Rückblick auf das: 1. Gothaer Mediengespräch im Gothaer „Schlachthof“ / 06. Oktober 2016

 
Sergej Lochthofen
Es versprach ein interessantes Gespäch zu werden, zu dem Maik Schulz ( Geschäftsführer des „OSCAR am Freitag“ Das regionale Anzeigenmagazin ) in den Gothaer Schlachthof eingeladen hatte.

Das Zugpferd war offensichtlich Sergej Lochthofen ( freier Autor und ehemaliger Chaefredakteur der „Thüringer Allgemeine“ ). Seine Sicht auf die Gegenwart der lokalen Presse und was man aus der Vergangenheit gemacht hat wurde besonders erwartet.

Interessanter Gesprächsprtner war Michael Tallai ( Geschäftsführer der „Mediengruppe Thüringen Verlag GmbH ), um zur Pressegegenwart Rede und Antwort zu stehen.

Als Moderator stand Rainer Aschenbrenner ( Pressereporter / und „OSCAR“-Kolumnist ) auf der Bühne. Seinen Part verstand er ( laut Maik Schulz ) allerdings mehr als Kommentator vorgebrachter Meinungen statt als Moderator, was dieser später auch etwas bestätigend einräumte.

Abgesehen von der gewohnten Lässigkeit des Maik Schulz – allein in seinem verzögerten Kommen und damit der Übergabe der pünktlichen Eröffnung des Abends – gab er Auskunft über seinen „OSCAR“ derart, dass man diesen als ergänzende „Anderszeitung“ gegenüber der TA ( Thüringer Allgemeine ) und TLZ ( Thüringer Landeszeitung ) verstehen konnte und er damit dem Gespräch seine Würze gab.

Seitens Sergej Lochthofen wurde die Zeit genutzt, seine Sicht auf seinen Weggang von der TA und auf deren ungenügende Zukunftsarbeit danach deutlich zu machen.
Michael Tallai fühlte sich voll damit beschäftigt, einerseits zu betonen, dass er nicht als Journalist geladen und sich äußern wolle, als Geschäftsführer der Mediengruppe deren Aktivitäten für den Erhalt und die Zukunftsgestaltung zu tun.

So wurde aus dem Zwiegespräch von Lochthofen und Tallai zu stark Argumentationsaustausch über die Personalpolitik der TA und TLZ sowie deren gegenwärtigen Vergleich zu anderer Presse Deutschlands – dass eigentlich alle vor gleichen Überlebensproblemen stehen. Bis auf den Zukunftswillen, den Miachael Tallai mehrfach betonte, und für den nun die Voraussetzungen geschaffen seien, gab es dabei aber nichts Konkretes für die Zuhörer.

( Begrüßung - ca 03 Min )


( Vorstellung der Gesprächsteilnehmer - ca. 08 Min )


Michael Tallai wies darauf hin, dass schon viel unternommen wurde, um die Abonentenzahl zu erhöhen. Auch Aktivitäten, Jugendliche an die Presse heranzuführen, seien bislang gescheitert aber würden in neuen Projekten weiter geführt.
Dass gegenwärtig ( zumindest ) die beiden Kreisteile der TA und TLZ identisch sind oder die Beiträge der beiden Tagezeitungen jeweils um einen Tag versetzt in der jeweils anderen zu lesen sind, gefällt Michael Tallai auch nicht. Das auf jeden Fall zu ändern, möchte er durchsetzen.

Wie das allerdings aussehen soll, wenn die Anzahl der Mitarbeiter so stark geschrumpft ist, dass meist nur ein eingehender Beitrag auch noch von nur einem Zeitungsbereich gefasst werden kann, konnte aus dem guten Vorsatz nicht entnommen werden.

Die Attracktivität der TA leidet auch unter dem „Tagebuch der Thüringer Allgemeine“, welches im Internet seit Mitte 2011 keinen neuen Beitrag und auch keinen neuen Mitautor aufzuweisen hat und somit als eigentlich abgehakte Vergangenheit ( noch dazu in einer unzeitgemäßen Nutzungsform ) mitgeschleift statt gelöscht wird.

Nach einer wohl überlangen Diskussion unter den Gästen auf der Bühne und einer Pause, begann das Frage- und Antwortspiel ( zu dem Maik Schulz auch erst extra aufgefordert werden musste – was seine dargebotene Lässigkeit unterstrich aber für einen Gastgeber doch unangebracht war ).

Bis auf den Einwurf eines „noch jungen Lesers der TA“, dass er diese Tageszeitung gerne liest, fand sich alles wieder in der im ersten Teil geführten Diskussion über Zukunftsabsichten (Tallai) und Zweifel an der Art, diese wirksam werden zu lassen (Lochthofen).

Ein Abend, welcher eine Sicht auf die Vergangenheit, die Schwierigkeiten der Gegenwart und einen hoffentlich noch gefundenen Königsweg für den Erhalt der Tageszeitungen zeigte – mehr nicht.
Allein die Anwesenheit Sergej Lochthofens war ein Lichtblick des Abends.

Das war allerdings offensichtlich zu wenig, wenn man von diesem Mediengespräch Inhalte erwartet hatte.
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