Drei Landkreise, eine Brücke

(Foto: THW Dillingen)
 
(Foto: THW Dillingen)
Zum Ende der ersten Schulwoche nach den Ferien bot sich den teilnehmenden
Jugendlichen im Rahmen der zwischenzeitlich zur Tradition gewordenen jährlichen
Gemeinschaftsübung Namens „Blaues Kätzchen“ (abgeleitet von dem Begriff
der Übung des THW-Landesverbandes Bayern „Blauer Löwe“) der THW-Jugendgruppen aus Dillingen, Günzburg und Neu Ulm ein High-Light.

Die im jährlichen Wechsel des Veranstaltungsortes stattfindende Übung richtete diesesmal die Dillinger THW-Jugend unter Leitung aus und hielt drei spannende Einsatzszenarien bereit. Die Einsatzleitung übernahmen Helfer aus dem aktiven THW.

Bevor es jedoch zu den verschiedenen Einsatzstellen ging, erfolgte die Gruppeneinteilung. Wie auch in den Vorjahren wurden die Jugendlichen aus den verschiedenen Ortsverbänden gemischt und auf drei Einsatzeinheiten aufgeteilt. Auch die aktiven Einsatzeinheiten des THW arbeiten bei Großschadenslagen überregional zusammen. Weiter wird dadurch das genseitige Kennenlernen gefördert. Bei jedem Einsatz durfte sich ein Jugendlicher als Gruppenführer (= Einsatzleiter für diesen Abschnitt) ausprobieren. Diese neue Situation meisterten alle Jugendlichen, die sich
freiwillig melden konnten, mit Bravour.

Im ersten Einsatzszenario musste im ehemaligen Hofbräukeller in Dillingen ein in einen Gärbehalter gestürzter Brauereimitarbeiter gerettet werden. Der Zugang zum Verunglückten war nur unter Eigensicherung mit der persönlichen Schutzausstattung möglich. Nach der Versorgung des Verletzten wurde dieser mittels Leiterrutsche aus seiner Zwangslage befreit und nach Transport über teils sehr enge Treppen dort dem Sanitätsdienst übergeben.

Vor der verdienten Mittagspause folgte sogleich die nächste Einsatzanforderung. Ein Kleinwagen kam in Steinheim nahe des Sportplatzes von der Fahrbahn ab und kam erst unterhalb der Böschung zum Stehen. Ein ansprechbarer Beifahrer, der den Fahrzeugführer, seinen Vater, vermisste musste versorgt werden. Der abgängige Fahrer musste gesucht und ebenfalls mit Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgt, fachgerecht transportiert und dem Sanitätsdienst übergeben werden. Im Anschluss daran war wieder technisches Geschick gefragt – das Unfallfahrzeug musste mittels Greifzug die Böschung heraufgezogen und für den Abschleppdienst bereitgestellt werden.

Beim letzten Einsatzszenario handelte es sich um einen Unfall eines Forstwirtes, der sich in einem durch eine Windhose verwüsteten Waldgebiet, das nur durch Überqueren eines Baches zugänglich war, mit der Motorsäge tiefe Schnittwunden im Oberschenkel zuzog.
Nach Versorgung mit Erste-Hilfe-Maßnahmen erfolgte die Rettung mittels Seilbahn über den Bach und Übergabe an den Sanitätsdienst.

Nach einer weiteren kurzen Erholungspause ging es mit acht THW-Einsatzfahrzeugen zur Abschlussübung aller Teilnehmer an die Glött, wo ein Behelfssteg für Fußgänger errichtet werden musste, da eine Brücke altersbedingt eingestürzt war. Nach Fertigstellung stellten sich alle Teilnehmer zu einem Erinnerungsfoto auf.

Die Gemeinschaftsübung, die rundherum ein voller Erfolg und sehr motivierend für die Junghelfer war, wird turnusgemäß im nächsten Jahr durch die Kollegen aus Neu-Ulm ausgerichtet.

Die Übung in Zahlen:

36 Junghelfer (20 aus Dillingen, 11 aus Günzburg und 5 aus Neu-Ulm)
19 Jugendbetreuer (jeweils 7 aus Dillingen und Neu-Ulm und 5 aus Günzburg)
4 aktive Helfer vom ausrichtenden Ortsverband Dillingen
= 59 Gesamtteilnehmer
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