Jakobsweg Deutschland bis Spanien und Europa (85)
Freitag, 23.05.2008
La Faba – O Biduedo 20,4 km
Wie immer wird es ab 06.00 Uhr lebendig in der Hütte, und es findet sich stets jemand, der das Licht sofort anknipst.
In dichtem Nebel steigen wir auf nach O Cebreiro. Gleich hinter Laguna überschreiten wir die Grenze nach Galicien. Wettermäßig fühlen wir uns bereits seit gestern in dieser regenreichsten Provinz Spaniens. In Galicien stehen die öffentlichen Herbergen...
Donnerstag, 22.05.2008: die fünfte Woche beginnt.
Villafranca del Bierzo – La Faba 23,8 km
Walter geht wieder voraus – ohne Frühstück. Ich folge ihm kurze Zeit später, aber fünf Minuten bedeuten, dass man keinen mehr Blickkontakt hat. Die Ausschilderung in Villafranca lässt zu wünschen übrig, so lande ich fast auf dem „Camino Duro“, dem harten Weg, den ich nun doch nicht nehmen will, zumal auch der Normalweg einen...
Mittwoch 21.05.2008 : seit vier Wochen unterwegs
Ponferrada – Villafranca del Bierzo 24,9 km
Heute beginnt das Aufstehen in der Herberge schon um 05.30 Uhr. Walter und ich folgen um 06.00.
Da hinter einem kurzen Flur der große Aufenthaltsraum liegt, beschließe ich, meinen Rucksack dort zu packen. An einer der Sitzgruppen beginne ich damit, und ich bin bei weitem nicht der erste, der sich hier für die heutige Etappe...
Dienstag, 20.05.2008
El Acebo – Ponferrada 17,7 km
Heute soll es wieder eine kurze Etappe werden, denn wir glauben, dass Ponferrada sehenswert ist.
Zunächst aber lassen wir uns das vom Chef zubereitete Frühstück schmecken. Es gibt getoastetes Graubrot – lecker!
Ein schöner Steig führt uns hinab ins Tal nach Riego de Ambros und dann nach Molinaseca. Hier sind wir bei 600 m fast schon auf der Höhe des heutigen...
Seit längerem schon habe ich den Wunsch mich auf den Jakobsweg durch Spanien zu machen.
Doch leider sind die Voraussetzungen - am meisten fehlt eines: Zeit! - momentan nicht die Besten für mich.
Vor ca. 2 Jahren habe ich im Wald, gute 20 Gehminuten von meiner Haustüre entfernt, einen Wegweiser mit der Jakobsmuschel entdeckt.
Der Weg führt vom Kloster Öberschönenfeld kommend nach Fischach, von dort über Schloss...
Montag, 19.05.2008
Rabanal del Camino – El Acebo 17,3 km
Walter ist voraus. Bei leichtem Regen im Nebel geht es zunächst einmal die knapp 300 m hinauf nach Foncebadon. Ein Nest, das im Nebel noch trauriger und verlassener wirkt. Drei große Hunde umkreisen sich argwöhnisch, obwohl sie sich ja eigentlich kennen müssten, und die Rangordnung längst festgestellt sein dürfte. Die vorbei gehenden Pilger lassen sie völlig...
Sonntag, 18.05.2008: Pilgertag Nr. 25
San Justo de la Vega – Rabanal del Camino 25,3 km
Überraschung vor der Tür: es regnet. Nach so kurzer Zeit haben wir bisher die Kleidung noch nicht gewechselt. Bei den Fotos von der Kathedrale in Astorga, wo wir in knapp einer Stunde sind, muss ich acht geben, dass keine Regentropfen auf das Objektiv fallen. Die 12.000-Einwohner-Stadt ist schnell durchquert und vor uns reiht sich...
