Amoklauf in Grafing. Zeugen hörten allahu akbar- Allah ist groß

Günter Gietl,Polizei Vizepräsident Bayern
Grafing bei München: Brunnen | Die Presskonferenz in München die gegen 15,00 Uhr stattfand, lieferte folgende Aussagen. Die Erstmeldung zu diesem Attentat finden Sie hier

Der 27-jährige Täter stammt aus Gießen/ Hessen, ist deutscher Staatsbürger, er erhielt seit 2 Jahren Sozialhilfe und ist/war in keinem Rechtsextremistischen Lager angemeldet. Ein Bezug zum Tatort in Bayern ist noch nicht ersichtlich.

Bereits vor 3 Tagen war der Mann in seiner Heimatstadt polizeilich behandelt worden. Zeugen hatten die Polizei gerufen, da der Täter einen verwirrten Eindruck machte. Die Polizei ging den Hinweisen nach. Da aber keine Eigen - oder Fremdverletzungsgefahr festgestellt werden konnte, wurde ein ärztlicher Besuch angeraten, diesem kam der 27-jährige auch nach.

Am 09.05.2016 fuhr der Mann von Fulda nach München, dort suchte er ein Hotel zum Übernachten. Durch seine finanziellen Verhältnisse fand er keine passende Unerkunft. Er ging zurück zum Hauptbahnhof München. Dort lernte er einen Mann kennen mit dem er mehrere Stunden verbrachte. Am 10.05.2016 gegen 1:00 Uhr hat der Täter aufgrund Übelkeit den Hauptbahnhof verlassen, holte seinen deponierten Koffer und begab begab sich zum Münchner Stachus. Dort bestieg er die S-Bahn und fuhr nach Grafing. Laut der sichergestellten Videoaufnahmen hielt er sich die restliche Nacht dort auf.

Gegen 4:45 Uhr hörte eine Zeugin die Rufe allahu akbar , ihr Ungläubigen, ihr müsst alle sterben. Diese Rufe hörten auch andere Zeugen . Die Frau sah noch wie auf dem Bahngleis der Täter auf einen Passanten losging „ es sah aus als würde er mit einem Messer zustechen“.
Kurz darauf stieg der Mann in eine S-Bahn und stach dort eine zweite männliche Person nieder. Er verlies den Zug, lief zurück zum Bahnhofsplatz und verletzte zwei weitere Männer erheblich durch Messsrstiche.

Gegen 4.50 Uhr war die Polizei vor Ort und konnte den Täter festnehmen. Es wurde ein weiteres Messer mit 6 cm Länge und 3 cm Breite bei ihm sichergestellt.
Der Täter trug keine Schuhe . Bei der polizeilichen Vernehmung erklärte der Beschuldigte „ er hatte das Gefühl er hätte Wanzen an den Füßen und diese würden wie Feuer brennen“.

Der Täter macht einen sehr verwirrten Eindruck und spricht sehr wenig. Der anwesende Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich teilt mit, das der Beschuldigte auf seine Schuldfähigkeit geprüft wird.

Ein Opfer ist mittlerweile verstorben, ein weiterer Mann befindet sich in Lebensgefahr. Das dritte und vierte Opfer befinden sich in Stationärer Behandlung, sie werden an ihren erheblichen Stich-und Schnittwunden behandelt.

Aufgrund der Zeugenaussagen muss auch weiterhin ein Salafistischer Bezug geprüft werden. Die Staatsanwaltschaft braucht dazu aber mehr Zeit, man stehe erst am Anfang der Ermittlungen . Im Moment aber weisen alle Ermittler einen radikalen Hintergund von sich.

Innenminister Thomas de Mezier hat gegen Mittag zu der Tat Stellung bezogen.
Er sprach von einem abscheulichen Attentat. Die Gedanken aus dem fernen Berlin seien nun bei den Opfern und den Angehörigen des Verstorbenen.

gb
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.05.2016 | 17:56  
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Alter Verwalter aus Naumburg (Saale) | 12.05.2016 | 05:51  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.05.2016 | 16:08  
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