Was ist WTAS®?
Groß-Gerau: WTAS Kampfkunst Schule Groß-Gerau | Im WingTsun, wie es heute üblicherweise unterrichtet wird, steht das Training der einzelnen Technikabläufe (Hand-Fußtechniken, Sektionen usw.), Kombinationen von Techniken -sogenannte Kombat Drills oder das Erwerben von taktilen Reflexen (hier speziell das Chi-Sao) im Vordergrund. Dabei wird sehr viel Wert auf den Ablauf einzelner Techniken, Formen oder Programmabläufe gelegt. Der Schüler richtet dabei seine ganze Aufmerksamkeit auf das Erlernen dieser Techniken und Abläufe.
Hier eine kleine Anekdote:
Beim Kampftraining - sofern das überhaupt trainiert wird - macht der Schüler dann allerdings die Erfahrung, dass er selber auch getroffen wird, obwohl er die Technik korrekt ausgeführt hat und den Kampfprinzipien gefolgt ist. Er beginnt zu zweifeln und fragt dann seinen Lehrer. Der erzählt ihm, dass man manche Sachen erst nach zig Jahren des Trainings gänzlich erlernen könne ( da hat er Recht!) und der einzige Weg dorthin über die nächst "höheren Sektionen" oder Techniken hier speziell Holzpuppe, Langstock und Doppelmesser führen würde. Sie seinen besser als das bisher Erlernte und alles wäre so aufgebaut, dass die nächst "höheren Sektionen/Techniken" die "niedrigeren" schlagen würden. Außerdem solle er noch das richtige Vollkontakttraining im Ring üben, damit er mehr Einsteckungsvermögen und Kampferfahrung bekäme. "Das ist logisch", denkt der Schüler und sein ganzes Bestreben liegt nun darin diese nächst "höhere Ebene" zu erreichen.
Nach mehreren Investitionen - GEBÜHREN FÜR SEKTIONSEINTRAGUNGEN IN DEN AUSWEIS - die einem Kleinwagen gleichkommt und etlichen Jahren des Technik- und "Kampftrainings" geschieht, wie schon oben beschrieben, immer das Gleiche - ER WIRD GETROFFEN! Der Schüler/Lehrer versteht die Welt nicht mehr, beginnt an sich zu zweifeln und merkt, dass er nicht mehr weiter kommt oder all die Jahre umsonst trainiert hat.
Für mich sind dies keine Einzelfälle, sondern eher die Regel!
Falls Sie sich lieber Leser hier wiederfinden, sollten Sie einmal ganz unverbindlich in meiner WTAS-Schule in Heidelberg oder Neckargemünd vorbeischauen, um sich selbst einen Eindruck von den Änderungen in unserem System zu verschaffen. Danach entscheiden Sie selbst!
Diese kleine Anekdote soll hier einfach einmal die unsinnige Behauptung von höheren, geheimen oder niedrigeren Techniken verdeutlichen. Sie dient oft nur zum weiteren Abkassieren und Hinhalten des ahnungslosen Schülers. Jeder sollte sich darüber klar sein, dass es keine "höheren Techniken" gibt, wohl aber gibt es komplexere Bewegungsstrukturen! Sie sind aber keineswegs der Garant zum Sieg! So kann ein Kämpfer mit einer einfachen Technik, einen Gegner besiegen, obwohl dieser über sehr viel komplexere Techniken verfügt.
Im einem Kampf spielt doch nicht NUR die Technik an sich eine große Rolle, sondern auch die Auffassungsgabe, die Anpassungsfähigkeit des optisch-motorischen Systems (Physis), der Kampfeswille, die Koordinationsfähigkeit unterschiedlicher Massen des Körpers, Schnelligkeit, Schlagkraft, Timing, Taktik usw. All diese Faktoren beinflussen den Ausgang des Kampfes erheblich.
Daß Techniken geübt werden müssen steht außer Frage, wichtig ist jedoch, dass die Techniken eine wisssenschaftliche Basis aufweisen müssen und nicht eine persöhnlichen Interpretation des Lehrers sind oder mit dem Argument begründet werden, dass das schon mehrere Jahrhunderte so praktiziert wird und deshalb keiner Veränderung bedarf! Für das Vorwärtskommen des Schülers ist von entscheidender Bedeutung, dass ER auch seinen Fortschritt merkt! Kommen ihm immer wieder Zweifel, liegt das meistens am Lehrer!
Genauso unsinnig ist die Argumentation, dass man durch das Training mit Schutzausrüstung mehr Kampferfahrung und Einsteckungsvermögen bekommt. Bei Gewalteinwirkungen auf Weichteile wie Auge, Kehlkopf, Genitalbreich gibt es KEIN Einsteckungsvermögen!! Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass gerade bei einem Training mit Schutzausrüstung das richtige Timingtraining elementar ist – stattdessen herrscht hier oft eine wilde Klopperei und der Schüler macht auch hier die Erfahrung, dass er auch nach zig Jahren des Trainings immer wieder mit den gleichen Techniken getroffen wird!
Viel zu oft überwiegen hier theoretische Ausführungen als praktische Anwendunge/Erfahrungen und wissenschaftlich belegte Gegebenheiten. Das hat letzlich zur Folge, dass der Schüler zwar den einzelnen Ablauf der Sektionen oder eine Abfolge von Techniken kann ( z.B. Chi-Sao, Chi-Gerk, Lat-Sao Programme usw. ), aber sie im Kampf - sobald es hektischer wird - nicht beherrscht, da er nie die Anwendung unter den Gesichtspunkten 1-6 (siehe unten) erlernt hat.
Gerade aber die physikalischen Gegebenheiten im Zweikampf, die biomechanischen Eigenschaften des Verteidigers, die spezielle Deckungsarbeit im Innfight, sowie das daraus resultierende Timing im Zweikampf - der richtige Zeitpunkt von Abwehr und Angriff-, ist von entscheidender Bedeutung!
Doch ein spezielles Training für all das gibt es im WingTsun nicht! Stattdessen wird auf klassische Techniken und Abläufe sehr viel Wert gelegt, obwohl sie einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten!
Diese Missstände und das komplette Fehlen eines speziellen Trainings gegen die Fintenanfälligkeit, ließen Sifu Altmayer WTAS® kreieren, das sich in vielen Gesichtspunkten grundlegend von allen anderen Kampfstilen unterscheidet.


Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .