Rieser Gesprächskreis NachDenkSeiten
Die NachDenkSeiten wollen ein Angebot sein für jene, die in den meinungsprägenden Medien kein ausreichend kritisches Meinungspotential mehr erkennen. Sie wollen hinter die interessengebundenen Kampagnen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung leuchten und systematisch betriebene Manipulationen aufdecken. Sie werden herausgegeben von dem Volkswirtschaftler und prominenten Sozialdemokraten Albrecht Müller, ehemals Berater von Willy Brandt, Helmut Schmidt und Oskar Lafontaine.
NachDenkSeiten wollen Denkfehler und kollektive Vorurteile aufdecken, die Qualität der öffentlichen Meinungsbildung und damit auch die Qualität der politischen Entscheidungen fördern. Sie sollen die Lebens-, Abhängigkeits- und Einkommensverhältnisse der überwiegenden Zahl der Menschen wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken und damit den Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität wieder mehr Geltung verschaffen. Sie wollen für die Einsicht werben, dass für die Mehrheit der Arbeitnehmer gemeinsames Handeln mit Hilfe ihrer Betriebsvertretungen und Gewerkschaften nach wie vor – und angesichts der Verteilung der wirtschaftlichen Macht dringend – notwendig ist.
NachDenkSeiten hinterfragen die modisch gewordene, pauschale Feindseligkeit gegenüber allen staatlichen und öffentlichen Einrichtungen und den dort arbeitenden Menschen. Wir sind für eine Optimierung der Arbeitsteilung zwischen öffentlich und privat, und nach konkreter Abwägung z.B. für Öffentlichen Nahverkehr, für öffentliche Wasserversorgung, für öffentliche Schulen und Universitäten. Wir sind für Effizienz – im öffentlichen wie im privaten Bereich. Viele öffentliche Einrichtungen und Unternehmen brauchen private Konkurrenz nicht zu scheuen.
NachDenkSeiten werden für das friedliche Zusammenleben der Völker und den fairen Ausgleich zwischen armen und reichen Ländern werben. Sie wollen zeigen, dass Kriege in der Regel zur Lösung von Konflikten nicht geeignet sind und dass der schnelle Griff zur militärischen Intervention zur gefährlichen Eskalation von Gewalt und Gegengewalt führt.
GESPRÄCHSKREISE
Einer Anregung vieler NachDenkseiten-Leserinnen und -Leser folgend, wurde Mitte April 2009 dazu aufgerufen, in Städten und Regionen Deutschlands Gesprächskreise zu bilden, die in direkter Diskussion die Informationen und Beiträge der NachDenkSeiten vertiefen, ihre Verbreitung fördern und die gesellschaftliche Kommunikation vertiefen sollen.
Die bisherigen Erfahrungen belegen, dass es in großen Teilen der Gesellschaft das Bedürfnis nach Aufklärung und Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Geschehen gibt.
Inzwischen haben sich über 110 regionale Gesprächskreise gebildet, von Schleswig-Holstein bis nach Passau, von der holländischen bis zur polnischen Grenze. Sie arbeiten vor Ort und auf regionaler Ebene autonom mit unterschiedlichen Arbeitsformen und verstärken die Gegenöffentlichkeit gegen die tägliche Meinungsmache.
Sie leisten damit auch einen Beitrag gegen den Politikverdruss, wie er in den hohen Wahlenthaltungen zum Ausdruck kommt und fördern so den Prozess demokratischer Willensbildung von unten.