Samstag, 17.05.2008
Villar de Mazarife – San Justo de la Vega 26 km
Es beginnt einer der langweiligsten Abschnitte unserer Wanderung. Fast 10 km schnurgeradeaus auf einer Asphaltstraße. Auf den flachen Wiesen beiderseits des Weges sind stolzierende Störche die einzige Abwechslung. Bei Villavente endlich biegen wir in das Dorf ab. Die Bar, in der wir einen Kaffee zu uns nehmen, ist aber erst noch die Fortsetzung der...
Freitag, 16.05.2008
León – Villar de Mazarife 24,1 km
Um 05.00 Uhr steht mein italienischer Bettnachbar! Er verschwindet ziemlich lautlos, aber aufgeweckt hat er mich doch. Von dem Aufbruch fühlt sich offenbar ein Pilger schräg unter mir ermuntert, ebenfalls seine Bettruhe zu beenden und beginnt, sich lautstark zu rekeln. Ich zeige erstens auf meine Uhr und ihm zweitens einen Vogel. Darauf fällt er wieder auf seinen...
Donnerstag, 15.05.2008
Mansilla de las Mulas – León 19,8 km
Noch bei Trockenheit geht es um 06.40 Uhr mit Roswita und Michael weiter, immer die Landstraße entlang auf einem Parallelweg. Kaffee und Gebäck in Villamoros. Danach setzt leichter Regen ein. Vor Puenta Villarenta müssen wir auf dem Seitenstreifen der N 601 weiter. Das ist nicht so angenehm, aber man geht ja auf der linken Seite und sieht, was auf einen...
Mittwoch, 14.05.2008
Bercianos del Real Camino – Mansilla de las Mulas 26,4 km
Wie fast immer, wird um 06.00 Uhr aufgestanden und das Hantieren mit den Rucksäcken beginnt. Obwohl ich punkt 07.00 Uhr nach einer Umarmung der Herbergsmutter das Haus in Bercianos verlasse, bin ich längst nicht der erste. Einschließlich der Pilger, die heute Nacht 7 km weiter in El Burgo Ranero genächtigt haben, überhole ich heute bis...
Dienstag, 13.05.2008
Terradillos de los Templarios – Bercianos del Real Camino 22,4 km
Ab Sahagún bin ich wieder allein. Walter wartet am Anfang der Kleinstadt auf mich, nachdem er die bisherige Strecke zügig voraus gegangen ist, und erklärt, er kenne sein Ziel für heute. Er gehe zum Bahnhof und wolle den Zug nach León nehmen, weil er unerträgliche Schmerzen im Unterschenkel habe. Wir werden uns übermorgen irgendwo am...
Montag, 12.05.2008
Carrión de los Condes – Terradillos de los Templarios 27,4 km
Um 6.30 Uhr verlassen wir das Hostal Santiago. Bis zur nächsten Ortschaft werden es knapp 18 km sein. „Keine Einkehrmöglichkeit. Unbedingt an Wasser, Proviant und Kopfbedeckung denken!“, warnt der Reiseführer. Es ist zwar sonnig, aber zu dieser frühen Stunde nicht allzu warm, selbst gegen Mittag zu.
Einen Teil dieser ersten Strecke –...
Sonntag 11.05.2008
Frómista – Carrión de los Condes 19,8 km
Erstaunlicherweise gibt es zum Frühstück Platz genug. Ich muss mich beeilen, denn Walter steht schon angezogen neben unserem Stock-Bett, als ich gerädert aufwache.
Bis auf die Strümpfe ist die im Bett aufgehängte Wäsche einigermaßen getrocknet. Das Papier in den Schuhen hat auch geholfen.
Am Ortsrand von Frómista fordert eine weitläufig neu angelegte...
Samstag, 10.05.2008
Castrojeriz – Frómista 29,2 km
Wir werden um 06.30 Uhr mit gregorianischen Gesängen geweckt. Irgendwie feierlich.
Das Wetter ist jedoch alles andere als das: der Tag des großen Regens. Die noch feuchte Wäsche von gestern eingepackt, mit Poncho losmarschiert und nach 6 Stunden im Regen am Ziel eingetroffen.
Auf dem ersten Wegestück zeigt die Karte drei lohnende Aussichtspunkte. Bei diesem...
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