Bonding im Kreißsaal auch für Väter immer wichtiger

Das Bonding als gelungener Erstkontakt zwischen Mutter, Vater und Baby fördert neuen Studien zufolge langfristig die soziale Bindungsfähigkeit und das Urvertrauen des Kindes. Es wirkt wie ein emotionaler Sekundenkleber, der Eltern und Kind zusammenschweißt, und rückt deshalb auch für Krankenhäuser in den Vordergrund. „Elternschaft beginnt mit dem Bonding. Deshalb sollten Kliniken den Eltern das Bindungsgeschehen bereits im Kreißsaal ungestört und ungeachtet des Geburtsmodus ermöglichen“, sagt Dr. Thomas Martin, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Durch ausgedehnten Haut-an-Haut-Kontakt spürt das Neugeborene gleich in den ersten Minuten die Wärme und Geborgenheit, die es dringend braucht. Beim Bonding nach der Entbindung liegt das Neugeborene im besten Fall auf der Brust der Mutter in engem Hautkontakt. Baden, Messen und Wiegen finden erst später statt, denn ein kurzer Check-up des Kindes, bei dem Herztöne und die Atmung überprüft werden, ist auch auf der Brust der Mutter möglich. Dieser Vorgang zwischen Mutter und Kind wird seit einiger Zeit bewusst gefördert. „Doch für Väter ist das Bonding ebenso wichtig“, weiß Dr. Martin. „Dies wird leicht vergessen, wenn das Augenmerk auf Mutter und Baby liegt.“

Bindung von der Schwangerschaft bis zur Geburt

Werdende Väter unterstützen die Partnerin schon in der Schwangerschaft, begleiten sie oftmals während der Ultraschall-Termine beim Frauenarzt. „Immer mehr werdende Väter absolvieren bei uns einen Geburtsvorbereitungskurs“, weiß der Chefarzt. „Sie sind dadurch sicherer im Umgang mit dem Neugeborenen und können sich dem Baby von Beginn an intensiv und entspannt widmen. Je früher der Vater das Baby nach der Geburt in den Armen hält, desto besser kann die Bindung entstehen“, sagt Dr. Martin. In der Groß-Umstädter Geburtshilfe wird der Vater nach der Geburt ermutigt, die körperliche Nähe zu intensivieren, indem er sich das nackte Baby auf den freien Oberkörper legt. Dieser intensive Hautkontakt und der Geruch der Eltern fördern das Gefühl der Zusammengehörigkeit von Anfang an. Für ein ungehindertes Zusammensein von Familie und Baby bietet die Klinik Rooming-in und Familienzimmer.
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9 Kommentare
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 10.07.2014 | 15:36  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 10.07.2014 | 17:58  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 10.07.2014 | 18:00  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 10.07.2014 | 18:30  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 10.07.2014 | 18:34  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 10.07.2014 | 19:27  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.07.2014 | 00:09  
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Barbara Steffens aus Ebsdorfergrund | 11.07.2014 | 19:50  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.07.2014 | 22:58  
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