Dreieinhalb jähriger Junge vom Vater misshandelt, Jugendamt in Grevemühlen total überfordert.

Symbolbild (Foto: ©Pixapay)
Grevesmühlen: Brunnen | Der dreieinhalb jährige Junge lebte eine Zeit in einem Kinderheim und wurde im Januar 2016 seinem 31-jährigen leiblichen Vater der mit einer Lebensgefährtin in einer Eheähnlichen Gemeinschaft lebt in Nordwestmecklenburg übergeben.
Der leiblichen Mutter wurde die Erziehungserlaubnis vom Jugendamt entzogen.

Am 13. Mai 2016 wurde der Junge mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.
Die Diagnose der behandelnden Ärzte: Unterernährt, dehydriert (Flüssigkeitsmangel) und verwahrlost.
Mittlerweile befindet sich das Kind auf dem Weg zur Besserung.

Der Hinweis zu diesem Fall war ein anonymer Brief einer Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamtes. Die zuständigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, hatten die Situation völlig falsch eingeschätzt. Grund, so heißt es in dem Brief, es herrsche eine permanente Überbelastung. „Eine Situation wie in den Berliner und Hamburger Jugendämtern sei absehbar.“

Das Jugendamt wurde nun von einem internem Prüfungsausschuss besucht und man kam zu folgendem Ergebniss.
Die Mitarbeiter seien zu jung und unerfahren, außerdem mit viel zu schwierigen Fällen beauftragt. Offene Stellen sind nicht besetzt , die Mitarbeiter völlig Überlastet.
Ob dieser Fall aufgrund mangelnder Kommunikation so eskalierte, wird weiter geprüft.

Eine Schuld eines Mitarbeiters zur Falscheinschätzung der Situation sehe man nicht.

Die zuständige Landrätin möchte über personelle Konsequenzen sprechen.

Der Kinderschutzbund spricht von einem Skandal.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile gegen den Vater des Jungen und die Lebensgefährtin.

Solche Vorfälle sind mittlerweile keine Einzelfälle mehr und man muss sich fragen, wann handelt die Politik , wie viele Kinder müssen noch solche Qualen über sich ergehen lassen oder gar sterben ?


gb
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