Bayerischer Ministerpräsident besucht die italienische Erdbebenregion
Onna - 29. Juli. Erschüttert zeigte sich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer angesichts der immer noch allgegenwärtigen großen Zerstörungen im italienischen Erdbebengebiet. Der bayerische Ministerpräsident besuchte am Mittwoch das Dorf Onna, das vom Erdbeben in den Abruzzen im April besonders getroffen wurde. Im Gespräch mit den THW-Einsatzkräften erkundigte er sich über den Fortschritt der Nothilfe-Arbeiten, mit denen das THW-Team den italienischen Katastrophenschutz im Rahmen eines Expertenaustausches seit drei Monaten unterstützt.
Die Einsatzkräfte des THW bauen momentan unter anderem Sonnenschutzdächer für das provisorische Camp auf, denn die sommerliche Hitze macht den Einwohnern von Onna zu schaffen. Die Bevölkerung ist seit dem Erdbeben in Zelten untergebracht, die sich in der Sonne stark aufheizen. Temperaturen bis zu 39 Grad werden zur Zeit in den Abruzzen gemessen. Seit dem Beben sind 90 Prozent der Häuser Onnas nicht mehr bewohnbar, 40 Prozent wurden vollkommen zerstört.
Der bayerische Ministerpräsident war interessiert an Onna, weil sich die deutsche Hilfe insbesondere wegen eines Massakers der Wehrmacht im Jahr 1944 auf die kleine Ortschaft konzentriert. Außerdem kommen die deutschen Hilfskräfte hauptsächlich aus dem THW-Landesverband Bayern. Seehofer lobte die Arbeit der „blauen Engel“ und dankte für den Einsatz der Ehrenamtlichen.




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