Allem hat sich der Aufwand der Helfer und Betreuer gelohnt, die die Übung ausgearbeitet, organisiert und durchgeführt haben und damit den Jugendlichen einen großen Spaß und viel Lehrreiches brachten. Auch in Zukunft wollen die Jugendfeuerwehr Wasserburg und die THW Jugend gemeinsame Aktivitäten durchführen und damit auch die organisationsübergreifende Zusammenarbeit fördern.




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