Begleitung in der Trauer

Nach dem 6-monatigen Qualifizierungskurs zur ehrenamtlichen Kinderhospizbegleiterin, bildeten sich am Wochenende 13 Patinnen aus dem süddeutschen Raum in Günzburg zum Thema Familientrauerbegleitung weiter. Bei der Organisation dieser Veranstaltung standen der Koordinatorin vom Kinder- und Jugendhospizdienst, Frau Sylvia-Maria Braunwarth, zwei Männer und eine Frau tatkräftig zur Seite. Durch die Unterstützung von Malteser-Repräsentant für das Kinder- und Jugendhospiz Ferdinand Munk, konnte schnell eine kostenlose Unterkunft mit freien Seminarräumen in Günzburg gefunden werden. Beim Geschäftsführer der Arcadia-Hotelkette Thomas Heilig und seiner Günzburger Hotelleiterin Gülcihan Sen fand Munk ein offenes Ohr für sein Anliegen. So unterstützten sie spontan und unkompliziert das Anliegen der Malteser und stellten für alle 4 Seminartage die Seminarräume kostenlos allen Teilnehmern zur Verfügung. Die Tagungsverpflegung übernahm dazu noch Herr Munk.

Beim Tagungsbeginn bedankten sich die Koordinatorin des Malteser Hilfsdienstes, Sylvia-Maria Braunwarth und die aus Gelsenkirchen angereiste Seminarleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper bei allen drei Helfenden für die unkomplizierte und großzügige Hilfe.
In seinem Grußwort sprach Repräsentant Herr Munk zu den Teilnehmerinnen. „Ich kann nur Türen öffnen, den wichtigen Dienst bei den schwerkranken Kindern und den betroffenen Eltern macht ihr. Euch Ehrenamtlichen zolle ich meine höchste Anerkennung.“
Seit vielen Jahren ist Ferdinand Munk sozial engagiert. Seine Aufgabe als Repräsentant des Kinderhospizes begann seit ungefähr einem Jahr. Aus der persönlichen Erfahrung im engeren Familienkreis entstand das Bedürfnis hier zu helfen. „Meine Frau und ich haben vier gesunde Kinder großgezogen. Durch den Tod eines Kindes im näheren Bekanntenkreis, wurde mir wieder einmal bewusst, welches Glück wir doch alle haben und wie gut es uns geht. Als dann der Malteser Hilfsdienst auf mich zukam, war für mich klar, dass ich hier mitwirken will.“ Seine Hauptaufgabe sieht er im Kontakte knüpfen, Türen öffnen, Menschen zusammenbringen und in Einzelfällen direkt zu helfen.
Seit zwei Jahren besteht im Raum Günzburg (Günzburg, Neu-Ulm, Dillingen und Donau-Ries) ein ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst. Inzwischen zählt der Hilfsdienst 18 ehrenamtliche Mitarbeiter/Innen im Einsatzgebiet, davon zwölf Frauen und sechs Männer. Ihre Hauptaufgabe ist dabei die Unterstützung und die Wegbegleitung von Familien mit unheilbar kranken Kindern in der Krankheitsphase und in der späteren Trauerbegleitung.
Familien mit schwerkranken Kindern benötigen besonderen Beistand, stehen sie doch extremen Belastungen aus. Durch die ehrenamtliche Arbeit ermöglichen es die Malteser, Kinder und deren Eltern in dieser schweren Situation eine kompetente Wegbegleitung und Unterstützung. „Oft braucht es nicht viel, eine Familie in diesen angespannten Situationen zu helfen. Die psychosoziale Begleitung ist hierbei unsere Hauptaufgabe. Bei betroffenen Familien ist vor allem das persönliche Gespräch, das Eingehen auf Wünsche Einzelner, die Beschäftigung von kranken Kindern und vor allem das Einbringen von Zeit, sehr wichtig. Denn Tag und Nacht 365 Tage im Jahr ein krankes Kind zu pflegen und zu versorgen, geht an die Substanz dieser Familien“, so Braunwarth im Gespräch. Die gelernte Erzieherin ist Koordinatorin des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes Günzburg, Neu-Ulm, Dillingen und Donau-Ries. Sie betreut Familien, in denen eine lebensverkürzende Krankheit bei einem Kind oder Jugendlichen diagnostiziert wurde. Außerdem plant und koordiniert sie die Einsätze der ehrenamtlichen Kinderhospizbegleiter/Innen und organisiert für sie Schulungen und Fortbildungen.
Träume und Wünsche hat Ferdinand Munk noch einige für die Zukunft: „Wichtig ist vor allem die weitere Ausbau des Kinderhospizdienstes mit dazugehören eigenen Räumlichkeiten für schwerkranke Kinder und deren Eltern und die volle Unterstützung und Anerkennung der Ehrenamtlichen die den Dienst vor Ort tätigen“.
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